Tages- und Halbtagesfahrten 2018

Die nachfolgenden Tages- und Halbtagesfahrten werden gemeinsam vom OGV mit dem Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. durch die Firma Reisebüro Herweg GmbH & Co. KG in Leverkusen-Opladen angeboten.

Bundesstadt Bonn - 27. Januar 2018

Es ist schon gute Tradition, dass die Jahresauftaktfahrt in die Bundesstadt Bonn führt. Dieses Mal wartet das LVR-LandesMuseum Bonn mit der Ausstellung „Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster“ auf.  

Die Ausstellung konzentriert sich auf die mittelalterliche Blütezeit des Ordens. Zahlreiche Objekte wurden eigens für die Ausstellung restauriert und machen zusammen mit Modellen, CAD-Rekonstruktionen – u.a. der Zisterzienserabtei Altenberg –, Medien- und Mitmachstationen die Klosterwelt Raum für Raum mit allen Sinnen erlebbar. Zu den Höhepunkten zählt der beeindruckende Hochaltar des ehemaligen Zisterzienserklosters Kamp. Vor dem Besuch der Ausstellung steuert der Bus das ehemalige Zisterzienserkloster Heisterbach an. Hier im Siebengebirge bestand rund 600 Jahre lang die bedeutende Abtei, heute noch als Ruine in einer romantischen Parkanlage zu bewundern. Auf dem Klostergelände lassen sich die Spuren der Zisterzienser eindrucksvoll verfolgen.

Kosten: € 65,- (für Nicht-Mitglieder), 60,- € (für Mitglieder), inkl. Kaffee und Kuchen

Reise-Nr.: VG 5141

Linn und Rheydt – Burg und Schloss am Niederrhein - 10. März 2018

Der Niederrhein wird von zahlreichen Burg- und Schlossanlagen geprägt. Burg Linn in Krefeld ist ein herausragendes Zeugnis des frühen Burgenbaus. Die ehemalige kurkölnische Landesburg erzählt die spannende Geschichte der rheinischen Territorialgeschichte des Mittelalters.

Warum steht ein Schloss in Rheydt? Und warum sieht es so aus, wie es sich mit seinen Festungsanlagen präsentiert? Ohne seinen wichtigsten Bauherrn, Otto von Bylandt, ist dies kaum zu verstehen. Und auch nicht, ohne in die Zeit einzutauchen, in die Architektur der Renaissance. Die Ausstellung „Große Pläne. Schloss Rheydt – Renaissance am Niederrhein“, die in Kooperation mit dem Museum Zitadelle Jülich entstanden ist, geht diesen Fragen nach. Der Besucher erfährt Spannendes über das einzige reine Renaissanceschloss des Rheinlandes, über dessen Baugeschichte, den Architekten Maximilian Pasqualini und vieles mehr.

Kosten: € 65,- (für Nicht-Mitglieder), 60,- € (für Mitglieder), inkl. Mittagessen

Reise-Nr.: VG 5142

Kalkar und Goch - mittelalterliche Städte am Niederrhein - 21. April 2018

Die Stadt Kalkar kann auf 775 Jahre Stadtrechte zurückblicken. Kalkar war eine der wichtigsten Städte im Herzogtum Kleve. Die Kalkarer Stadtkirche St. Nicolai gehört zu den bedeutendsten Schatzhäusern spätmittelalterlicher Kunst in Europa. Im 15. und 16. Jahrhundert errichtete die stolze Bürgerschaft in etwas mehr als einem Jahrhundert nicht nur wichtige Bauten, wie das stattliche Rathaus und die St. Nicolaikirche, sondern stattete letztere auch mit hochrangigen Kunstwerken aus.

Der regelmäßige Stadtgrundriss vom benachbarten Goch – zweites Ziel der Exkursion – weist große Ähnlichkeit mit dem der Stadt Kalkar auf, darum könnte Goch genau wie Kalkar im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts planmäßig angelegt worden sein. Als Amerika-Auswanderungswillige aus der Pfalz 1741 am Niederrhein siedelten und sich auf der Gocher Heide niederlassen konnten, war die Stadt landwirtschaftlich orientiert. Die Pfälzer kultivierten die Gocher Heide, woraus sich 1799 das selbständige Pfalzdorf entwickelte.

Kosten: € 65,- (für Nicht-Mitglieder), 60,- € (für Mitglieder), inkl. Kaffee und Kuchen

Reise-Nr.: VG 5143

Zu Gast im… ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerk Jülich-Süd - 23. Mai 2018

Das Eisenbahn-Ausbesserungswerk (AW) in Jülich wurde 1918 in Betrieb genommen und 1964 von der Deutschen Bundesbahn geschlossen. Bei der Schließung wurden die Werksanlagen nahtlos an die Bundeswehr übergeben, welche hier seitdem bis heute Militärfahrzeuge instand setzt; ein Teil des Geländes wird inzwischen auch durch einzelne Abteilungen des Forschungszentrums Jülich genutzt. Das ausgedehnte Werksgelände (1120 m lang und bis zu 320 m breit) liegt südlich von Jülich unmittelbar östlich neben der Bahnstrecke Jülich–Düren und verfügt bis heute über einen Gleisanschluss. Die Ansiedlung des Werks und der Zuzug zahlreicher Arbeitskräfte führte zu einer bedeutenden Steigerung der Einwohnerzahl Jülichs und hatte erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Stadt, die dadurch für fast ein halbes Jahrhundert den Charakter einer Eisenbahnerstadt erhielt.

Treffpunkt: 15.00 Uhr, Mechatronikzentrum der Bundeswehr, Wilhelm-Johnen-Straße 1, 52428 Jülich (bei Bedarf werden von Jülich aus Fahrgemeinschaften gebildet).

Zu Gast auf… der Schiffsbrücke Wuppermündung - 26. Mai 2018

Bei der Schiffsbrücke, die bei Rheinkilometer 702,5 über die alte Wuppermündung in Leverkusen-Rheindorf führte, handelte es sich um eine Schiffssteganlage aus drei 80 bis 100 Jahre alten Schiffskörpern - Klipper "Einigkeit", Tjalk "Freiheit" und Aalschokker "Recht" und einen darauf abgestützten Laufsteg.

Die wiedererrichtete Schiffssteganlage besteht aus zwei Schiffskörpern, der Tjalk "Freiheit" und dem Aalschokker "Recht", einem Ver- und Entsorgungsponton und einem darauf abgestützten Steg. Der Klipper "Einigkeit" wird als fahrbereiter Segler an der Anlage liegen, wenn er nicht gerade auf Törn ist. Die in Holland gebauten Eisenschiffe waren typisch für den Schiffsverkehr auf dem Rhein bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Das Besondere an der Leverkusener Schiffsbrücke ist zum einen ihre Lage und ihre Funktion als Verbindung zwischen den heutigen Leverkusener Stadtteilen Rheindorf und Wiesdorf, zum anderen der historische Wert der einzelnen Schiffe.

Treffpunkt: 15.00 Uhr, Kriegerdenkmal Rheindorf, Burgstraße 4c, 51371 Leverkusen

Kaiserswerth und Ratingen – mittelalterliche Städte am Niederrhein - 07. Juli 2018

Düsseldorfs nördlicher Stadtteil Kaiserswerth ist zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert. Rund um den Klemensplatz liegt der malerische Ortskern mit Barockhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Direkt am Rheinufer erhebt sich die malerische Ruine der „Kaiserpfalz“ Friedrich Barbarossas. Die Pfalz – ursprünglich aus dem 10. Jahrhundert – war unter Kaiser Heinrich III. ausgebaut und zwischen 1174 und 1184 durch Kaiser Barbarossa erweitert worden, nachdem er den Rheinzoll von den Niederlanden nach Kaiserswerth verlegt und eine den Rhein beherrschende Festung benötigt hatte. Die Burganlage besteht heute noch aus imposanten Gemäuern.

Seit dem Mittelalter gehörte das Ratinger Gebiet den Grafen, später Herzögen von Berg. Für diese hatte die Siedlung eine wichtige Bedeutung im Kampf gegen den Erzbischof von Köln. Vermutlich wegen seiner vorteilhaften strategischen Lage wurden Ratingen am 11. Dezember 1276 durch Graf Adolf V. von Berg die Stadtrechte verliehen. Elf Monate zuvor war der Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg in den Besitz von Stadt und Burg Kaiserswerth gelangt. Graf Adolf V. wollte durch die Stadterhebung Ratingens ein Gegengewicht schaffen und das nördliche bergische Gebiet sichern, indem er den alten Kirch- und Gerichtsort, an einem Kreuzungspunkt wichtiger Straßen gelegen, Stadtprivilegien verlieh und befestigen ließ.

Kosten: € 65,- (für Nicht-Mitglieder), 60,- € (für Mitglieder), inkl. Mittagessen

Reise-Nr.: VG 5146

Auf den Spuren von Gerhard Mercator in Duisburg - 15. September 2018

Die Exkursion geht der Frage nach, aus welchen Wurzeln das heutige, vielen nur als Industriestandort und Binnenhafen bekannte, Duisburg entstanden ist. Die günstige geographische Lage an Rhein und Ruhr prägte u.a. Wirtschaft und Kultur: Römische Soldaten, friesische Händler und polnische Bergleute – sie alle haben in Duisburg Spuren hinterlassen.

Nicht zuletzt auch Gerhard Mercator - ein Weltgelehrter: er wurde 1512 in Rupelmonde (Flandern) geboren. Er studierte in Löwen u.a. bei Gemma Frisius und lernte bei ihm Landvermessung und Globenbau. Später fertigte er eigene Messinstrumente und Karten an. 1541 brachte er seinen Erdglobus heraus, den weltweit ersten mit eingetragenem Magnetpol und Kompasslinien. Mercator zog 1552 als jülich-bergisch-klevischer Hofkartograph nach Duisburg, wo er auch im Dezember 1594 starb.

Auf seinen Spuren wollen wir die Stadt erkunden und entdecken.

Kosten: € 65,- (für Nicht-Mitglieder), 60,- € (für Mitglieder), inkl. Kaffee und Kuchen

Reise-Nr.: VG 5147