Ausstellung zu Friedrich Ebert in der Villa Römer eröffnet

Am 1. Dezember 2019 wurde in der Villa Römer die Ausstellung „Friedrich Ebert (1871-1925) – Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten“, die bis zum 9. Februar 2020 zu besichtigen sein wird, feierlich eröffnet.

In Anwesenheit von Oberbürgermeister Uwe Richrath und der Landtagsabgeordneten und zweiten Bürgermeisterin Eva Lux erfolgte vor ca. 65 Gästen die Eröffnung der Wanderausstellung der Stiftung Reichspräsident Friedrich Ebert Gedenkstätte Heidelberg in Leverkusen in einem feierlichen Rahmen, welcher durch das Blechbläserquintett der Musikschule Leverkusen gewährleistet wurde.

Nach der Begrüßung durch den OGV-Ehrenvorsitzenden Ernst Küchler präsentierte einer der beiden Kuratoren der Ausstellung, Prof. Dr. Bernd Braun, in einem kurzweiligen und prägnanten Vortrag die Lebensstationen von Friedrich Ebert und insbesondere seine Bedeutung für die Weimarer Republik und bot somit die ideale Einführung in die Ausstellung, die die Gäste im Anschluss an den offiziellen Teil in Form eines Rundganges besichtigen konnten.

Am 11. Februar 1919 wurde Friedrich Ebert zum ersten demokratischen deutschen Reichspräsidenten gewählt. Damit stand zum ersten Mal ein Mann aus dem Volk an der Spitze des Staats, gewählt von einer Mehrheit, die aus freien Wahlen hervorgegangen war, von Männern und Frauen. Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte stand ein Nichtadeliger an der Spitze des Staats, ein Mann aus dem Volk, aus der Arbeiterschaft, der keine militärische Laufbahn hinter sich hatte. Friedrich Ebert wurde zu einer Schlüsselfigur der Geschichte des deutschen Nationalstaats.

Die Wanderausstellung, die von der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte Heidelberg konzipiert wurde, ist dem politischen Leben und Wirken von Friedrich Ebert gewidmet. Anhand von Fotografien und Reproduktionen von Briefen, Zeitungen, Urkunden, Plakaten und anderen Veröffentlichungen wird das wechselvolle Leben des ersten deutschen Reichspräsidenten von den Anfängen in seiner Jugendzeit in Heidelberg bis zu seinem Tod in Berlin nachgezeichnet und visualisiert. Die verschiedenen Stationen des Lebenswegs von Friedrich Ebert werden nicht isoliert betrachtet, sondern über die Lebensgeschichte wird ein wichtiges Stück deutscher Geschichte lebendig.