Ziel 2030: Schaffung eines Historischen Zentrums in und für Leverkusen

Der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen (OGV) regt auf Vorschlag seines Vorstandes und Beschluss der Mitgliederversammlung an und verfolgt das Ziel das Stadtarchiv Leverkusen (zunächst auch mit seinen „historischen“ Räumlichkeiten im historischen Landratsamt auf dem Opladener Frankenberg) unter Einbindung des bestehenden und durch die drei Geschichtsvereine betriebenen Hauses der Stadtgeschichte mittelfristig zu einem durch die Stadt Leverkusen hauptamtlich betriebenen Historischen Zentrum (Institut für Stadtgeschichte) zu entwickeln.

Dieses städtisch betriebene und wissenschaftlich geleitete Zentrum soll künftig folgende Aufgabe erfüllen:

  • Betrieb des Stadtarchivs
  • Betrieb einer stadtgeschichtlichen Dauerausstellung (derzeit: „ZeitRäume Leverkusen“)
  • Koordination der stadtgeschichtlichen Arbeit in Leverkusen (inklusive der ehrenamtlich tätigen Geschichtsvereine wie auch der anderen musealen Einrichtungen, Denkmalpfleger und Bildungsträger im Stadtgebiet)
  • historisch-politische Bildungsarbeit und Veranstaltungen
  • Dokumentation und Präsentation von Stadtgeschichte in Ausstellung, Publikationen und neuen Präsentationsformen

Ausgangspunkt für das erneute Aufgreifen dieser Überlegungen, die schon 1999 durch den damaligen Kulturdezernenten Dr. Wolfgang Schulze-Olden angedacht wurden, durch den OGV ist die Ausgangslage, die sich Anfang 2020 wie folgt darstellt:

  • Grenzen ehrenamtlicher Arbeit; Notwendigkeit der Professionalisierung (Hauptamtlichkeit) und Institutionalisierung
  • mangelnde Belastbarkeit, Effektivität und Durchhaltefähigkeit der derzeitigen ehrenamtlichen Strukturen
  • Stadtjubiläen: 2020 – 2025 – 2030
  • personelle Veränderungen im Kultur- und Archivbereich der Stadt Leverkusen
  • räumliche Veränderungen von Verwaltungsstandorten in Leverkusen
  • Notwendigkeit der Stärkung der Stadtgesellschaft und der Aus- und Weiterbildung sowie der historisch-politischen Bildungsarbeit

Vor dem Hintergrund dieser Ausgangslage öffnet sich gerade ein Zeitfenster, welches es zu nutzen gilt sowie entsprechende Planungen zu beginnen und Maßnahmen zu ergreifen. Der OGV bemüht sich intensiv, für dieses Ziel in der Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft aktiv zu werben.

Darüber hinaus strebt der OGV eine institutionelle jährliche finanzielle Förderung der Geschichtsarbeit (insbesondere der Geschichtsvereine) an Stelle der derzeitigen projektbezogenen Förderung an.

Ein Fortbestand des Vereins Haus der Stadtgeschichte Leverkusen e.V. – Trägerverein Villa Römer wäre bei Realisierung des beschriebenen Ziels nicht weiter notwendig.