StadtKULTUR in Leverkusen - Vorstellung der Kooperationspartner: Stadtbibliothek Leverkusen

Die Stadtbibliothek Leverkusen gehört zu den ältesten Kultureinrichtungen auf Leverkusener Gebiet - die erste öffentliche „Volksbücherei“ ist für das Jahr 1897 in Schlebusch nachgewiesen, andere heutige Stadtteile wie Wiesdorf und Opladen folgten ab 1902.

In den Anfangsjahrzehnten waren die Volksbüchereien üblicherweise Schulen angegliedert. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg bezogen die hiesigen öffentlichen Büchereien eigene Gebäude und die bisherige reine Thekenausgabe der Bücher wurde durch die Freihandaufstellung abgelöst.

Neben der Anschaffung des ersten Bücherbusses 1962 wurde das Leverkusener Zweigstellennetz immer stärker ausgebaut und ab 1975 mit der Gebietsreform um die Bibliotheken der neu hinzugekommenen Stadtteile Opladen, Bergisch Neukirchen und Hitdorf ergänzt, bis schließlich Ende der 1980-er Jahre nahezu das gesamte Stadtgebiet durch Zweigstellen und Bücherbushaltestellen versorgt war.

Die Beschränkung auf Bücher und Zeitschriften war in dieser Zeit bald aufgehoben. Es folgten zunächst Schallplatten und Gesellschaftsspiele, dann Audio- und Videokassetten.

Auf das Wachstum der 60er- und 70er-Jahre folgte mit Beginn der 90er ein finanzbedingter Schrumpfungsprozess. Personal- und Mietkosten mussten eingespart werden. Im Gegenzug zur Verringerung der Standorte konnten, zumindest in der Hauptstelle, 1997 die ersten Computer mit Bibliothekssoftware eingeführt und neue digitale Medien ins Angebot aufgenommen werden.

Heute besteht die Stadtbibliothek Leverkusen aus der Hauptstelle in Wiesdorf, den Schul- und Stadtteilbibliotheken in Opladen und Schlebusch sowie einer ehrenamtlich geführten Zweigstelle in Steinbüchel.

Die Leserinnen und Leser finden in der Stadtbibliothek ein vielfältiges Medienangebot: neben physischen Medien wie Büchern, Zeitschriften, Gesellschaftsspielen, CDs, Filmen, Games und „Tonie“-Figuren können die Leverkusenerinnen und Leverkusener auch das E-Medien-Portal „Bergische Onleihe“ und den Streamingdienst „Filmfriend“ nutzen.

Überraschenderweise geht mit der verstärkten Nutzung von Online-Angeboten auch eine verstärkte Nutzung der Bibliotheksräume selber einher. Wo früher vor allem Regale standen, finden sich heute ruhige Lern- und gemütliche Leseplätze mit Internetzugang, dazu ein buntes Veranstaltungsprogramm mit Ausstellungen, literarischen und Bildungsveranstaltungen für alle Altersgruppen. Fachkundige Beratung gehört selbstverständlich weiterhin zum Standardangebot!

Im Vor-Corona-Jahr 2019 wurden von mehr als 6.200 aktiven Leserinnen und Lesern über 400.000-mal physische Medien und E-Books ausgeliehen und die Bibliothekseinrichtungen rund 140.000-mal aufgesucht.