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Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen
Aktuell
Ausgabe 4 / 2020

Editorial des Vorstandes

„April…April…“, von wegen

Ursprünglich wollten wir die Bezieher unseres Newsletters über das reichhaltige Frühjahrsprogramm des OGVs informieren und insbesondere auf ein stadtgeschichtliches Datum aufmerksam machen, das bislang in unserer Stadt scheinbar in Vergessenheit geraten ist: Den 1. April 1930, den 90.Geburtstag unserer Stadt. Seit diesem Tag gibt es Leverkusen, eine Stadt, die aus der Eingemeindung der Landgemeinden Schlebusch, Rheindorf und Steinbüchel in die Stadtgemeinde Wiesdorf im Rahmen einer Gebietsreform entstanden war, eine aus wirtschaftspolitischen und sozialen Erwägungen eingegangene „Vernunftsehe“.

Die Bürgerinnen und Bürger der beteiligten Kommunen  setzten sich mit Hilfe des Düsseldorfer Regierungspräsidenten und gegen die Erweiterungsabsichten des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer durch.

Als sich der erste Stadtrat der neuen Stadt am 13. Juli 1930 im Wiesdorfer Rathaus versammelte, hatte man sich bereits auf einen stadtgeschichtlich originellen Namen für die neue Stadt verständigt: LEVERKUSEN, ein Name, mit dem an Dr.Carl Leverkus erinnert wurde, dem kreativen Apotheker aus Wermelskirchen, dem Erfinder von Ultramarinblau, der sich mit seinem Unternehmen bereits in den 1860er Jahren in Wiesdorf am Rhein niedergelassen hatte.

Diese Gebietsreform sollte nicht die letzte sein.

Nun hat uns jedoch die Corona-Epidemie eingeholt und unsere stadtgeschichtlichen Aktivitäten müssen leider eingeschränkt werden. Wir bitten unsere Abonnenten um Verständnis und werden uns melden, wenn wir neue und hoffentlich gute Nachrichten über unser reaktiviertes Programm verkünden können.

Ihr

OGV-Vorstand


A K T U E L L E S

Das Dorf und die Stadt – Schlebusch und die Gründung Leverkusens am 1. April 1930

(Bild: Stadtarchiv Leverkusen)

Am 1. April 1930 entstand etwas Neues – auch wenn die Gemeinden, die sich heute vor 90 Jahren zur Stadt Leverkusen zusammenschlossen, in ihren Siedlungskernen bereits seit Jahrhunderten existierten. Wiesdorf, Bürrig und Küppersteg wurden bereits im Jahr 1920 zur Stadtgemeinde Wiesdorf vereinigt – übrigens ebenfalls am 1. April, sodass wir heute, am 1. April 2020, sogar auch ein rundes, 100-jähriges Jubiläum begehen. In die Stadtgemeinde Wiesdorf wurden laut offizieller Bekanntmachung Rheindorf, Schlebusch und Steinbüchel „eingegliedert“. Zählt man Manfort als weiteren Teil Leverkusens hinzu, entstand am 1. April 1930 eine „Sieben-Dörfer-Stadt“ – eine heute völlig aus dem Sprachgebrauch der Leverkusener verschwundene Bezeichnung, die sich aber in der Literatur zur Leverkusener Stadtgeschichte bis in die 1950er Jahre finden lässt.

Eines dieser sieben Dörfer, die 1930 zu Stadtteilen des neuen „Leverkusen“ wurden, war Schlebusch. Den Kern Schlebuschs bildete damals wie heute die Bergische Landstraße, Teil eines uralten Handelsweges und mit ihrer Anfang der 1990er Jahre eingerichteten Fußgängerzone Hauptstraße des „Dorfes“, als das die Schlebuscher ihren Stadtteil bis heute gerne bezeichnen. Der Eingliederung des „Dorfes“ in die Stadt Leverkusen gingen lange und kontrovers geführte Diskussionen voraus, die im Jahr 1930 auch von den Zeitgenossen aufgegriffen wurden.

Ein besonders eindrückliches Beispiel, wie das Schicksal Schlebuschs 1930 kommentiert wurde, bildet die diesem Text angefügte Karikatur. Sie stammt von der Karnevalsgesellschaft „Dhünberg“, deren Archivbestand im Stadtarchiv Leverkusen aufbewahrt wird, und greift die Eingemeindungsverhandlungen im Vorfeld der Gründung Leverkusens auf. Schlebusch, in Form eines Esels dargestellt, kniet vor dem Wiesdorfer Bürgermeister Heinrich Claes, und streckt dem Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer das Hinterteil entgegen. Über den beiden Kontrahenten auf dem „Dhünberg“ steht Wilhelm Marx, der letzte Gemeindevorsteher von Schlebusch. Die Unterschrift der Karikatur lautet im Original: „Der alte Sankta Michael im Himmel derbe spricht, / So ein Eselsvieh wie in Schlebusch sah ich im Leben nicht. / Nach Westen lässt es sich zu Boden reißen / Auf meine Richtung tut es …ßen. / Dabei macht noch sehr viel Herzeleid, / Daß der Dhünberg bewahrt die Selbstständigkeit!

Die Karikatur bündelt somit viele verschiedene Aspekte, die die Gründung Leverkusens aus Schlebuscher Perspektive ausmachten: Zum einen das klare Bekenntnis der Schlebuscher Einwohner gegen eine Eingemeindung nach Köln, für die sich Konrad Adenauer zuvor stark gemacht hatte; zum anderen das Nachgeben zugunsten des Wiesdorfer (und ersten „Gesamt“-Leverkusener) Bürgermeisters Heinrich Claes, der um Schlebusch besonders geworben hatte und mit Carl Duisberg einen einflussreichen Befürworter eines Zusammenschlusses auf seiner Seite wusste. Nicht zuletzt zeigt die Karikatur aber auch das Selbstbewusstsein der betroffenen Zeitgenossen, die bei der Gebietsreform von 1930 auf die Bewahrung einer gewissen Eigenständigkeit Wert legten.

Auswirkungen der Corona-Krise auf die Vereinsaktivitäten des OGV

Derzeit durchläuft unser Gemeinwesen sicherlich seine größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Folgen der rasanten Verbreitung der Virus-Infektion und der mit derer Eindämmung verbundenen Maßnahmen treffen uns alle persönlich und wirtschaftlich. Noch wissen wir nicht wie lange uns die Krise in unserem normalen Tagesablauf und in unseren sozialen Kontakten beeinträchtigen wird.

Als Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen (OGV) nehmen wir diese Situation sehr ernst. Natürlich hat diese Lage gravierende Auswirkungen auf unsere Aktivitäten und auf unser Vereinsleben. Der Vorstand des OGV hat sich zum zweiten Mal ernsthaft und verantwortungsvoll mit den Auswirkungen auf unseren Verein und daraus resultierenden Folgen und Maßnahmen auseinandergesetzt.

Hierbei haben wir einerseits diskutiert, was unter den jetzigen Rahmenbedingungen und als Folge daraus auch mittelfristig nicht möglich ist. Auf der anderen Seite haben wie aber auch besprochen, was wir als Verein auch unter diesen Rahmenbedingungen doch leisten können. „Soziale Distanzierung“ ist körperlich dringend geboten, soziales Miteinander in anderen Formen ist aber aus unserer Sicht geboten: daher wollen wir unser Vereinsleben nicht „einfrieren“ oder „einstellen“, sondern anders organisieren.

Lassen Sie uns erläutern, welche Entscheidungen wir nach derzeitigem Stand bezüglich der Vereinsaktivitäten getroffen haben:

  • Bis zum 1. Juli 2020 finden keinerlei Veranstaltungen oder persönliche Zusammentreffen von Arbeits- oder Projektgruppen statt. Die Geschäftsstelle in der Villa Römer bleibt geschlossen.
  • Alle Tagesfahrten, die bis zum 30. Juni 2020 stattfinden würden, sowie alle Studienreisen im Jahr 2020 werden abgesagt oder verschoben. Beachten Sie hierzu die Schreiben unseres Partners Reisebüro Herweg und die Informationen auf unserer Webseite bzw. im Newsletter sowie in der Presse.
  • Die Veranstaltungen im Rahmen der Reihe „Standortentwicklung und Denkmalpflege“ werden auf 2021, die Veranstaltungen „Zu Gast in …“ in das zweite Halbjahr 2020verschoben.
    Die Veranstaltungen im Rahmen der Reihe „Für die Geschichte unserer Stadt“ werden größtenteils erst im kommenden Jahr stattfinden können.
    Beachten Sie auch hier die Informationen auf unserer Webseite bzw. im Newsletter sowie in der Presse.
  • Der geplante europäische Workshop „Aufbruch, Neugestaltung und Kontinuitäten - Europäische Stadtentwicklung in der Zwischenkriegszeit (1918-1939)“ mit dem angegliederten öffentlichen Akademieabend wird in das zweite Halbjahr 2020 verschoben.
  • Der Workshop „Der Deutsche Orden in den Rheinlanden“ und das Konzert in der Gezelinkapelle werden auf 2021 verschoben.
  • Die geplanten Ausstellungen „StadtKULTUR in Leverkusen“ in der Villa Römer und „Für die Geschichte unserer Stadt“ im Verwaltungsgebäude Goetheplatz werden in das Jahr 2021 verlegt.
    Stattdessen beabsichtigt der OGV die Ausstellung „Die Reichskanzler der Weimarer Republik – Zwölf Lebensläufe in Bildern“ sowie eine Ausstellung zum Tages des offenen Denkmals, das in diesem Jahr unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu Denken“ steht, mit Beiträgen unserer Partnerstädte ab dem 12. September 2020 in der Villa Römer zu zeigen.

Diese Maßnahmen und Zeiträume wird der Vorstand am 15. Mai 2020 evaluieren und die weiteren Überlegungen und Entscheidungen sowie ggf. Neuterminierungen Ihnen erneut zeitnah mitteilen.
Trotz der dargestellten Maßnahmen und Einschnitte wollen wir als Verein weiter aktiv bleiben und unsere Vereinsarbeit in den kommenden drei Monaten unter veränderten Rahmenbedingungen fortsetzen. Folgende Maßnahmen haben wir uns überlegt:

  • Wir möchten Sie künftig bis Ende des ersten Halbjahres 2020 zweimal im Monat, immer am 1. und 15., mit aktuellen Informationen, historischen Beiträgen sowie Wettbewerben und Spielen im Rahmen eines Newsletters informieren. Über Ihr Feedback und Ihre Anregungen würden wir uns freuen.
  • Wir arbeiten in den nächsten Monaten an der Realisierung von zwei Publikationen, dem OGV-Kurier 95 und dem MONTANUS 19 „KRIEGSERINNERUNGEN in europäischen Heimaten“. Hier können Sie sich auf zwei spannende Publikationen freuen.
  • Darüber hinaus werden wir in Kürze zu einem Foto-Wettbewerb „DenkMal! 90 Jahre Leverkusen“ aufrufen, welcher in einer Foto-Ausstellung im Herbst 2020 und im Denkmal-Kalender 2021 münden soll. Die Siegerehrung soll im Umfeld des 17. Geschichtsfestes am 12. September 2020 stattfinden. Nähere Informationen folgen.
  • Eine Arbeitsgruppe Beschilderungen und Rundgänge soll Stadtrundgänge für unser Online-Geschichtsportal und das Web-Angebot izi.travel erarbeiten und weiterentwickeln. Wer Lust hat hier mitzuarbeiten kann sich gerne unter geschaeftsstelle(at)ogv-leverkusen.de melden. Die Arbeitsgruppe will im April im Rahmen eine Skype- oder Telefonkonferenz ihre „Heimarbeit“ aufnehmen.

Sie sehen, wir bleiben als OGV auch in der Krise als „Dein Geschichtsverein für Leverkusen“ aktiv und weiterhin im Austausch mit unseren Mitgliedern und Freunden sowie der interessierten Bevölkerung. Halten auch Sie den Kontakt zu uns.

Das wichtigste ist aber im Moment: Daheim bleiben und füreinander da sein.

In diesen Sinne: Alles erdenklich Gute und bleiben Sie gesund!


Neuigkeiten aus der Partnerstadt Ratibor in Zeiten von „Corona“

Aus aktuellem Anlass erreichte uns am 17. März einen Nachricht aus dem Hause der Stadtverwaltung in Raciborz / Ratibor mit der freundlich – besorgten Anfrage, wie sich denn beim OGV (und generell in Leverkusen) die Situation darstellt.

In Ratibor würden jegliche öffentliche Aktivitäten zurzeit ruhen.

Die Stadtspitze - der Stadtpräsident und seine beiden Stellvertreter – würden Ihre Aufgaben aus der häuslichen Quarantäne heraus erfüllen. Alle drei hatten Kontakt mit einer infizierten Person.

Auf telefonische Nachfrage bei unseren Freunden und Vereinspartnern im TMZR (Gesellschaft der Freunde des Ratiborer Landes) haben wir erfahren, dass einige Personen aus dem Vorstand und Mitglieder des TMZR von der häuslichen Quarantäne ebenso betroffen sind. Bei einem Vortrag in den gerade renovierten Räumen des Vereins hatten diese ebenfalls Kontakt mit einer infizierten Person. Ob und wie schwer sie eventuell erkrankt sind ist  nicht bekannt.

Schulen und Kindergärten sind geschlossen, die Unterrichtsinhalte werden mittels elektronischer Medien an die Schüler weitergegeben und auch abgefragt. Musikunterricht findet über Skype statt.

Auch das religiöse – in Polen sehr wichtige – Leben geht nur „auf Sparflamme“ weiter. An den immer noch stattfindenden Gottesdiensten dürften jeweils nur 50 Personen in den Kirchen teilnehmen, in den letzten Tagen wurde die Zahl gar auf 5 Personen begrenzt. 

Auf diesem Wege wünschen wir unseren Freunden in Ratibor und in den anderen Partnerstädten  alles Gute, viel Gesundheit und erfolgreiches Meistern dieser schweren Situation!


StadtRäume. Eine europäische Kulturgeschichte zwischen 1918 und 1939 als multilingualer und variabler Filmbaukasten.

Im Rahmen des europäischen Kooperationsprojektes "Stadtentwicklung in der 'Zwischenkriegszeit' in Europa (1918-1939)", welches der OGV von 2020 bis 2023 mit vielen Partnern in acht europäischen Städten realisieren wird, strebt der OGV die Förderung des Teilprojektes "StadtRäume. Eine europäische Kulturgeschichte zwischen 1918 und 1939 als multilingualer und variabler Filmbaukasten" mit ERASMUS+ Mitteln an.

Absicht des Vorhabens ist es nicht, ein in den unterschiedlichen Staaten noch national gefärbtes Geschichtsbewusstsein durch ein europäisches zu ersetzen. Deshalb wird als Ausgangspunkt die Lokalgeschichte gewählt, indem 8 Städte beteiligt werden, die während der Zeit 1918-1939 in ganz unterschiedliche nationale Kontexte und politische Strukturen eingebunden waren.

Die lokalgeschichtliche Sicht auf die unterschiedlichen StadtRäume, die in kulturraum-semiotischer Perspektive als Konglomerat von materialen und mentalen Gegebenheiten und Veränderungen betrachtet werden, eröffnet einerseits die Möglichkeit, weite Kreise derjenigen einzubeziehen, die ohnehin in den einzelnen Städten Geschichtsforschung und -vermittlung betreiben, ob als Professionals an Universitäten oder städtischen Kultureinrichtungen oder als ehrenamtlich in Geschichtsvereinen. Beide Ebenen zueinander zu führen, gehört mit zu den Zielsetzungen des Projekts, weil in vorherigen Projekten die stadtgeschichtliche Arbeit gelegentlich durch mangelnde Kooperation beeinträchtigt wurde. Günstige Voraussetzungen sind insofern vorgegeben, weil die Kooperation zwischen den beteiligten Geschichtsvereinen bereits seit geraumer praktiziert wird, die sich zuletzt in einem großen Projekt zum Ausdruck brachte, bei dem eine Ausstellung zu den „Kriegsenden in europäischen Heimaten“ konzipiert werden konnte, die 2018/19 mit großem Erfolg zunächst in Leverkusen und2019/20 im Museum Zitadelle Jülich gezeigt werden konnte und demnächst in Schwedt ausgestellt werden wird. Zugleich entstand neben einem dreisprachigen Ausstellungsführer eine umfangreiche Publikation, zu der – wie zur Ausstellung – sieben europäische Geschichtsvereine beitrugen. Diese Kooperation soll nunmehr ausgeweitet werden, indem mit dem Oulu (Finnland) ein weiterer Geschichtsverein und andererseits Museen und Universitäten in Ljubljana (Slowenien) und Oulu für die Zusammenarbeit gewonnen werden konnte.

Bereits im Anschluss an das vorausgegangene Projekt wurde die inhaltliche Ausrichtung auf die „Zwischenkriegszeit“ (1919-1938) und auf die Stadtgeschichte konzentriert, weil diese Zeit in den beteiligten Städten ein ausreichendes Maß an Ähnlichkeiten und Unterschieden bereitzuhalten verspricht. Dafür sprechen Gemeinsamkeiten zwischen Industrieort (Leverkusen, Ratibor) oder Garnisonsstädten (Jülich, Schwedt) oder, dass einige der Städte noch gar nicht als eigenständige Kommunen existierten (Bracknell, Leverkusen, Villeneuve d’Ascq).

Auf dieser inhaltlichen Ebene ist das beantragte Projekt der Geschichtswissenschaft verpflichtet und zielt darauf ab, neue Erkenntnisse zur Stadtgeschichte zu generieren, die zugleich dem internationalen Vergleich zugeführt werden können. Dabei ist von Bedeutung, dass einige der beteiligten Städte im Untersuchungszeitraum ihre staatliche Zugehörigkeit wechselten, während andere in der Folgezeit dasselbe Schicksal ereilte (Ljubljana, Ratibor,  Schwedt). Das ist einerseits für die (langfristige) Erinnerungskultur, andererseits in Hinsicht auf die Einflussgröße der nationalen Kultur von eminenter Bedeutung.

Denn ausgerichtet ist das vorliegende Projekt an einem kulturraum-semiotischen Konzept (s.o.). Auf der Basis dieser Konzeption soll die Relevanz des alltäglichen Lebens in Bezug auf die von der (Kommunal-) Politik bestimmten Stadtentwicklung (bspw. Architektur, Infrastruktur etc.) zum Vorschein gebracht werden.

Dabei handelt es sich um eine auf die Gegenwart übertragbare Kategorie, die im Rahmen des Projekts einerseits in ihrer in der Vergangenheit (vermeintlich) realen Ausprägung aufgearbeitet werden soll, andererseits aber – und damit ist der Kern des beantragten Projekts angesprochen– einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich werden soll. Aus diesem Grund steht im Zentrum des Vorhabens die Konzeption und Realisierung Digital Clip Kit’s (DCK) , der über eine Webpräsenz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Dieser DCK wird aus einzelnen Clips bestehen, deren Inhalte von den einzelnen Kooperationspartnern vor Ort erarbeitet werden soll. Die Konzeption und Koordination dieser Arbeit erfordert das wiederholte Zusammenkommen aller Beteiligten, das in Form von halbjährlich an wechselnden Orten stattfindenden Workshops realisiert werden soll. Eine enge Zusammenarbeit ist notwendig, damit die Clips einem zu Beginn des Projekt gemeinsam zu erarbeitenden Muster entsprechen, was Voraussetzung dafür ist, dass sie in unterschiedlichen Kombinationen zusammengefügt werden können, so dass unterschiedliche Filme entstehen, die unterschiedlichen historischen Narrationen entsprechen: Clip based Stories (CbS). Gedacht ist dabei nicht nur an europäische, nationale oder lokale, bi- und multilateral vergleichende und multiperspektivische Narrationen, die an unterschiedlichen Lernorten, nicht zuletzt in historischen Expositionen, zum Einsatz gebracht werden können. Zugleich wird die Möglichkeit ins Auge gefasst, durch CbS monokausale und monoperspektivische Filmsequenzen entstehen zu lassen.


2020: Schwedt feiert 755. Stadtjubiläum

Anlässlich des 755. Stadtjubiläums findet vom 25. bis 27. September 2020 in Leverkusens Partnerstadt Schwedt/Oder ein historisches Stadtfest mit dem Motto „Stadtkultur am Fluss“ statt.

Gefeiert wird vom Bollwerk bis zum Sportplatz Dreiklang. Auf den Bühnen vor dem Theater, im Hugenottenpark und am Bollwerk, in der Auguststraße, auf dem Kirchplatz und dem Platz der Befreiung wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Im Stadtpark entsteht ein historischer Markt, im Hugenottenpark wird das Dragonerlager aufgeschlagen. Der Rummel mit Riesenrad findet auf dem Alten Markt und in der Berliner Straße seinen Platz.

Atemberaubende Hochseilartistik präsentieren die Geschwister Weisheit aus Gotha auf der Lindenallee. In einem Heißluftballon am Kran kann man Schwedt aus der Vogelperspektive betrachten. Auf dem Sportplatz Dreiklang findet ein Traditionsfußballturnier statt.

Am Freitagabend wird es in der evangelischen Kirche ein Eröffnungskonzert geben. Für Samstag findet der 15. Schwedter Nationalparklauf statt. Am Abend ist eine Abendgala auf der Hauptbühne vor den Uckermärkischen Bühnen mit Feuerwerk geplant. Der traditionelle Festumzug führt am Sonntag die Lindenallee entlang bis zu den Uckermärkischen Bühnen. Hier finden Sie den Stadtfest-Flyer.

Der OGV will mit einer kleinen Delegation an diesem Wochenende unsere Freunde in Schwedt/Oder besuchen. Alle, die Interesse haben an dem Festwochenende nach Schwedt zu reisen, werden gebeten, sich bis zum 31. März 2020 über geschaeftsstelle(at)ogv-leverkusen.de schriftlich zu melden. Die Reisekosten (inkl. Übernachtung und Frühstück) liegen zwischen € 150,00 und € 180,00.


Ausschreibung Liedtke-Wichmann-Preis 2020 - bitte Vorschläge einreichen!

Aus Anlass des 90jährigen Stadtjubiläums Leverkusens im Jahr 2020 möchte der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen eine Person oder Organisation mit dem Liedtke-Wichmann-Preis auszeichnen, die sich um die Leverkusener Stadtgeschichte verdient gemacht hat.

Vorschläge können bis zum 15. Mai 2020 mit einer entsprechenden Begründung an den OGV gesendet werden. Eine unabhängige Jury trifft anschließend die Wahl des Preisträgers. Die Preisverleihung erfolgt im September 2020 im Rahmen der Festveranstaltung des OGV.

Gertrud Liedtke (1943-2012) und Alfried Wichmann (1921-2012) waren in ihrem beruflichen und außerschulischen Leben immer durch ihr Bemühen um die Lokal- und Regionalgeschichte geprägt. Hierbei zeichnete beide ihr Ansatz, Geschichte für „Jedermann“ erfahr- und erlebbar zu machen, aus. Ihre besondere Aufmerksamkeit galt der Förderung bürgerschaftlichen Engagements im Rahmen von Geschichtsarbeit in der Stadt Leverkusen. Dies zeigt sich auch in ihrem persönlichen Einsatz für die Vereine der Stadt Leverkusen.

Ihr besonderes Engagement auch in den Funktionen als Ehrenvorsitzende und Ehrenbeisitzer galt der Entwicklung und inhaltlichen Arbeit des Opladener Geschichtsvereins von 1979 e.V. Leverkusen. Hierbei förderten beide in besonderer Weise das Engagement von jüngeren Mitbürgern, die sich für die Belange der Stadtgeschichte einsetzten. Ohne zu reglementieren oder gar zu Gängeln schufen sie eine Atmosphäre und Arbeitsgrundlage für die Entwicklung von lokaler Geschichtsarbeit durch eine „neue Generation“ mit deren Fragen und teilweise neuen Ansätzen.

Beide haben sich vielfältig um die Geschichtsarbeit in Leverkusen und der Einrichtung einer Dauerausstellung zur Stadtgeschichte verdient gemacht.

Der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen möchte den bürgerschaftlichen Geist, in dem Gertrud Liedtke und Alfried Wichmann nachhaltige Impulse und Ergebnisse für die stadtgeschichtliche Arbeit gegeben haben, fördern und bewahren. Aus diesem Grunde sollen künftig Bürger und Organisationen, die sich besondere Verdienste um die lokal- und regionalgeschichtliche Arbeit erworben haben, mit dem u.a. mit einer Geldzuwendung von € 500,00 dotierten Liedtke-Wichmann-Preis ausgezeichnet werden.


Neues spannendes Aufgabenfeld: Webmaster im OGV

Das Internet und soziale Netzwerke spielen mehr und mehr eine zentrale Rolle in der Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit - auch im OGV!

Der OGV ist mit einer Webseite und drei Projektwebseiten im Internet sowie mit einem Vereinsprofil und einem Projektprofil in sozialen Netzwerken (Facebook, Instagram und Twitter) präsent. Informationen über die Vereinsaktivitäten sowie historische Inhalte werden in diesen Präsenzen sowie über Newsletter per eMail an Interessierte bereitgestellt.

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass sich tagesaktuelle Informationsbereitstellung und breite Verteilung aus einer Hand äußerst positiv auswirken. Darüber hinaus planen wir die Weiterentwicklung unserer Webpräsenz zu einem Leverkusener Online-Geschichtsportal.

Es wurde daher beschlossen, die Funktion eines Webmasters zu etablieren, der, einzeln oder im Team, zentral die "Webpräsenz" des OGV steuert und weiterentwickelt.

Wir würden uns freuen, über diesen Weg ehrenamtliche Interessenten für diese spannende und wichtige Aufgabe, die mittlerweile auch satzungstechnisch verankert ist, für den Verein zu gewinnen.

Interessierte werden gebeten, sich per eMail an geschaeftsstelle(at)ogv-leverkusen.de zu wenden. Wir hoffen auf ein positives Feedback.


T E R M I N H I N W E I S E

Auf Grund der Corona-Krise finden (vorerst) bis zum 30. Juni 2020 keine Veranstaltungen statt.


Aus aktuellem Anlass folgend ein Aufruf der Stadt Leverkusen:

In den Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete gilt derzeit ein Besuchsverbot. Mit schwerem Herzen haben wir dies veranlasst, um die zahlreichen Menschen, die der Risikogruppe angehören, zu schützen.

Dennoch ist es möglich die Bewohner*innen der Unterkünfte zu unterstützen. Derzeit gibt es glücklicherweise noch keinen bestätigten Fall in den Unterkünften, trotzdem rechnen wir damit, dass unsere Klient*innen früher oder später Hilfe benötigen. Einen konkreten Bedarf gibt es schon jetzt: Für die Arbeit in den Einrichtungen werden selbstgenähte Mundschütze benötigt. Wir freuen uns über Unterstützung.

Wenn Sie sich vorstellen können, uns zu unterstützen, antworten Sie mir gern auf meiner E-Mail-Adresse (david.nelson(at)stadt.leverkusen.de). Wenn Sie Ihr Engagement gern breiter streuen möchten und auch für Menschen außerhalb der Geflüchtetenunterkünfte anbieten wollen, wenden Sie sich bitte an Hieronymus Messing (hieronymus.messing(at)caritas-leverkusen.de), der dies im Auftrag der Stadt bei der Caritas koordiniert.


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Herausgeber:
Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen
Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte, Haus-Vorster Str. 6, 51379 Leverkusen (Opladen)
www.ogv-leverkusen.de

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