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Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen
Aktuell
Ausgabe 9 / 2018

Editorial von Gregor Schier und Jochen Simon - Untere Denkmalbehörde Stadt Leverkusen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Entdecken, was uns verbindet“  ist nicht nur das Motto des Tags des offenen Denkmals in diesem Jahr. Dieser Satz zeigt uns vielmehr, was Geschichtsarbeit im allgemeinen ausmacht: Die Suche, Erforschung und Dokumentation unserer gemeinsamen Wurzeln. Sei es auf lokaler Ebene als Einwohner eines Stadtteils, einer Kommune oder sogar grenzüberschreitend. Denn die Gemeinsamkeiten sind es, die dann auch z.B. bei Ausstellungen die Akzeptanz und ein „wir“-Gefühl ausmachen. Und so schließt sich dieser Kreis wieder in der gemeinsamen Anstrengung um das 15. Geschichtsfest, welches verschiedenste Aktivitäten wie die Ausstellungen in der Villa Römer oder die Fahrten zu historischen Bauwerken beinhaltet, um einem möglichst großen Publikum eben diese historischen Gemeinsamkeiten zu präsentieren.

Ihre Untere Denkmalbehörde Leverkusen

Gregor Schier und Jochen Simon


A K T U E L L E S

Ausstellung "KRIEGSENDEN in europäischen Heimaten" wird eröffnet

Herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung!

Samstag, 8. September 2018, 11 Uhr
Villa Römer -Haus der Stadtgeschichte-, Haus-Vorster Str. 6 in 51379 Leverkusen-Opladen

"Wie ein Krieg zu Ende geht oder: Kriegsende in …
… Leverkusen, Bracknell, Jülich, Ljubljana, Ratibor, Schwedt und Villeneuve d’Ascq.

Bis auf Jülich sind das Partnerstädte Leverkusens und Heimatstädte von Menschen, die 1914 auf verschiedenen Seiten der Front standen.

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges schied Laibach aus der Donaumonarchie der Habsburger aus und wurde unter dem Namen Ljubljana 1918 zu einem Teil des neu gegründeten Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen. Im schlesischen Ratibor, das zum Deutschen Reich gehörte, fand 1921 eine Volksabstimmung statt, bei der die Mehrheit der Bevölkerung für einen Verbleib im Deutschen Reich votierte. Damit wurden Gebietsansprüche Polens zwar abgewiesen, aber die Stadt geriet in eine Grenzlage zwischen Polen und der Tschechoslowakei.

Aus Villneuve d’Ascq war die deutsche Besatzung bereits im März 1918 abgezogen und das politische und gesellschaftliche Leben kam allmählich wieder in Gang. Für Bracknell änderte sich durch das Ende des Krieges wohl am wenigsten, denn es lag weit ab vom Kriegsgeschehen.

Das galt zwar auch für Jülich, Schwedt und Leverkusen. Doch als Garnisonsstädte wurden sie zu Standorten, in die nun Besatzungstruppen einzogen, die in Leverkusen bis 1926, in Jülich bis 1929 dort stationiert blieben. Britische, französische und belgische Soldaten gehörten fortan ebenso zum Stadtbild, wie die Kasernen, in denen sie untergebracht waren, und die Unterkünfte, die für sie errichtet wurden. – Der Krieg war 1918 noch lange nicht zu Ende.

Der Krieg hatte das Leben in der Heimat erheblichen Veränderungen unterworfen. Nun galt es wieder nach vorne zu blicken: Politik und Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur mussten neu organisiert werden. Angesichts politischer Unruhen und allgemeiner Desorientierung, die vor allem durch den Sturz der Monarchien in Deutschland und Österreich ausgelöst worden waren, eine schwere Aufgabe. Eine Herausforderung, die sich in Bracknell ganz anders darstellte als in Ljubljana, für welches das Kriegsende einem Neuanfang gleichkam. Ein Neubeginn musste allerdings nach der deutschen Besatzung auch in Villneuve d’Ascq stattfinden und in Ratibor, das sich 1921 in einer neuen Lage befand. Und vom Leben im Krieg mussten sich auch die Menschen in Jülich, Schwedt und Leverkusen auf ein Leben nach dem Krieg umstellen.

Das Kriegsende erforderte einen Neuanfang. Die Euphorie, die zu Beginn des Krieges auf deutscher Seite geherrscht hatte, war vielerorts der Ungewissheit gewichen. Wie sollte es weitergehen?

Diese Frage stellte sich in allen europäischen Heimaten. Aber alle standen sie vor unterschiedlichen Herausforderungen. Deshalb haben die Menschen das Kriegsende ganz unterschiedlich empfunden, in Leverkusen …"

Erfahren Sie mehr in unserer Ausstellung!

KRIEGSENDEN in europäischen Heimaten

Zur Vervollständigung des Blicks auf den Ersten Weltkrieg wird die zweite Ausstellung vom 08. September 2018 bis zum 10. Februar 2019 mit dem Titel „KRIEGSENDEN in europäischen Heimaten“ präsentiert.

Ziel dieser Ausstellung ist es, die Bedeutung und Nachwirkungen von Krieg allgemein und des Ersten Weltkrieges im Besonderen auf lokaler Ebene im europäischen aber auch im nationalen Vergleich darzustellen. Hierbei sind das Zusammendenken von Anfang und Ende des Kriegs wie auch die Wahrnehmung von Krieg „vor Ort“ bestimmende Merkmale. Besondere Bearbeitungsschwerpunkte stellen das Kriegsende als schleichender/differenzieller Übergang und die Heimat als soziale Kategorie dar.

Thematisiert werden sollen:

  • Kriegsende / Neuanfang in europäischen Heimaten
  • „Kriegserleben“ in europäischen Heimaten
  • „Kriegserinnerung“ in europäischen Heimaten

Die Fragen nach dem Endpunkt des Krieges bzw. nach dem Neuanfang und dessen Zeitpunkt wie auch die Erfahrungen von Krieg vor Ort erklären unterschiedliche Formen der Erinnerung und der Bedeutung von Krieg in unterschiedlichen europäischen Heimaten bis heute.

Die Leitfrage der Ausstellung im Jahr 2018 lautet „Kriegsende: Ende oder Neuanfang?“ und führt zu folgender geplanten Ausstellungskonzeption (im Prinzip identisch mit der Konzeption der ersten Ausstellung):

  1. Was heißt, der Krieg ist zu Ende?
  2. Wie geht der Weg in den verschiedenen Heimaten zu Ende? Wie startet ein neuer Weg?
  3. Leben im Krieg - Erleben im Krieg in europäischen Heimaten
    1. Krieg verändert das Leben der Frauen
    2. Krieg verändert die Arbeitswelt
    3. Militär wird zum Teil des Alltags
    4. Kirchen – „Erfüllungsgehilfen“ von Staat und Verwaltung“
    5. Krieg und Kriegsende in der Öffentlichkeit
    6. Kinder im Krieg
    7. Krieg will verwaltet werden
  4. Deutungen und Erinnerungen „Erster Weltkrieg
  5. Erster Weltkrieg als Erinnerungsort

Ein umfangreiches und vielseitiges Begleitprogramm wird angeboten!

Begleitprogramm "1918: Zum Ende eines Krieges"

in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen

Herzliche Einladung: 15. Geschichtsfest am 9. September 2018!

Am 9. September 2018 findet zum 15. Mal das Geschichtsfest in und um die Villa Römer statt.

Die Schirmherrschaft des Geschichtsfestes wird durch den Leverkusener Oberbürgermeister, Uwe Richrath, übernommen. Das diesjährige Geschichtsfest führen OGV und untere Denkmalbehörde in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen und dem Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Opladen e.V. von 1874 durch.

Das Motto des diesjährigen Tag des offenen Denkmals lautet

„Entdecken, was uns verbindet“.

2018 steht darüber hinaus im Zeichen verschiedener Jubiläen, die wir im Rahmen des Geschichtsfestes würdigen wollen:

  • 850 Jahre Opladen
  • 25 Jahre Tag des offenen Denkmals
  • 15 Jahre Geschichtsfest in Leverkusen

Sie dürfen sich auf ein spannendes Angebot freuen!

Neben Stadt-Touren finden wiederum Vorträge, Führungen durch die aktuellen Ausstellungen, ein Tag der "offenen Villa", Konzerte und Gastronomie im Zeitraum von 9 bis 21 Uhr statt.

Weitere Informationen unter www.geschichtsfest.de.

Fotomotiv-Kalender 2019 jetzt erhältlich!

Der Fotomotiv-Kalender 2019 des OGV mit dem Titel "Entdecken, was und verbindet in Leverkusen" mit den historischen Motiven zum gleichlautenden Motto des 25. Tages des offenen Denkmals ist erschienen und zum Preis von € 7,50, in der Villa Römer und in den Fililalen der VR Bank eG Bergisch Gladbach-Leverkusen erhältlich.

Der Kalender wird im Zeitraum 6. bis 9. Dezember 2018 auch auf dem Opladener Weihnachtsmarkt "Bergisches Dorf" verkauft.

Ausrichter, Kooperationspartner und Sponsor stellten 15. Geschichtsfest vor

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen und die Untere Denkmalbehörde als Ausrichter, die Volkshochschule Leverkusen und der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Opladen e.V. von 1874 als Kooperationspartner und die VR Bank eG Bergisch Gladbach-Leverkusen das Programm und die Inhalte des 15. Geschichtsfestes am 25. Tag des offenen Denkmals der Öffentlichkeit vor. (Fotos: Christian Drach)

Erfolgreiche Integrationsausstellung ab 25. September 2018 im Forum Leverkusen

Vom 25. September bis 30. Oktober 2018 zeigt der OGV in Kooperation mit der VHS Leverkusen und dem Integrationsrat der Stadt Leverkusen im Forum, Foyer Obergeschoss, Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen jeweils Montag bis Freitag von 9:00 bis 20:00 Uhr sowie am Wochenende während der Veranstaltungen seine erfolgreiche Ausstellung "Angekommen - Angenommen. Leverkusener Integrationsgeschichte(n) seit 1945".

Hierzu laden wir hezlich ein!

MONTANUS 17 erscheint am 3. Oktober 2018

Der neue MONTANUS 17/2018 mit dem Titel "Leverkusener Wirtschaftsgeschichte" herausgegeben vom renommierten Wirtschaftshistoriker Ulrich S. Soènius erscheint am 3. Oktober 2018 und umfasst mehr als 320 Seiten und zahlreiche Abbildungen. Er ist zu Preis von € 24,80 beim OGV und im örtlichen Buchhandel erhältlich.

Zum Inhalt: "Im Jahr 1856 beschloss Carl Leverkus, Eigentümer einer Fabrik zur Herstellung künstlichen Ultramarinblaus, sein Unternehmen von Wermels­kirchen an den Rhein bei Wiesdorf zu verlagern. Diese Entscheidung sollte die Geschichte der nach der Fabrikansiedlung benannten Stadt Leverkusen maßgeblich prägen. Der vorliegende Band widmet sich der zentralen Bedeutung der Wirtschaft für die Geschichte der Stadt. Die Autorinnen und Autoren stellen die Wirtschaftsentwicklung in Leverkusen von der vorindustriellen Zeit bis zur Gegenwart dar und berücksichtigen auch die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, denen sie unterworfen war. Schwerpunkte bilden dabei die Standortfaktoren, die für Ansiedlungen von Unternehmen entscheidend waren, das Zusammenspiel zwischen Wirtschaftsunternehmen und der Bevölkerung und die Wechselwirkungen zwischen der Wirtschaft und der Entwicklung des Stadtbildes und der Infrastruktur."

OGV-Vorstand plant zukünftige Aktivitäten in der Villa Römer

Auf der Treppe (v.l.n.r.): Michael D. Gutbier, Manuel Klüser, Lars Richter, Stefanie Weyer, Uwe Bräutigam, Ernst Küchler; unten (v.l.n.r.): Christian Drach, Renate Blum, Suzanne Arndt, Maria Lorenz und Arne Buntenbach; es fehlen: Guido von Büren, Alexander Dederichs, Manfred Heil, Christian Hellmann, Lucas Melzig, Jan Musiol, Gregor Nave und Gerd Struwe. (Foto: Willy Borgfeldt)

T E R M I N H I N W E I S E

Anmeldungen zu den Fahrten des OGV können hier erfolgen!


1914 - 1918: Erster Weltkrieg - Erinnern an diesen Krieg in Leverkusen

Der Erste Weltkrieg kann aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet werden. 2018 beschäftigt sich der OGV mit dem "Kriegsende" und dem "Kriegserinnern" im Rahmen des auf mehrere Jahre angelegten Projektes „Der Erste Weltkrieg – Euphorie und Neuanfang – Entwicklungen und Wahrnehmungen in europäischen Städten 1914 und 1918“, welches mit seinem kommunalen Blickwinkeln und abseits vom unmittelbaren Kriegsgeschehen neue Perspektiven auf die Bedeutung des Ersten Weltkriegs für Europa und seine Menschen bietet. An dem Projekt beteiligen sich neben Mitgliedern der Geschichtsvereine und Museen in Bracknell, Jülich, Leverkusen, Ljubljana, Ratibor, Schwedt und Villeneuve d’Ascq, dem Haus der Stadtgeschichte Leverkusen und den Stadtarchiven auch Universitäten und Schulen in den projektbeteiligten Städten sowie freie Mitarbeiter.

In unserem Newsletter wird Christian Drach 2018 monatlich Beispiele des "Kriegserinnerns" in Leverkusen vorstellen und somit auch neugierig auf unsere Ausstellung „1918: Zum Ende eines Krieges. Der Ausgang des Ersten Weltkrieges in sieben europäischen Heimaten“ (08. September 2018 bis 10. Februar 2019) in der Villa Römer und die Ende 2018 erscheinende umfangreiche Publikation im Rahmen der Schriftenreihe MONTANUS machen.

Gedenksteine auf der Sportanlage Birkenberg in Opladen

Der Sportplatz Birkenberg existiert bereits seit 1903. Max Römer ermöglichte damals den Bau der Sportanlage mit einer Spende. Der 1901 gegründete und 1981 aufgelöste Ballspielverein Opladen 01 e.V. nutzte ebenso die Sportanlage wie der Turn- und Sportverein 1882 Opladen. Noch heute dient der Sportplatz Birkenberg der Leichtathletik-Abteilung des TuS Opladen als Trainingsstätte. Während des Ersten Weltkrieges wurden fast alle waffenfähigen Männer dieser Vereine für den Fronteinsatz einberufen. 1914 zählte der TuS Opladen etwa 100 Vereinsmitglieder, von denen zwölf Kameraden im Ersten Weltkrieg fielen. In Erinnerung an ihre gefallenen Vereinsmitglieder haben beide Vereine Gedenksteine auf der Sportanlage errichtet.

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Herausgeber:
Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen
Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte, Haus-Vorster Str. 6, 51379 Leverkusen (Opladen)
www.ogv-leverkusen.de

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