Veranstaltungsreihe

"Geschichte, Kultur, Denkmal"

in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen

Das Veranstaltungsformat „Geschichte im Stadtgebiet“ umfasst ganz unterschiedliche Veranstaltungsangebote (Vorträge, Diskussionen, Konzerte, Besichtigungen, Filmvorführungen, ...), welche nicht in der Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte, sondern an unterschiedlichen Orten im gesamten Leverkusener Stadtgebiet durchgeführt werden.

Als Teilprojekt von >LEV< Leverkusen – Stadtgeschichte mit Zukunft soll im Rahmen des Veranstaltungsformates der Thematik „Geschichte, Kultur, Denkmal“ nachgegangen werden.

Die Stadtentwicklung Leverkusens ist entscheidend geprägt durch die industrielle Entwicklung des Stadtgebietes im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Zahlreiche Gebäude, Anlagen und Denkmäler zeugen von dieser Zeit.

Zahlreiche ehemalige Wohnhäuser, Villen, Industriebauten und andere öffentliche Bauten erinnern heute als Denkmäler an ihre historische Funktion und Bedeutung für die Stadtgeschichte. Darüber hinaus werden viele dieser Denkmäler heute als kulturelle Orte genutzt und erfahren. Dieser Wechselwirkung und Geschichten soll in Besichtigungen und Vorträgen vor Ort Rechnung getragen werden.



Alle Vortrags- und weitere als hybrid oder virtuell gekennzeichnete Veranstaltungen können auch im virtuellen Veranstaltungsraum besucht werden.
 

Für alle Veranstaltungen ist eine vorherige Online-Anmeldung notwendig. Vielen Dank.
 


6. April 2022: "Freudenthaler Sensenhammer"

Referent: Jürgen Bandsom

Der Freudenthaler Sensenhammer. Von einer frühindustriellen Fabrik zum Museum und Kulturort.

Der Freudenthaler Sensenhammer ist eine Schmiede, in der Sensen und Sicheln industriell hergestellt wurden. Als Warenzeichen wurde ein stilisiertes Herz verwendet. Die „Herz-Sensen“ standen für sehr hochwertige Produkte.

Schon 1778 wurde ein erstes Hammerwerk im Freudenthal bei Schlebusch erwähnt. Ab 1837 übernahm die Familie Kuhlmann den Standort und stellte dort in frühindustrieller Fertigung Sensen und Sicheln her. Dabei wurde die Wasserkraft der Dhünn erst durch Wasserräder und später mittels Turbinen genutzt. 1914 wurden von ca. 70 Arbeitern um die 200.000 Sensen hergestellt und in ganz Europa vertrieben. 
Die Mechanisierung der Landwirtschaft hatte zur Folge, dass weniger Sensen benötigt wurden und der Betrieb 1987, nach 150 Jahre „Kuhlmann Söhne“ stillgelegt werden musste.  

Ein Förderverein konnte das denkmalgeschützte Ensemble mit den funktionierenden Maschinen und Anlagen übernehmen und seit 2005 als „lebendiges“ Museum der Öffentlichkeit präsentieren. Dabei gibt eine Dauerausstellung Einblicke in die kulturhistorische Geschichte der Sensen und die Produktion vor Ort. Es finden zudem regelmäßige Schmiedevorführungen an den historischen Maschinen statt. 

Außerdem ist der „Sensenhammer“ heute ein Ort, an dem Konzerte, Theatervorführungen, Ausstellungen und pädagogischen Programme stattfinden. 
Die Führung möchte neben der Geschichte der Fabrik und der frühindustriellen Technik der Sensenherstellung auch den Weg des Museums zwischen Erhaltung, Kultur, Bildung und Denkmalpflege thematisieren.

Aufgrund der gültigen Covid19-Hygienerichtlinien ist die verbindliche Anmeldung zwingend notwendig!

Mittwoch, 06. April 2022, 18:30 Uhr, Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer, Freudenthal 64, 51375 Leverkusen (Schlebusch) (in der Reihe „Geschichte im Stadtgebiet“)


Dies ist eine hybride Veranstaltung.


3. August 2022: "Villa Wuppermann"

Referent: Jochen Simon

Die Villa Wuppermann ist eine ehemalige zweigeschossige Fabrikantenvilla in Leverkusen-Schlebusch.

Im Jahre 1844 erwarb der Mülheimer Tuchfabrikant Christoph Andreae, ein Nachkomme des gleichnamigen Christoph Andreae, ein Grundstück an der Dhünn, welches zu den Ländereien um Morsbroich gehörte. Elf Jahre später ließ er dort einen Sommersitz im Stil eines Schweizer Landhauses errichten. Es handelt sich um ein Holzhaus mit Balkonen und Veranden sowie weit über die Wand hinausragenden flachen Dächern. Die hölzernen Balken und Balustraden sind mit zahlreichen feinen Schnitzereien verziert.

Nach mehreren Umbauten und Erweiterungen kaufte im Jahre 1885 der Industrielle Heinrich Theodor Wuppermann die Villa von der Witwe von Christoph Andreae.

1987 erwarb die Stadt Leverkusen die Villa zusammen mit dem großzügigen Park, nachdem sie bis dahin im Familienbesitz Wuppermann war. 1991 begann der Umbau der denkmalgeschützten Villa Wuppermann zum heutigen Bürgerzentrum, in dem u. a. Veranstaltungen, Tagungen, Seminare, Hochzeiten und andere Events stattfinden. Zugleich ist die Villa Sitz des Bezirksbürgermeisters des Stadtbezirkes III.

Zeitgleich mit dem Bau des Landsitzes entstand um die Villa herum ein großer Garten im Stil eines englischen Landschaftsparks. Das Erdgeschoss beherbergt ein Kaminzimmer mit Empfangsraum und Bibliothek. Kleinere Räume, die sich beispielsweise für Seminare eignen, befinden sich im ersten Obergeschoss sowie im Dachgeschoss.

Aufgrund der gültigen Covid19-Hygienerichtlinien ist die verbindliche Anmeldung zwingend notwendig!

Mittwoch, 03. August 2022, 18:30 Uhr, Villa Wuppermann, Mülheimer Straße 14, 51375 Leverkusen (Schlebusch) (in der Reihe „Geschichte im Stadtgebiet“)


Dies ist eine hybride Veranstaltung.


5. Oktober 2022: "Erholungshaus"

Referent: N.N.

Die Bayer AG betreibt seit 1908 ein eigenes Konzert - und Theaterhaus am Standort Leverkusen, das Erholungshaus. Heutzutage finden hier jährlich rund 120 Veranstaltungen in den Bereichen Musik, Tanz, Theater und Kunst statt.

Architektonisch wurde das Erholungshaus im neobarocken Stil ausgestaltet. Die Bauleitung lag in den Händen der Bauabteilung der Farbenfabriken, vorm. „Friedrich Bayer und Co.“, unter der örtlichen Leitung von Baumeister Blatzheim. Der Bauantrag wurde am 8. September 1906 gestellt, nachdem die Idee im vorausgegangenen Sommer entstand. Zwei Jahre darauf, am 13. September 1908, feierte das Erholungshaus seine Einweihung.

Das Gebäude gliederte sich zu seiner Entstehungszeit in zwei Abschnitte: der linke Gebäudeteil nahm im Erdgeschoss die Räume für die Tagesrestauration, den Billardsaal, das Lesezimmer sowie die Buffet-, Küchen und Toilettenräume auf. In der darüber liegenden Etage darüber befanden sich die Probenräume, ein Sitzungszimmer und die Wohnung des Gastronomen, im Souterrain die Wirtschafts- und Haushaltskeller, sowie die Fleisch- und Bierkühlräume. Der rechte Gebäudeteil enthielt eine große Saalanlage mit eingebauten Galerien und angebauter Bühnenanlage. Im Souterrain gab es zwei Doppelkegelbahnen. Unter dem Bühnenraum waren die Garderoben-, Wasch- und Baderäume der Turner untergebracht. Die Saalanlage diente den verschiedenen Arbeitervereinen zur Abhaltung ihrer Vereinsfestlichkeiten, dem Turnverein als Turnhalle und als Festsaal für Arbeiter- und Fabrikfeste.

Aufgrund der gültigen Covid19-Hygienerichtlinien ist die verbindliche Anmeldung zwingend notwendig!

Mittwoch, 05. Oktober 2022, 18:30 Uhr, Erholungshaus, Nobelstraße 37, 51373 Leverkusen (Wiesdorf) (in der Reihe „Geschichte im Stadtgebiet“)


Dies ist eine hybride Veranstaltung.


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