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Ausgabe 2 / 2026
Editorial
Liebe Mitglieder, Freunde und Interessierte des OGV,
nach dem Start ins Veranstaltungsjahr 2026 blicken wir bereits auf zwei gut besuchte Aktivitäten im Januar zurück – und freuen uns zugleich auf ein abwechslungsreiches Programm, das noch einige weitere Höhepunkte verspricht.
Im Rahmen der Neujahrsmatinee hat sich der OGV – gemeinsam mit Bergischem Geschichtsverein und VHS – den bewegten Zeiten des demokratischen Neubeginns nach 1945 gewidmet und die Neu- bzw. Wiedergründung der politischen Parteien im Raum Leverkusen veranschaulicht. Die Beiträge dokumentierten, wie wichtig die lokale politische Erinnerungsarbeit für unser heutiges Verständnis von Demokratie ist, machten aber auch deutlich, dass hier noch einiges an Recherchearbeit zu leisten ist.
Ebenfalls auf großes Interesse stieß die Fahrt des OGV nach Bonn und Rhöndorf. Der Besuch der neu eröffneten Dauerausstellung im Haus der Geschichte sowie des Adenauer-Hauses in Rhöndorf bot nicht nur spannenden Einblicke in die aktuelle museale Geschichtsarbeit, sondern auch zahlreiche Anregungen für gemeinsame Gespräche.
Die Arbeit in den neu formierten Arbeitsgruppen hat inzwischen Fahrt aufgenommen. Die Schwerpunkte liegen derzeit vor allem auf dem Thema Stadt – und behandeln so wichtige Bereiche wie Stadträume, Stadtplanung und Geschichtswege. Interessierte und Engagierte sind herzlich eingeladen, eigene Ideen einzubringen und mitzuwirken. Nähere Informationen und Kontaktadressen finden sich in diesem Newsletter. Sie finden dort auch weitere Details zum kommenden Vortrag von Wolfgang Rosen, der als Herausgeber des Rheinischen Städteatlas am 4. Februar 2026 in der Villa Römer die Entwicklung und Typologie der Städte im Rheinland beleuchtet.
Ein besonderer Hinweis gilt der neugestalteten Programm-Website vom Opladener und Jülicher Geschichtsverein, die die enge Kooperation beider Vereine untermauert. Hier finden Sie nicht nur das vollständige Jahresprogramm 2026, sondern auch detaillierte Hinweise zu den jeweiligen Aktivitäten im laufenden Monat. Ein Besuch unter https://jgvogv.de lohnt sich!
Anregende Lektüre wünscht im Namen des OGV
Prof. Dr. Jürgen Mittag
stv. Vorsitzender
Volle Villa Römer bei zweiter Leverkusener Geschichtsmatinee
OGV, BGV und VHS blicken auf demokratischen Neubeginn nach NS-Diktatur
von Jörn Wenge
Rund 70 Geschichtsinteressierte haben am Sonntag den 11. Januar 2026 die zweite Leverkusener Geschichtsmatinee in der Villa Römer besucht. Mit Expertinnen und Experten für die regionale und lokale Parteiengeschichte rückte der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen den demokratischen Neubeginn in Leverkusen und Opladen nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft in den Fokus. Schließlich wurde vor 80 Jahren im damaligen Hotel zur Post in Opladen die FDP gegründet. Die Matinee, die der OGV mit dem Bergischen Geschichtsverein und der VHS Leverkusen ausrichtete, widmete sich aber generell der Neuformation der demokratischen Kräfte nach dem Ende der NS-Diktatur. Besonders im Fokus standen dabei neben der FDP die Neugründung der CDU und das Wiedererstarken der SPD.
In Vertretung des Oberbürgermeisters begrüßte der Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks II, Martin Krampf, die Gäste und würdigte das die Initiative der Veranstalter. Der OGV-Vorsitzende Michael D. Gutbier sagte, die Matinee zeige exemplarisch, was „lokale Geschichtsarbeit leisten kann: Sie verbindet, öffnet Räume für Austausch und macht Stadtgeschichte lebendig.“
„Demokratisierung unter Kontrolle“
Der stellv. OGV-Vorsitzende Prof. Dr. Jürgen Mittag zeigte, was die Parteienlandschaft in Opladen und Leverkusen vor 1933 charakterisiert hatte und inwieweit die demokratischen Kräfte in der Nachkriegszeit daran anknüpften. Dr. Ines Soldwisch (RWTH Aachen) ging in ihrem Impulsvortrag „Demokratisierung unter Kontrolle – Die Besatzungspolitik im Rheinland“ auf die Rolle der britischen Militärregierung und deren Einfluss auf die politische Neuordnung ein. Gutbier sprach über die Arbeit des Stadtrats-Ausschusses in Opladen als ersten Schritt hin zur Wiederherstellung lokaler Selbstverwaltung.
Starke Anbindung nach Köln bei CDU-Gründung in Leverkusen
Im Anschluss ging es um die Entwicklung der einzelnen Parteien. So beleuchtete Reinhold Braun (BGV) die Rückkehr der SPD nach Verbot und Unterdrückung während der NS-Zeit, während Prof. Dr. Ewald Grothe (Universität Wuppertal) die Entwicklung die liberalen Strömungen nach dem Krieg als eine Findungsphase mit vielen Pfaden skizzierte, aus der die FDP als maßgebliche Formation herausging. Mit Friedrich Middelhauve war ein Wahl-Opladener entscheidend für die Gründung der FDP, der allerdings auch Verbindung zum neonazistischen Naumann-Kreis hielt, wie Grothe aufzeigte. Matthias Itzwerth betonte in seinem Vortrag zur CDU die enge Anbindung an die Kölner Christdemokraten während der Gründungsphase sowie die herausragende Rolle Konrad Adenauers.
Die musikalische Begleitung durch Remigius Brass und der anschließende gesellige Ausklang bei Glühwein, Stollen, Kaffee und Kuchen luden zu vertiefenden Gesprächen und einem weiteren Austausch ein. Die Geschichtsmatinee bildete den Auftakt des Jahresprogramms des OGV unter dem Motto „Freiheit – Stadt – Gesellschaft“.
Herzliche Einladung: Städte im Rheinland – Vortrag von Dr. Wolfgang Rosen am 4. Februar 2026
Vortrag über die vielfältige Städtelandschaft des Rheinlands
Das Rheinland ist eine Region mit einer außergewöhnlich vielfältigen Städtelanddschaft – von alten Residenz- und Handelsstädten über Industriestandorte bis hin zu Verwaltungszentren. Am Mittwoch, 4. Februar spricht Dr. Wolfgang Rosen über die Geschichte und Typologie dieser Städte (18.30 Uhr, Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte, Haus-Vorster Str 6). Rosen ist Herausgeber des Rheinischen Städteatlas und zeigt, wie sich Stadtformen und Stadtfunktionen über die Jahrhunderte gewandelt haben – und welche Bedeutung diese Entwicklungen für das heutige Verständnis von Urbanität im Rheinland besitzen. Der Vortrag ist Teil der Reihe „Geschichte am Kamin“, der Eintritt ist frei.
Mehr Informationen über die weiteren geplanten Vorträge und Exkursionen sowie das gesamte OGV-Programm im Jahr 2026 gibt es unter https://jgvogv.de.
Neue gemeinsame Programmwebsite von JGV und OGV online
Geschichte erleben in Jülich, Leverkusen und darüber hinaus
Die neue Programmseite bündelt das umfangreiche Angebot beider Vereine und macht es für Interessierte aus Jülich, Leverkusen und darüber hinaus leicht zugänglich. Auf der Seite finden Besucherinnen und Besucher:
Exkursionen, Studienreisen und Tagesfahrten,
Vorträge, Gesprächsabende und Diskussionsformate,
Workshops, Ausstellungstermine und öffentliche Veranstaltungen,
sowie digitale Angebote, z. B. virtuelle Vortragsräume und YouTube-Kanäle.
Dabei stehen sowohl gemeinsame Veranstaltungen als auch die spezifischen Programme in Jülich und in Leverkusen im Mittelpunkt. Die Inhalte reichen von geschichts- und kulturwissenschaftlichen Themen über lokal-historische Exkursionen bis hin zu europaweit ausgerichteten Projekten.
Ein gemeinsamer Zugang zu beiden Welten
Die neue Webseite ist über den Menüpunkt „Programm" direkt von den offiziellen Websites des Jülicher Geschichtsvereins und des Opladener Geschichtsvereins Leverkusen erreichbar. Sie bietet eine übersichtliche Struktur, über die Interessierte gezielt Veranstaltungen nach Zeitraum, Ort und Themenfeld filtern können.
Veranstaltungen, die verbinden
Mit der neuen digitalen Plattform verfolgen beide Vereine das Ziel, lokale Geschichtsinteressen, regionalen Austausch und internationale Kooperationen sichtbarer zu machen. Gleichzeitig wird die langjährige Kooperation zwischen JGV und OGV – etwa bei gemeinsamen Studienreisen, dem Austausch zu historischen Themen und der Zusammenarbeit in europaweiten Netzwerken – auf eine neue mediale Basis gestellt.
Interessierte sind eingeladen, die neue Webseite zu besuchen, sich über kommende Veranstaltungen zu informieren und aktiv am vielseitigen Programm teilzunehmen.
Workshops in Leverkusen/Jülich und Oulu in Vorbereitung
Das europäische Kooperationsprojekt StadtRäume / UrbanSpaces ist für das Jahr 2026 mit mehreren Workshop-Formaten konzipiert, die sich mit Demokratiegeschichte und urbanen Räumen in der Zwischenkriegszeit befassen. Ursprünglich vorgesehen waren drei größere Projektbausteine: ein gemeinsamer Workshop in Berlin und Schwedt/Oder, ein Workshop in Leverkusen und Jülich sowie ein internationaler Workshop in Oulu (Finnland).
Im Zuge der weiteren Projektplanung hat sich gezeigt, dass dieses ursprünglich geplante Format in dieser Form im Jahr 2026 nicht vollständig realisiert werden kann. Der gemeinsame Workshop Berlin/Schwedt wird daher auf das kommende Jahr verschoben; der Projektanteil Schwedt/Oder findet 2026 nicht statt.
Fachtag in Berlin am 19. März 2026
Als inhaltlicher Auftakt wird stattdessen am 19. März 2026 ein Fachtag in Berlin durchgeführt. Dieser findet in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung statt, die das Thema „StadtRäume und Demokratiegeschichte in der Zwischenkriegszeit“ im Rahmen ihres eigenen Veranstaltungsprogramms aufgreift und damit einen professionellen Rahmen für den fachlichen Austausch bietet.
Der Fachtag richtet sich insbesondere an Multiplikator:innen der historisch-politischen Bildung, Lehrkräfte sowie historisch Interessierte. Vorgestellt werden das Projekt StadtRäume / UrbanSpaces, pädagogische und digitale Vermittlungsformate sowie Praxisbeispiele zur Arbeit mit Stadträumen als Orten demokratischer Erinnerung. Ein fester Bestandteil des Programms ist zudem eine Exkursion zum Friedhof der Märzgefallenen im Volkspark Friedrichshain. Das detaillierte Programm finden Sie hier.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anmeldung über die Berliner Landeszentrale für politische Bildung erfolgt hier!
Der Berliner Fachtag wird finanziell gefördert durch die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.
Die Teilnahme von Mitgliedern des Projekts StadtRäume aus Leverkusen sowie aus den weiteren Projektstätten ist ausdrücklich erwünscht. Für Fragen zur individuellen Reiseplanung steht unterstützend das DERPART Reisebüro Leverkusen (Frau Esgen) zur Verfügung.
Nächster Projektbaustein: Workshop in Leverkusen und Jülich im Mai 2026
Als nächster Projektbaustein ist ein gemeinsamer Workshop in Leverkusen und Jülich vorgesehen, der vom 7. bis 10. Mai 2026 im Rahmen der Europawoche stattfinden wird.
Ausblick: Oulu und weitere Projektjahre
Der Workshop in Oulu, Kulturhauptstadt Europas 2026, ist mit einer Studienreise verbunden, die vom Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. in Kooperation mit der Deutsch-Finnischen Gesellschaft angeboten wird. Interessenbekundungen und Rückfragen an stadtraeume@ogv-leverkusen.de.
Die weitere Projektplanung von StadtRäume – insbesondere Umfang, Formate und zeitliche Ausgestaltung der Workshops in Oulu sowie in den Folgejahren – ist abhängig von der Einwerbung zusätzlicher Fördermittel, die derzeit aktiv beantragt werden. Nähere Informationen werden zeitnah veröffentlicht.
Ankündigung: Tagesfahrt nach Wesel am 28. März 2026
Die Hansestadt Wesel war im 16. Jahrhundert eine der prosperierendsten Gemeinwesen am Niederrhein. Der Handel über Rhein und Lippe, vor allem mit Tuchen, hatte die Stadt wohlhabend und gegenüber dem klevischen Landesherren eigenständig gemacht. Mit dem Ausbruch des spanisch-niederländischen Krieges 1568 wurde Wesel ein wichtiger Zufluchtsort für Glaubensflüchtlinge aus den Niederlanden. „Vesalia hospitalis“ – das gastfreundliche Wesel – profitierte von der wirtschaftlichen Potenz der Neuankömmlinge, geriet aber immer mehr in den Strudel der Kriege des 17. Jahrhunderts. Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges verlor Wesel seine Unabhängigkeit vom Landesherrn und wurde in der Folgezeit zu einer der größten Festungen am Niederrhein ausgebaut. Neben einem ausführlichen Rundgang durch das historische Zentrum von Wesel mit dem spätmittelalterlichen Wilibrordidom und der jüngst erst rekonstruierten Fassade des Rathauses am Markt, steht eine Führung durch die im Frühjahr 2025 wiedereröffnete Dauerausstellung des LVR-Niederrheinmuseums in der ehemaligen Zitadelle von Wesel mit Geschichten rund um das Leben am Wasser –modern, medial und emotional – auf dem Programm.
Kostenbeitrag € 75,-- (inkl. Eintritt und Führung sowie Kaffeepause) (Mitgliederermäßigung: € 5,--)
Samstag, 28. März 2026 07:30 Uhr Jülich, Bahnhof 08:40 Uhr Opladen, Villa Römer
Mitreisen von 23. bis 26. Mai 2026: Studienreise „Mainfranken“
Die Würzburger Fürstbischöfe und der Deutsche Orden prägten die Region Mainfranken, die heute insbesondere auch für ihren Wein bekannt ist. Bauwerke und Kunstwerke aller Epochen und Stilrichtungen kann man in dieser Kulturregion auf Schritt und Tritt erleben. Neben intensiven Stadtführungen, Besichtigungen und Museumsbesuchen ist auch eine Weinprobe im Exkursionsprogramm vorgesehen.
1. Tag Bad Mergentheim
Bad Mergentheim wurde im Jahr 1058 erstmals erwähnt und war von 1526 bis 1809 Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens. Das Deutschordensmuseum im Deutschordensschloss präsentiert die Geschichte des Deutschen Ordens, die Geschichte Bad Mergentheims, das Mörike-Kabinett, die Abteilung Jungsteinzeit im Taubertal, eine Puppenstubensammlung und die Adelsheim‘sche Altertumssammlung. In der Sammlung des Museums befindet sich auch die von Albrecht Duwe im Maßstab 1:50 rekonstruierte Burg Rehden aus dem Kulmerland. Erwähnenswert ist auch die Berwart-Treppe, eine 1574 von Blasius Berwart erbaute Wendeltreppe. Das Museum Münsterschatz im ersten Stock über der Sakristei des Münsters St. Johannes Baptist zeigt liturgische Gefäße und Geräte von der Spätgotik bis zur Gegenwart.
2. Tag Würzburg
Im Jahr 704 wurde Würzburg erstmals als Befestigungsanlage „Virteburh“ urkundlich („in castello Virteburh“) erwähnt. Bereits im Mittelalter war die Stadt ein bedeutendes wirtschaftliches, geistliches und hoheitliches Zentrum. Bis zur Industriellen Revolution blieb die überregionale Bedeutung hoch. Es entstand ein eindrucksvolles Stadtbild, vergleichbar mit herausragenden mitteleuropäischen Altstädten wie Krakau. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, insbesondere durch den Bombenangriff am 16. März 1945. Beim Wiederaufbau wurden bedeutende Einzeldenkmäler wie die meisten Kirchen der Altstadt äußerlich rekonstruiert, jedoch nur wenige Bürgerhaus-Ensembles und Traditionsinseln. Die ebenfalls im Krieg teilweise schwer beschädigte und anschließend restaurierte Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Eine Stadtführung nimmt die gesamte historische Innenstadt inklusive Festung Marienburg, Residenz, Schottenkirche Don Bosco, Marienkapelle und Universitätskirche in den Blick.
3. Tag Veitshöchheim und Ochsenfurt
Das Schloss Veitshöchheim ist eine ehemalige Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Würzburg, später der Könige von Bayern. Bekannt ist die Schlossanlage für den umgebenden Rokokogarten. Ochsenfurt ist eine Stadt im südlichen Maindreieck. Die historische Altstadt verfügt über eine weitgehend erhaltene mittelalterliche Befestigungsanlage mit zahlreichen Türmen und Stadttoren. Ochsenfurt gehörte früher dem Domkapitel in Würzburg. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 725, als im Auftrag von Bonifatius ein Kloster in der Stadt gegründet wurde, in dem unter anderem Thekla von Kitzingen Äbtissin war. Möglicherweise befand sich bis ins 11. Jahrhundert in Ochsenfurt ein Königshof. Die Mauern und Türme stammen aus dem 14. Jahrhundert. Seit dieser Zeit war die Stadt Teil des Fürstbistums Würzburg, das auch zum Fränkischen Reichskreis gehörte. Erst mit dem Bau der Brücke 1512 gewann Ochsenfurt auch wirtschaftliche Bedeutung. 1525 kam es während der Bauernkriege zu Aufständen. Das neue Rathaus wurde bereits 1497 fertiggestellt. Die St.-Andreas-Kirche wurde 1288 geweiht.
4. Tag Seligenstadt
Seligenstadt ist eine am Main gelegene Stadt und war in karolingischer Zeit von großer Bedeutung. Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung Seligenstadts, damals als Obermühlheim, geht auf die Schenkung Ludwigs I. an Einhard in Michelstadt zurück und datierte, laut einer Abschrift der Schenkungsurkunde im Codex Laureshamensis, vom 11. Januar 815. Die Stadt wurde von Einhard, dem Biographen Karls des Großen, gegründet. Nachdem er das fränkische Domanialgut Obermulinheim 815 von Ludwig dem Frommen als Schenkung erhalten hatte, begründete er hier ein Benediktinerkloster. Bedeutendster Bau Seligenstadts ist die Einhard-Basilika St. Marcellinus und Petrus mit Reliquien der Heiligen Marcellinus und Petrus. Obwohl der Bau im Laufe der Jahrhunderte stark verändert wurde, handelt es sich dennoch um eine der eindrucksvollsten Basiliken mit karolingischer Bausubstanz nördlich der Alpen. Die südlich angrenzende, 1803 aufgehobene Benediktiner-Klosteranlage mit barocken Flügelbauten und großflächigen Hof- und Gartenanlagen wurde in vollem Umfang restauriert.
Kostenbeitrag € 670,-- p. Person im DZ, Einzelzimmerzuschlag € 120,-- (Akzent Hotel Grüner Baum in Dettelbach inkl. Frühstück, Abendessen, Eintritte und Führungsgebühren) (Mitgliederermäßigung: € 20,--)
Samstag, 23. Mai bis Dienstag, 26. Mai 2026 06:45 Uhr Leverkusen-Opladen, Villa Römer 08:00 Uhr Jülich, Bahnhof
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Mitmachen beim OGV – Geschichte gemeinsam gestalten
Du interessierst dich für Geschichte und willst etwas bewegen?
Der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen bietet viele spannende Möglichkeiten, aktiv zu werden – ob im kleinen Rahmen oder mit vollem Einsatz. Jede und jeder ist willkommen!
Aktuelle Mitmachmöglichkeiten:
>LEV< – Stadtgeschichte mit Zukunft: Dialoge, Ausstellungen und neue Formen historischer Vermittlung bis zum 100-jährigen Stadtjubiläum 2030. lev(at)ogv-leverkusen.de
StadtRäume 2.0 / UrbanSpaces: Europäisches Netzwerkprojekt zu Stadtentwicklung, Geschichte und Erinnerungskultur. stadtraeume(at)ogv-leverkusen.de
Leverkusener Geschichtswege: Reale und digitale Rundwege durch die Stadtgeschichte – für alle Altersgruppen. geschichtswege(at)ogv-leverkusen.de
Arbeitsgruppe Geschichtsfest: Kreative Ideen, neue Formate und Organisation des großen Geschichtsfests. geschichtsfest(at)ogv-leverkusen.de
Archivteam & Ausstellungsteam: Mitarbeit bei Sammlungen oder Aufsichten in der Villa Römer. archivteam(at)ogv-leverkusen.de · aufsichten(at)ogv-leverkusen.de
So einfach geht’s: Eintragen, informiert bleiben, mitgestalten.
Trage dich über den nachstehenden Link in der Liste der aktuellen Projekte ein und du erhältst Informationen über unsere Termine und Treffen. Unverbindlich – aber mit Wirkung!
Gemeinsam gestalten wir Geschichte – lebendig, offen und mit Blick auf die Zukunft!
Umfrage zum Geschichtsfest - wir freuen uns auf Ihr Feedback
von Michael D. Gutbier
Wir möchten unser jährliches Geschichtsfest und unsere Angebote am Tag des offenen Denkmals noch besser auf Ihre Wünsche und Interessen abstimmen und freuen uns deshalb sehr über Ihr Feedback. Ihre Meinung hilft uns, die Stadttouren, die Aktivitäten rund um die Villa Römer und auch unseren Denkmalkalender noch attraktiver zu gestalten. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und beantworten Sie die folgenden Fragen. Ihre Teilnahme ist uns sehr wichtig und wir danken Ihnen schon jetzt für Ihre Unterstützung! Hier finden Sie unsere kleine Umfrage online.
Wir fragen Sie zu Themen wie den Stadttouren, den Aktivitäten rund um die Villa Römer, den Konzertwünschen und vielem mehr. Ihr Meinung ist uns wichtig, denn nur so können wir ein Fest gestalten, das allen Freude macht. Bitte klicken Sie rein, geben Sie uns Rückmeldung und gestalten Sie das Geschichtsfest mit! Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Zum Download der Ausgabe 1/26 bitte auf das Bild klicken!
OGV-Kompass: Neues Printformat ergänzt den digitalen Newsletter
von Michael D. Gutbier
Mit dem OGV-Kompass veröffentlicht der Opladener Geschichtsverein von 1979 e. V. Leverkusen erstmals ein ergänzendes Printprodukt zum monatlichen digitalen Newsletter. Der OGV-Kompass erscheint halbjährlich (Januar und Juli) und richtet sich bewusst auch an Menschen ohne digitalen Zugang. Als gedrucktes Informationsmedium bietet der OGV-Kompass einen übersichtlichen, gebündelten Einblick in die vielfältigen Angebote und Aktivitäten des Vereins. Er informiert kompakt über Projekte, Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und Mitwirkungsmöglichkeiten und schafft damit einen niedrigschwelligen Zugang zur Arbeit des OGV.
Während der digitale Newsletter monatlich über aktuelle Entwicklungen informiert, bündelt der OGV-Kompass die zentralen Inhalte in strukturierter Form – zum Mitnehmen, Weitergeben und Nachlesen. Er versteht sich als Orientierungshilfe, als Einladung zur Mitwirkung und als Beitrag zur kulturellen Teilhabe in der Stadtgesellschaft. Der OGV-Kompass liegt bei Veranstaltungen aus und ist in der Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte erhältlich. Er ergänzt künftig dauerhaft die Kommunikationsangebote des OGV.
OGV-Ausstellung "Leverkusener Gesichter - Wir blicken auf unsere Stadt"
Leverkusener Gesichter - Wir blicken auf unsere Stadt ist der Titel einer weiteren Ausstellung des Opladener Geschichtsvereins zum besonderen Stadtjubiläum im Jahr 2025, zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Leverkusen in ihren heutigen Grenzen.
Wie haben Menschen in dieser Stadt die Entwicklung Leverkusens seit der kommunalen Neuordnung zum Jahresbeginn 1975 bis heute erlebt? Alte, junge, verwurzelte wie zugewanderte Menschen mit ganz unterschiedlicher Vita und vielfältigen Lebenserfahrungen berichten von ihren Eindrücken vom Leben in Leverkusen, blicken subjektiv auf Entwicklungen ihres Wohn- und Heimatortes, im Guten wie im Schlechten, verteilen Lob und Kritik, verraten persönliche Vorlieben und Wünsche. Allesamt Frauen und Männer, die Position beziehen und ihr Gesicht zeigen für Leverkusen.
Geschichtsbetrachtung ist immer der Versuch, aus der Vergangenheit zu lernen, das Bewusstsein und den Blick nach vorn zu schärfen. Das ist keine Aufgabe allein für historisch Interessierte, sondern für uns alle als mündige Bürgerinnen und Bürger. Alle für die Ausstellung Befragten haben sich ganz individuell eine kritische Meinung zu ihrer Stadt gebildet und stehen dazu – in meinen Augen ein Beitrag für unsere lebendige Demokratie. Ergänzt werden die Portraits und Stellungnahmen der LeverkusenerInnen durch eine Dokumentation der wesentlichen Ereignisse in der Leverkusener Stadtgeschichte in den Jahren 1975 bis 2025.
Die Ausstellung ist noch bis zum 1. März 2026 an den Wochenenden geöffnet (Ausnahme: Karnevals-Wochende 14-/15.2.)
samstags 15-18 Uhr, sonntags 11-16 Uhr
Der Eintrittspreis beträgt 4,- Euro. Der Besuch der Dauerausstellung ZeitRäume Leverkusen ist ebenfalls zu den genannten Öffnungszeiten möglich. Die Ausstellung kann nach Absprache auch zu anderen Zeiten besichtigt werden.
Sie können noch mehr tun: Werden Sie Mitglied im OGV!
Werde Mitglied im Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen und gestalte die Zukunft unserer Stadtgeschichte mit! Seit 1979 fördert der OGV Bildung und Erziehung im Bereich der Regional- und Lokalgeschichte. Als Mitglied kannst du dich aktiv einbringen und gemeinsam mit engagierten Menschen die Geschichte unserer Stadt lebendig halten. Du kannst deine spezifischen Erfahrungen und Hintergründe einbringen und so die Stadtgeschichte aktiv mitgestalten.
Doch auch als passives Mitglied kannst du einen wertvollen Beitrag leisten: Dein Mitgliedsbeitrag unterstützt das ehrenamtliche Engagement der aktiven Mitglieder und trägt dazu bei, dass der Verein in der Stadtgesellschaft wirksam ist. So oder so leistest du einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung und Vermittlung unserer Geschichte und wirst Teil einer lebendigen Gemeinschaft.
Werde Teil unseres Vereins und gestalte mit!
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Herausgeber:
Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen
Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte, Haus-Vorster Str. 6, 51379 Leverkusen (Opladen)
www.ogv-leverkusen.de
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