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Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen
Aktuell
Ausgabe 2 / 2020

Editorial der Beisitzerin und Projektkoordinatorin SKiL Stefanie Weyer M.A.

Liebe Leserinnen und Leser,

nicht nur die Jecken laufen sich für die neue Session warm, auch der OGV meldet sich aus einer kurzen Winterpause zurück, die wir genutzt haben, um letzte Vorbereitungen für das Programm zu treffen.

Fleißig waren auch die Arbeitsgruppen >LEV< - Stadtgeschichte mit Zukunft und „Stadtkultur in Leverkusen“ (SkiL). Wir haben schon viele Gespräche mit unseren Kooperationspartnern und Förderern geführt und über Inhalte diskutiert. Gleichfalls haben bereits die ersten Bürgerdialoge des Jahres stattgefunden, mit denen wir hoffen, mehr über die Geschichte unserer Stadt zu erfahren.

An dieser Stelle möchte ich besonders die Arbeitsgruppe SkiL hervorheben, in der wir emsig die Jubiläumsausstellung und das Programm zum 90. Geburtstag der Stadt Leverkusen erarbeiten. Beides setzt der OGV natürlich nicht alleine um, sondern ich freue mich sehr die Jubiläumsausstellung zusammen mit dem Jungen Theater Leverkusen, dem Stadtarchiv Leverkusen, der Stadtbibliothek Leverkusen, der Musikschule Leverkusen, dem Kammerorchester Leverkusen, dem Männerchor Germania gemeinsam mit Kurt Stichnoth, und Norbert Kaluza zu erarbeiten.

Denn ganz im Sinne des übergeordneten Projekts >LEV< möchte der OGV keine fertige Meistererzählung der Stadt Leverkusen vorlegen, sondern das Gegenteil ist der Fall. Wir möchten mit Ihnen die Geschichte der Stadt gestalten. Sie müssen sich dies wie eine Art Forum vorstellen, auf dem wir uns über Ihre Geschichte(n) austauschen. Dieses Jahr probieren wir das anhand der Kulturgeschichte der Stadt Leverkusen aus. Mehr erfahren Sie weiter unten im Newsletter.

Zum Schluss möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass die Wanderausstellung „Friedrich Ebert – Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten“ nur noch bis zum 09.02.2020 in der Villa zu sehen sein wird.

Bitte denken Sie auch an die rechtzeitige Anmeldung zu den in diesem Newsletter angebotenen Fahrten.

Ich wünsche Ihnen eine jecke Zeit

Herzliche Grüße

Ihre 

Stefanie Weyer M.A.
Beisitzerin und Projektkoordinatorin SkiL


A K T U E L L E S

Drei - Königs - Aktivität führte Ehrenamtler nach Brauweiler

Drei – Königs – Aktivität am 4. Januar 2020: Es ist wieder so weit: der OGV hat großzügig die Ehrenamtler zur Überraschungsfahrt ins Linksrheinische eingeladen.

Bei mildem Januarwetter treffen wir uns an der Villa Römer, Maria Lorenz hakt ab, Renate Blum zählt: 41 werden erwartet.

Und als hinter Weiden ein schlanker Kirchturm auftaucht, wissen wir: das Ziel ist die ABTEI BRAUWEILER! Und das ist wahrlich ein Tagesprogramm. Mit zwei guten Führern erleben wir die romanische Kirche St. Nikolaus, die immer Pfarrkirche geblieben ist und in 4 Jahren ihr 1000-jähriges Jubiläum feiert, während die Abtei eine sehr wechselvolle Geschichte hat. Gegründet als Benedektinerkloster von Ezzo und Mathilde (Kaisertochter von Otto II und Theophanu) hatte die Abtei berühmte Besucher. Bernhard von Clairvaux war hier 1147 auf seiner Kreuzzugspredigtreise und  Karl V. wohnte hier 1520 nach seiner Kaiserkrönung in Aachen.

Nach Naopleon und Säkularisation ( 1802 ) werden die Gebäude Bettlerdepot und unter den Preußen dann Arbeitsanstalt. Danach Gefängnis der Gestapo, der bekannteste Häftling: Konrad Adenauer. Nach dem 2. Weltkrieg lebten hier “displaced persons“. Heute beherbergt die Abtei den Landschaftsverband Rheinland für Denkmalpflege.

Mittagsessenzeit: wir spazieren zum „ Mathildenhof“ und können jetzt den Namen in die Historie der Abtei einordnen. Das Essen ist lecker: die Schnitzel riesig und die Grillplatte üppig, die Tischgespräche interessant.

Da Gründlichkeit und Interesse zum Geist des OGV gehören, geht es nach der Mittagspause weiter mit den Führungen und Erforschung der Abtei. Im Park besuchen wir den 1000 – jährigen Maulbeerbaum, anschließend den Kreuzgang, den Kapitelsaal, ebenso Kaisersaal und Äbtesaal (hier kann man heute heiraten).

Der Wind nimmt zu, es wird kühler, gern gehen wir in den gemütlichen „ Mathildenhof“ zurück zu heißem Kaffee und gutem Kuchen.

Und was gehört auch immer zu einer Jahres-Ausflugsfahrt? Der JAHRESRÜCKBLICK, den der Vorsitzende Michael Gutbier gut vorbereitet und zügig vorträgt. Er bedankt sich bei allen Aktiven für ihre Hilfe bei den Ausstellungen und Projekten.

Er begrüßt die Ehrenmitglieder: Herrn Küchler, Frau Blum, Frau Arndt, Frau Gutbier, Frau Weers.

Dann folgt eine überwältigende Fülle von Veranstaltungen: Reisen, Vorträge, Ausstellungen, Feste, Partnerschaften. Und Michael Gutbier gibt eine Ausblick in das Jahr 2020: Hauptthema ist die Stadtgeschichte Leverkusens, eine Stadtgeschichte mit Zukunft. In die Arbeitskreise wird eingeladen.

Herzlichen Dank für einen perfekt organisierten und guten Ausflugstag! Und ganz sicher wurde das Ziel – das Gemeinschaftsgefühl der OGV-Mitglieder zu stärken - erreicht.


Ausschreibung Liedtke-Wichmann-Preis 2020 - bitte Vorschläge einreichen!

Aus Anlass des 90jährigen Stadtjubiläums Leverkusens im Jahr 2020 möchte der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen eine Person oder Organisation mit dem Liedtke-Wichmann-Preis auszeichnen, die sich um die Leverkusener Stadtgeschichte verdient gemacht hat.

Vorschläge können bis zum 15. Mai 2020 mit einer entsprechenden Begründung an den OGV gesendet werden. Eine unabhängige Jury trifft anschließend die Wahl des Preisträgers. Die Preisverleihung erfolgt im September 2020 im Rahmen der Festveranstaltung des OGV.

Gertrud Liedtke (1943-2012) und Alfried Wichmann (1921-2012) waren in ihrem beruflichen und außerschulischen Leben immer durch ihr Bemühen um die Lokal- und Regionalgeschichte geprägt. Hierbei zeichnete beide ihr Ansatz, Geschichte für „Jedermann“ erfahr- und erlebbar zu machen, aus. Ihre besondere Aufmerksamkeit galt der Förderung bürgerschaftlichen Engagements im Rahmen von Geschichtsarbeit in der Stadt Leverkusen. Dies zeigt sich auch in ihrem persönlichen Einsatz für die Vereine der Stadt Leverkusen.

Ihr besonderes Engagement auch in den Funktionen als Ehrenvorsitzende und Ehrenbeisitzer galt der Entwicklung und inhaltlichen Arbeit des Opladener Geschichtsvereins von 1979 e.V. Leverkusen. Hierbei förderten beide in besonderer Weise das Engagement von jüngeren Mitbürgern, die sich für die Belange der Stadtgeschichte einsetzten. Ohne zu reglementieren oder gar zu Gängeln schufen sie eine Atmosphäre und Arbeitsgrundlage für die Entwicklung von lokaler Geschichtsarbeit durch eine „neue Generation“ mit deren Fragen und teilweise neuen Ansätzen.

Beide haben sich vielfältig um die Geschichtsarbeit in Leverkusen und der Einrichtung einer Dauerausstellung zur Stadtgeschichte verdient gemacht.

Der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen möchte den bürgerschaftlichen Geist, in dem Gertrud Liedtke und Alfried Wichmann nachhaltige Impulse und Ergebnisse für die stadtgeschichtliche Arbeit gegeben haben, fördern und bewahren. Aus diesem Grunde sollen künftig Bürger und Organisationen, die sich besondere Verdienste um die lokal- und regionalgeschichtliche Arbeit erworben haben, mit dem u.a. mit einer Geldzuwendung von € 500,00 dotierten Liedtke-Wichmann-Preis ausgezeichnet werden.


Projekt zum 90jährigen Stadtjubiläum: Stadtkultur in Leverkusen (SkiL)

Ausstellung und Veranstaltungsreihe im Rahmen des Projekts >LEV< Leverkusen – Stadtgeschichte mit Zukunft

Anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Stadt Leverkusen und des 45. Jahrestages der Erweiterung der Stadt Leverkusen zu seiner heutigen Gestalt erarbeitet der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen zusammen mit dem Jungen Theater Leverkusen, dem Stadtarchiv Leverkusen, der Stadtbibliothek Leverkusen, der Musikschule Leverkusen, dem Kammerorchester Leverkusen, dem Männerchor Germania gemeinsam mit Kurt Stichnoth, und Norbert Kaluza im Zeitraum vom September 2020 bis Februar 2021 eine neue Vermittlungsform (Kulturforum), bei der Ausstellung und Präsentationen in der Villa Römer sowie an weiteren Veranstaltungsorten im Stadtgebiet integriert werden.

Im Rahmen einer Ausstellung werden alle Projektpartner ein eigenes Modul gestalten und dasselbe bei einigen Gelegenheiten während der Ausstellungsphase mit Leben erfüllen. Auf diese Weise sollen 90 Jahre Kultur in der Stadt Leverkusen sowohl multiperspektivisch erarbeitet als auch dokumentiert werden, sodass eine lebendige Kulturgeschichte Leverkusens durch und für alle Beteiligten entsteht.

Hierbei wir es in der Villa Römer ein modulares „Kulturforum“ geben:

  • Kulturstationen“ - Stationen aus 90 Jahren Leverkusener Stadt- und Kulturgeschichte
  • Leverkusener Kulturgeschichte im Spiegel der Pressefotografie
  • Geschichte und aktive Vorstellung ausgewählter Leverkusener Kulturträger
  • Kulturforum unterwegs

Stadtentwicklung in der Zwischenkriegszeit in Europa (1918-1939) – ein neues grenzüberschreitendes Projekt des OGV

Mit einem neuen europäischen Kooperationsprojekt in den Startlöchern meldet sich der Opladener Geschichtsverein im Jahr 2020 zurück. Das Projekt, welches erneut in enger Zusammenarbeit mit Partnerstädten aus ganz Europa realisiert werden soll, befindet sich nun in der Planungsphase und bietet somit ab sofort für alle Interessierten die Möglichkeit zur Beteiligung.

Anknüpfend an das überaus fruchtbringende Projekt zur Geschichte des Ersten Weltkriegs (zuletzt: Kriegsenden in europäischen Heimaten) wird sich die Arbeit nun auf die transformativen Jahre zwischen 1918 und 1939 konzentrieren. Wichtige Aspekte sollen unter anderem die Bau- und Kulturgeschichte, aber auch die Geschichte der Jugend sein. Da bisher sehr erfolgreich praktiziert, wird die Kooperation mit der Wissenschaft fortgeführt und in gemeinsamer Abstimmung ein breites Projektangebot erarbeitet. Erste konkrete Schritte sollen bei dem vom 17. bis 19. April 2020 stattfindenden Workshop mit dem Titel „Aufbruch, Neugestaltung und Kontinuitäten - Stadtentwicklung in der Zwischenkriegszeit in Europa (1918-1939)“ erarbeitet werden.

Näheres zu Workshop und Projekt wird auf Anfrage gerne mitgeteilt. Interessierte sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen.


Veranstaltungshinweis: Bürgerdialog >LEV< am 11. Februar 2020

Herzliche Einladung zum Bürgerdialog im Rahmen des Projektes >LEV< Leverkusen - Stadtgeschichte mit Zukunft

in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen

Dienstag, 11. Februar 2020
19 Uhr
Vortragssaal des Forum Leverkusen, Am Büchelter Hof 9 in 51373 Leverkusen-Wiesdorf

>LEV< Leverkusen - Stadtgeschichte mit Zukunft - das klingt doch eher widersprüchlich oder paradox. Derweil geht es beim neuen Projekt, welches der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen (OGV) initiiert hat, um ein Vorhaben, die Geschichte unserer Stadt einmal aus sehr unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten:

  • aus der Perspektive der Städte und Gemeinden, die in den letzten Jahrzehnten zu Stadtteilen Leverkusens geworden sind,
  • aus der Perspektive der Bürgerinnen und Bürger, die aus sehr unterschiedlichen Gründen und Motiven Leverkusener/innen geworden sind,
  • aus der Perspektive der Politiker/innen, die unsere Stadt gestalten und entwickeln woll(t)en,
    aus der Perspektive der Unternehmen, die sich in dieser Stadt niedergelassen und sie maßgeblich geprägt haben.
  • und letztlich: aus der Perspektive von gestern und morgen: Seit wann und warum gibt es Leverkusen und was soll aus dieser Stadt einmal werden oder bleiben?

Das sind die Fragen, die zu beantworten sich eine Arbeitsgruppe in der kommenden Zeit vorgenommen hat, um anlässlich der vor uns liegenden Stadtjubiläen

  • 2020 - 90 Jahre Leverkusen (alt)
  • 2025 - 50 Jahre Leverkusen (neu)
  • 2030 - 100 Jahre seit der Neugründung unter dem Namen „Leverkusen"

mit Ausstellungen, Kongressen und Publikationen und anderen Angeboten die Bürgerinnen und Bürger für ihre Stadt und deren Geschichte zu interessieren und neue innovative Angebote zu entwickeln. So planen wir 2020 eine Ausstellung „90 Jahre Kulturstadt Leverkusen“ und eine Veranstaltungsreihe „Standortentwicklung und Denkmalpflege“ sowie mit unseren Partnerstädten im Zeitraum 2020 bis 2022 das Projekt „Stadtentwicklung in der Zwischenkriegszeit in Europa (1918-1939)“. Viele kleine „Bausteine des Erinnerns“ sollen Teile unserer „Stadtgeschichte mit Zukunft“ sein.

STADTGESCHICHTE IST MEHR ALS EIN RÜCKBLICK, MEHR ALS DIE CHRONOLOGISCHE BESCHREIBUNG DER VERGANGENHEIT EINER STADT. SIE IST DAS FUNDAMENT EINER STADT MIT ZUKUNFT. WER SICH FÜR DIE ZUKUNFT UNSERER STADT INTERESSIERT, MUSS IHRE GESCHICHTE KENNEN. STADTGESCHICHTE WIRD DEFINIERT DURCH DIE TRÄGER DER STADTGESELLSCHAFT!

Für die Realisierung dieses anspruchsvollen Projektes benötigen wir daher insbesondere Ihre Hilfe, Mitwirkung und Unterstützung sowie kritische Begleitung. Gemeinsam mit der Volkshochschule Leverkusen möchte der OGV Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt, die unsere Stadt in besonderer Weise geprägt haben, prägen und in Zukunft prägen werden, unser Projekt sowie die konkreten Teilprojekte vorstellen und mit Ihnen diskutieren sowie weitere Ideen entwickeln.


T E R M I N H I N W E I S E

5. Juli 2020: Halbtagesexkursion "Zu Gast in ... der Lambertsmühle" (neuer Termin)

Die Lambertsmühle ist ein Ensemble in Burscheid, zu dem neben dem Mühlengebäude ein Stall, eine Remise und eine Scheune gehören und das seit 1983 unter Denkmalschutz steht. Die Lambertsmühle liegt im waldreichen Wiembachtal. Sie war die Bannmühle des Rittersitzes „Haus Landscheid“. Der Rittersitz als Lehen und damit auch die Mühle werden wohl mit der Besiedlung des Bergischen Landes im 12. Jahrhundert entstanden sein. Die Bauern, die auf den zum Rittersitz gehörenden Äckern lebten, waren verpflichtet, ihr Getreide in der „Bannmühle“ mahlen zu lassen und gleichzeitig ihre Abgaben zu entrichten. Ihren heutigen Namen soll die Mühle nach einem um 1570 geborenen „Lambert“ erhalten haben, der mit Privileg der Herren von Landscheid in der Mühle gelebt hat. Heute beherbergt die Mühle ein kleines Museum, welches im Rahmen der Veranstaltung besucht wird.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Wir bitten daher um eine vorherige Anmeldung bis zum 03.07.2020  per eMail an geschaeftsstelle(at)ogv-leverkusen.de oder telefonisch unter 02171-41720.

5. Juli 2020, 15:00 Uhr (Selbstanreise), Lambertsmühle, 51399 Burscheid

30. Oktober bis 1. November 2020: Workshop "Aufbruch, Neugestaltung und Kontinuitäten - Europäische Stadtentwicklung in der Zwischenkriegszeit (1918-1939)"

(Bei Klick auf das Bild erfolgt Download des Workshop-Programms)

in Kooperation mit der Thomas-Morus-Akademie und der Volkshochschule Leverkusen 

Die Jahre zwischen 1918 und 1939 gelten gemeinhin als Zwischenkriegszeit und werden im Rückblick von der Fachwissenschaft ganz unterschiedlich gedeutet, je nach Blickwinkel – ob als „Höllensturz“, als „kurzes 20. Jahrhundert“ oder als „Urkatastrophe“. Einen Einblick in diese Zeit soll ein Projekt leisten, in dem die Stadtentwicklung im internationalen Vergleich in acht europäischen Städten (Partnerstädte Leverkusens) aufgearbeitet wird. Im Zentrum steht nicht nur die äußere Entwicklung mit ihrem materiellen Niederschlag, sondern auch die mentale Entwicklung der Stadtbevölkerung, denn die Ausgangslage in allen acht beteiligten Städten – Bracknell (England), Ljubljana (Slowenien), Jülich, Leverkusen und Schwedt (Deutschland), Oulu (Finnland), Ratibor (Polen) und Villenve d’Ascq (Frankreich) – ist 1918 jeweils eine andere. Einige Kommunen existierten zum Ende des Ersten Weltkriegs noch gar nicht, andere standen als alte Garnisonsstädte vor Problemen der Erneuerung. Wieder andere blieben, von Besatzungsmächten umgeben, in die langfristigen Auswirkungen des Ersten Weltkrieges involviert.

Welche Kontinuitäten oder Brüche können aufgezeigt werden? Wie können die unterschiedlichen Schattierungen des Verhältnisses von Stadtentwicklung und Stadtbewusstsein kartographiert werden, wie sind Vergleiche möglich? Hat die in den Städten existierende Geschichtskultur Einfluss auf das städtische Bewusstsein (am historischen Beispiel der Zwischenkriegszeit 1918-1939)? Kann die Epochenbezeichnung „Zwischenkriegszeit“ aus stadtgeschichtlicher Sicht aufrechterhalten werden oder bedarf sie einer Korrektur?

Zu einer Diskussion dieser und anderer Fragen laden wir Sie herzlich nach Bensberg ein.

Der Workshop soll inhaltlich und organisatorisch das europäische Kooperationsprojekt vorbereiten, definieren und initiieren. An dem Workshop sollen Vertreter aus den Städten, Museen, Vereine und Organisationen gemeinsam das Projekt erarbeiten und Aufgabenstellungen definieren.

Interessierten steht die Teilnahme am Workshop frei. Eine weitere Teilnahme an der Realisierung des Projektes ist durchaus gewünscht. Eine Tagungsgebühr von € 160,00 wird erhoben. Für Projektmitwirkende wird keine Tagungsgebühr erhoben! Nähere Informationen unter sowie Anmeldungen unter Nutzung des Anmeldeformulars an anmeldung-seizie(at)ogv-leverkusen.de.

30. Oktober bis 1. November 2020
Beginn: 14:00 Uhr / Ende 14:00 Uhr
Thomas-Morus-Akademie Bensberg / Kardinal-Schulte-Haus
Overather Straße 51-53
51429 Bergisch Gladbach

Anmeldungen zu den Fahrten des OGV können hier erfolgen!


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Herausgeber:
Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen
Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte, Haus-Vorster Str. 6, 51379 Leverkusen (Opladen)
www.ogv-leverkusen.de

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