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- Sonderausgabe -
Sonderausgabe 3 / 2020 - Zusatz-Newsletter Juni 2020

Editorial des stellv. Vorsitzenden der Wissenschaftlichen Kommission des OGV Guido von Büren

Liebe Freunde der Leverkusener Geschichte!

In den letzten Wochen haben wir wahrlich historische Zeiten miterlebt, die lange im kollektiven Gedächtnis haften bleiben werden. Ein bis dato unbekannter Virus hat unser alltägliches Leben lahmgelegt und vertraute Aktivitäten unmöglich gemacht. Gerade auch Geschichtsvereine mit ihrem regen Vereinsleben aus Exkursionen, Führungen und Vorträgen, die den engen menschlichen Kontakt und Austausch bedingen, haben unter den notwendigen Einschränkungen sehr gelitten. Neue Wege der Kommunikation mussten gefunden und eingeschlagen werden. Der OGV hat Sie in den letzten Wochen mit zusätzlichen Newslettern versorgt und auch durch telefonische Anrufe versucht, den Kontakt zu seinen Mitgliedern aufrecht zu erhalten. In der Vorstandsarbeit sind regelmäßige Videokonferenzen schon zu einer Selbstverständlichkeit geworden, auch wenn die persönliche Begegnung durch nichts in der Welt zu ersetzen ist.

Dennoch ist es uns auch gelungen, den Austausch mit den verschiedenen Kooperationspartnern aufrecht zu erhalten, ja letztlich sogar zu intensivieren. Das gilt auch und gerade für die Fortsetzung der langjährigen Partnerschaft zwischen OGV und Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. (JGV). So konnten wir die beiden geplanten Projekte zur „Zwischenkriegszeit“ konzeptionell weiterentwickeln und wichtige Förderanträge auf den Weg bringen. In der zweiten Jahreshälfte werden wir wissen, welche Früchte unser diesbezüglicher Einsatz eingebracht hat. Die vertiefte Zusammenarbeit mit unseren Partnern in den europäischen Partnerstädten Leverkusens ist aber schon ein Wert an sich in diesen Zeiten.

Im vorliegenden Newsletter stellen wir Ihnen ein Projekt vor, das OGV und JGV gemeinsam mit dem Förderverein Kommende Siersdorf e.V. im vergangenen Jahr aufgelegt haben. Es beschäftigt sich mit der Geschichte des Deutschen Ordens in den Rheinlanden vom frühen 13. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Die für dieses Jahr geplanten Aktivitäten mussten wir auf den Mai des kommenden Jahres verschieben. Da Vorfreude ja bekanntlich die schönste Freude ist, können wir nun ganz entspannt den Dinge entgegensehen, die uns dann erwarten werden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gute Zeit und bleiben Sie gesund!

Ihr

Guido von Büren
Vorsitzender des JGV
stellvertretender Vorsitzender der wissenschaftlichen Kommission des OGV


40 Jahre OGV: Gratulation und Rückblick von Thomas Weers

Im September 2019 feierte der OGV im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich seinen 40. Geburtstag im Rahmen einer großen Festveranstaltung. Als sich der Abend nach allen Gratulations- und Dankesreden, Preisverleihungen und dem Festvortrag dem Ende neigte, meldete sich per Video-Botschaft ein Überraschungsgast: Thomas Weers, Mitglied der ersten Stunde des OGV, reihte sich ein in die Schar der Gratulanten und erzählte aus der Anfangszeit des Vereins. Nachfolgend die Transkription seiner Grußbotschaft.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Richrath,
Lieber Michael Gutbier und die gesamte Vorstandschaft des Opladener Geschichtsvereins,
Verehrte Festvortragende,
Liebe Gäste aus Nah und Fern, allen voran die Gäste aus den Partnerstädten Leverkusens, mit denen der Opladener Geschichtsverein schon seit vielen Jahren in einem engen Austausch steht,
Liebe Mitglieder der anwesenden Leverkusener Vereine, allen voran die Vereine, mit denen der OGV bereits seit Jahren beste Beziehungen unterhält, und die sehr zum Gelingen einer regen Partnerschaft rund um das stadtgeschichtliche Dokumentationszentrum in der Villa Römer beitragen, und – last but not least –
Liebe Mitglieder des Opladener Geschichtsvereins, die ihr in den letzten 40 Jahren des Vereinslebens eine – wie ich finde – beeindruckende Vereinsentwicklung hingelegt habt.

Ich freue mich sehr, als Vertreter der Vereins-Gründungsphase nach einem kurzen Grußwort gefragt worden zu sein. Leider kann ich heute nicht persönlich anwesend sein, freue mich aber, auf diesem Wege hoffentlich ein wenig zum Gelingen der Feierlichkeiten beitragen zu können.

Nach der Vereinsgründung im September 1979 bin ich als Vereinsmitglied Nr. 6 am 7. Januar 1980 zum damaligen OGC – dem „Opladener Geschichts-Club“ – hinzugestoßen. Michael Gutbier kannte ich flüchtig aus dem TuS Opladen, in dem wir beide in unterschiedlichen Altersgruppen – ich war damals nämlich „schon“ 14 – der Leichtathletik nachgingen. Meine Mutter wies mich damals auf einen Zeitungsartikel hin, in dem Michael Gutbier im Alter von zwölf Jahren seine erste „Publikation“ (Sehenswürdigkeiten in Opladen) vorstellte. Dies sei doch etwas Vernünftiges, waren die Worte meiner Mutter – und da ich stets die Ratschläge meiner Eltern befolgt habe, wurde ich 1980 mit 14 das damals älteste Vereinsmitglied. Keiner hatte zum damaligen Zeitpunkt geglaubt – die einzige Ausnahme war wahrscheinlich Michael Gutbier selbst –, dass dieser Verein die Kindheitstage der Mitglieder überleben würde.

Ich erinnere mich noch gut an die Skepsis der etablierten Geschichtsvereine in Leverkusen und Umgebung, da auch das damalige Konzept – wenn man da aus heutiger Sicht überhaupt ernsthaft von „Konzept“ sprechen kann – so anders war als das, was es seinerzeit so auf dem Markt gab. Das Ganze war zu Beginn natürlich kindlich ausgerichtet, mit Fragenrallyes auf dem Fahrrad, alten Ausstellungsstücken und Fotos, die zusammengesammelt wurden, sowie einer eigenen Vereins-Zeitung, hatte aber einen ziemlich großen Aufmerksamkeitseffekt und brachte junge Leute mit Stadtgeschichte zusammen.

Auch in den Anfangszeiten gab es bereits einige Förderer, die weitsichtig erkannt hatten, dass dort etwas Förderungswürdiges entstehen könnte. Bruno Wiefel machte hier den Anfang und hat nicht nur Kontakte hergestellt. Auch die Schulleiter Bernhard Heits und Alfried Wichmann seien hier stellvertretend genannt. Sie alle haben uns damals nicht nur „salonfähig“ gemacht, sondern ideell wie finanziell einen wichtigen Grundstein gelegt. Leider sind die allermeisten aus dieser Anfangszeit nicht mehr unter uns, eben die angesprochenen Herren Wiefel, Wichmann, Heits, aber auch Frau Gertrud Liedtke und die an Jahren älteren Mitglieder der ersten Stunde, wie zum Beispiel das Ehepaar Höhnke, an die hier stellvertretend erinnert werden muss.

Nicht nur für mich waren die zwölf Jahre meiner sehr aktiven Vereinstätigkeit im Alter von 14 bis 26 sehr lehrreich; und wie ich haben auch andere von diesen Erfahrungen im Berufsleben stark profitieren können. Ich bin froh, gemeinsam mit damals schon über 100 Mitgliedern den Grundstein gelegt haben zu dürfen zu etwas, das heute – nach 40 Jahren – weiterhin erfolgreich wächst und gedeiht.

Ich wünsche meinem Verein für die kommenden Dekaden weiterhin viel Erfolg und dem Vorstand ein gutes Händchen. Ihnen allen wünsche ich heute einen schönen Abend und gemeinsame gute Erinnerungen!

Video mit der Grußbotschaft von Thomas Weers zum 40. Geburtstag des OGV


Vor 67 Jahren: Volksaufstand in der DDR - seine Auswirkungen auf Leverkusen

Der 17. Juni 1953 war der erste Massenprotest im Osten nach 1945. Rund eine Millionen Menschen gingen in der gesamten DDR in über 700 Orten auf die Straße. Sie demonstrierten gegen die SED-Führung und forderten Demokratie, Freiheit, bessere Lebensbedingungen und die deutsche Einheit. Warum aber gingen die Menschen damals auf die Straße?

Auf der II. Parteikonferenz der SED im Juli 1952 verkündete Walter Ulbricht den „planmäßigen Aufbau des Sozialismus“. Konkret bedeutete dies, die Förderung der Schwerindustrie und die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft. Bauernhöfe wurden beschlagnahmt und ganze Betriebe kollektiviert. Als Folge dessen kam es zu einem Rückgang der industriellen Produktion, einer Ernährungskrise und zu einer Senkung des Lebensstandards. Unübersehbar befand sich die DDR in einer tiefen Krise. Obwohl die sowjetischen Machthaber sie vorher zu einem „Neuen Kurs“, der Rücknahme von diversen restriktiven Maßnahmen und einem Schuldeingeständnis für gesellschaftliche Unruhen zwangen, erhöhte das Politbüro der SED, trotz allem, Ende Mai 1953 die Arbeitsnormen (die für den Lohn zu erbringende Arbeitsleistung) um 10,3%, was faktisch eine Lohnkürzung war.

Die ersten Arbeiter legten am 15. und 16. Juni in Berlin ihre Arbeit nieder, protestierten und riefen für den 17. Juni zu einem Generalstreik auf. Am 17. Juni begann der Streik um 6 Uhr morgens und mobilisierte nach und nach immer mehr Menschen. Vor allem durch die Berichterstattung der Westsender, schlossen sich immer mehr Menschen in der DDR dem Streik an, der sich bald zu einem Aufstand entwickeln sollte. Dem DDR-Rundfunk wurde jegliche Form der Berichterstattung durch die SED untersagt. Überfordert von der Situation endeten die Versuche der Sicherheitskräfte die Demonstrationen aufzulösen in Gewalt. Aus einem anfangs friedlichen Protest wurde ein handfester Volksaufstand, der nur mit Hilfe sowjetischer Panzer niedergeschlagen werden konnte. 55 Tote forderte der Aufstand und mehr als 10.000 Personen wurden festgenommen.

Der Bundestag erklärte daraufhin per Gesetz im August 1953 den Aufstand vom 17. Juni zum „Tag der Deutschen Einheit“ und zum gesetzlichen Feiertag. Bundeskanzler Adenauer verkündete in einer Regierungserklärung, als Voraussetzung der friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands die Abhaltung freier Wahlen. Allerdings stellte er dafür Vorbedingungen, wie zum Beispiel die Öffnung aller Zonenübergänge und die Schaffung demokratischer Rechtsformen zum Schutz der Menschen gegen Willkür und Terror. Die SED bezeichnete den 17. Juni 1953 in der Folgezeit als „faschistische Provokation“ der Westmächte.

Sehr wohl ahnend, dass diese Vorbedingungen nicht erfüllt würden, trieb Adenauer die Westbindung der BRD voran. Dass die Wiedervereinigung in weite Ferne rücken würde, war spätestens nach der Berliner Außenministerkonferenz 1954 deutlich.

Enttäuscht über das Scheitern der Berliner Konferenz und als Reaktion auf Adenauers Politik der Westbindung vor Wiedervereinigung wurde am 14. Juni 1954 in Bad Neuenahr das Kuratorium Unteilbares Deutschland (KUD) gegründet.

Es war das erste überparteiliche Bündnis in der BRD, in dem nicht nur das bürgerliche Lager, sondern auch erstmalig Sozialdemokraten vertreten waren. Ziel war es, die Bevölkerung für die Wiedervereinigung zu bewegen und die USA in diesem Sinne positiv zu beeinflussen. Die Ostpolitik Willy Brandts wurde durch Schriften einzelner Kuratoriumsmitglieder inspiriert.

Auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene dominierten Vertreter des KUD die Organisation des Tags der Deutschen Einheit. So veranstalteten die lokalen Vertreter des Kuratoriums beispielsweise Feiern zum Tag der Deutschen Einheit und erinnerten in Aufrufen an den Aufstand des 17. Juni 1953, wie Sie es beispielhaft im Bild aus dem Opladener Veranstaltungskalender vom Juni 1963 sehen können.

Das Kuratorium verlor mit der Zeit immer mehr an Bedeutung, insbesondere durch die Einstellung der öffentlichkeitswirksamen Aktionen ab der zweiten Hälfte der 1960er Jahre und als sich der Fokus ihrer Aktivitäten auf wissenschaftliche Forschung und politische Bildung verlagerte. 1992 löste es sich nach der Wiedervereinigung auf.

Zwar war Leverkusen nicht unmittelbar vom 17. Juni 1953 betroffen, aber mittel- und langfristig sorgte der Aufstand für einen Zuwachs der Bevölkerung im Westen. Der Umgang der DDR mit den Ereignissen am 17. Juni 1953 hatte die erste größere Welle sogenannter „Zonenflucht“ zur Folge. So floh beispielsweise die Familie von Dieter und Johannes Gutbier in den Westen. Johannes Gutbier feierte mit Kollegen am 17. Juni 1954 in einer Spinnerei bei Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) den Tag der Deutschen Einheit, wurde denunziert und einbestellt, seine Kollegen zu verraten. Stattdessen stieg er in den Zug nach Ost-Berlin und von dort mit der S-Bahn in die Westsektoren, von wo er nach Niedersachsen ausgeflogen wurde. Im darauffolgenden Jahr organisierte die Familie Gutbier ihre Flucht in den Westen. Letztendlich zog die Arbeit sie nach Leverkusen. Seitdem lebt die Familie in und um Leverkusen. Wenn Sie mehr über die Flucht von Dieter Gutbier erfahren wollen, können Sie die Geschichte im OGV-Kurier 93/2018 nachlesen.

Wie erinnern Sie sich an den 17. Juni 1953? War er für Ihre Familie möglicherweise ein „Badetag“ oder ein Anlass zur Flucht? (Stefanie Weyer)


Städtebau und Stadtentwicklung in Leverkusen nach 1945

Am 1. April 2015 hielt Herr Dr. Hans-Eckart Krajewski in der Villa Römer einen Vortrag anlässlich des 85. Geburtstages der Stadt Leverkusen. Diese wurde am 1. April 1930 gegründet und im Zuge der kommunalen Neugliederung wurde Leverkusen am 1. Januar 1975 um die Städte Opladen, Bergisch Neukirchen und den Monheimer Stadtteil Hitdorf erweitert. Im Vortrag beschäftigte sich Herr Dr. Krajewski mit dem Thema „Städtebau und Stadtentwicklung in Leverkusen nach 1945“.

Der 1943 in Rostock geborene Herr Dr. Krajewski war von 1990 bis 2006 Bau- und Planungsdezernent der Stadt Leverkusen (zuständig für die Fachbereiche Stadtplanung, Kataster und Vermessung, Bauaufsicht, Gebäudewirtschaft, Tiefbau, Stadtgrün).

Herr Dr. Krajewski erläuterte u.a. anhand von verschiedenen Karten wichtige Entwicklungen der Stadt Leverkusen, wobei vor allem Eisenbahn, Autobahn, Industrie, Wohngebiete und Grünflächen eine wichtige Rolle spielen. Herr Dr. Krajewski beschäftigte sich zunächst mit den Leitbildern nach 1945 bis zu den 1970er Jahren und erläuterte anschließend die veränderten und wechselnden Leitbilder ab den 1980er Jahren. Der sich wandelnde Zeitgeist wurde hier anschaulich dargestellt. Kommen Sie mit auf diese Zeitreise durch 70 Jahre Leverkusen.  (Christian Drach)

Video vom Vortrag vom 1. April 2015


Veranstaltungsreihe „Der Deutsche Orden im Rheinland“

Im Jahr 2019 jährte sich zum 800. Mal die Schenkung der Kirche in Siersdorf (Gemeinde Aldenhoven, Kreis Düren) mit einem danebenliegenden Hof durch Graf Wilhelm III. von Jülich an den Deutschen Orden. Der Förderverein Kommende Siersdorf e.V., der sich seit vielen Jahren für den Erhalt des ruinösen Herrenhauses des Deutschen Ordens in Siersdorf einsetzt, nahm dies zum Anlass für ein umfangreiches Jubiläumsprogramm. In Zusammenarbeit mit dem Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. (JGV) und dem OGV wurden mehrere Vorträge, Führungen und Exkursionen veranstaltet. Eine, das Programm abschließende, Tagung mit Konzert im Mai 2020 musste wegen der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben werden. Die Veranstaltungen in Leverkusen fanden in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen und dem Katholischen Bildungswerk Leverkusen im Zeitraum Mai bis Juni 2019 statt.

Der Deutsche Orden, auch Deutschherrenorden oder Deutschritterorden genannt, ist eine römisch-katholische Ordensgemeinschaft. Wie der Johanniter- und der Malteserorden steht er in der (Rechts-)Nachfolge der Ritterorden aus der Zeit der Kreuzzüge. Der vollständige Name lautet „Orden der Brüder vom Deutschen Hospital Sankt Mariens in Jerusalem“, lateinisch „Ordo fratrum domus hospitalis Sanctae Mariae Teutonicorum Ierosolimitanorum“. Aus der lateinischen Kurzbezeichnung „Ordo Teutonicus“ leitet sich das Ordenskürzel OT ab. Die Ursprünge des Ordens liegen in einem Feldhospital bremischer und lübischer Kaufleute während des Dritten Kreuzzuges um 1190 im Heiligen Land bei der Belagerung der Stadt Akkon. Papst Innozenz III. bestätigte am 19. Februar 1199 die Umwandlung der Spitalgemeinschaft in einen Ritterorden und die Verleihung der Johanniter- und Templerregel für die Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem. Nach der Erhebung der Spitalgemeinschaft zum geistlichen Ritterorden engagierten sich die Mitglieder der ursprünglich karitativen Gemeinschaft während des 13. Jahrhunderts im Heiligen Römischen Reich, im Heiligen Land, dem mediterranen Raum sowie in Siebenbürgen und beteiligten sich an der deutschen Ostkolonisation. Das führte zu einer Reihe von Niederlassungen mit mehr oder weniger langem Bestehen. Eine zentrale Rolle spielte ab dem Ende des 13. Jahrhunderts der im Baltikum begründete Deutschordensstaat. Er umfasste am Ende des 14. Jahrhunderts ein Gebiet von rund 200.000 Quadratkilometern. Durch die schwere militärische Niederlage bei Tannenberg im Sommer 1410 gegen die Polnisch-Litauische Union sowie einen langwierigen Konflikt mit den preußischen Ständen in der Mitte des 15. Jahrhunderts beschleunigte sich der um 1400 einsetzende Niedergang sowohl des Ordens als auch seines Staatswesens. Infolge der Säkularisation des verbliebenen Ordensstaates im Zuge der Reformation im Jahre 1525 und seiner Umwandlung in ein weltliches Herzogtum übte der Orden in Preußen und nach 1561 in Livland keinen nennenswerten Einfluss mehr aus. Er bestand jedoch im Heiligen Römischen Reich mit erheblichem Grundbesitz fort, vor allem in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Auch im Rheinland hatte der Deutsche Orden insbesondere im 16. bis 18. Jahrhundert eine herausragende Bedeutung – auch im direkten Umfeld der heutigen Städte Leverkusen und Jülich. Nach linksrheinischen Gebietsverlusten im späten 18. Jahrhundert infolge der Koalitionskriege und nach der Säkularisation in den Rheinbundstaaten zu Beginn des 19. Jahrhunderts blieben nur noch die Besitzungen im Kaiserreich Österreich. Mit dem Zerfall der Habsburger Donaumonarchie und dem österreichischen Adelsaufhebungsgesetz nach dem Ersten Weltkrieg ging neben dem Verlust erheblicher Besitztümer auch die ritterliche Komponente in der Ordensstruktur verloren. Die Veranstaltungsreihe griff verschiedene Fragestellungen in Zusammenhang mit dem Deutschen Orden und seiner regionalen Bedeutung auf.

Im Jahr 2021 setzen OGV und JGV das gemeinsame Projekt zur Geschichte des Deutschen Ordens im Rheinland mit einer wissenschaftlichen Tagung und einem Konzert fort. Die Ergebnisse werden 2021/2022 in einem Sammelband, der in den Reihen „MONTANUS“ und „Jülicher Forschungen“ erscheinen wird, vorgelegt. Geplant ist auch die Konzeption einer Wanderausstellung zum Thema.  (Guido von Büren)


Kooperation mit Leverkusens ältester und nördlichster Partnerstadt: Oulu

Der OGV freut sich in Zukunft auch mit Partnern in Leverkusens nördlichster Partnerstadt Oulu (seit 1969 Städtepartnerschaft) kooperieren zu können. Neben der Universität Oulu ist dies der Partnerschaftsverein Oulun Suomi-Saksa Yhdistys ry. Beide arbeiten an zwei Geschichtsprojekten unter Federführung des Opladener Geschichtsverein OGV Leverkusen e.V. mit: „SEiZiE: "Stadtentwicklung in der 'Zwischenkriegszeit' in Europa (1918-1939)" (2020-2023) und als Folgeprojekt „Neue Städte entstehen – Stadtentwicklung / Stadt(neu)gründungen in Europa im 20. Jahrhundert“ (2022-2025).

Seit seiner Gründung im Jahre 1958 nimmt der Finnland-Deutschland Verein Oulu als aktiver Gestallter am Kulturleben der Stadt und Region Oulu teil. Die Städtepartnerschaften mit Leverkusen und Halle im folgenden Jahrzehnt hatten sicher viele Geburtshelfer. Ein kleines Federchen an unserem Hut wird uns aber vielleicht zugestanden.

Die uns selbst gestellten Aufgaben haben sich seit der Gründung nicht wesentlich verändert. Mit unsern Veranstaltungen versuchen wir zu einem besseren Verständnis zwischen Menschen des finnischen und deutschen Kulturkreises beizutragen. Als aktive Kraft beteiligen wir uns an Gestaltung und Ausbau der Beziehungen zu unseren deutschen Partnerstädten Leverkusen und Halle, sowie der Partnerregion von Nord-Österbotten Baden-Württemberg.

Wir vermitteln Informationen zu deutscher Kultur und gemeinsamer finnisch-deutschen Geschichte an daran Interessierte (Schulen, Vereine, Organisationen des öffentlichen Lebens, etc.). Im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen wir vor Ort Austauschprojekte für Schülern, Auszubildenden und Praktikanten und fördern das Lehren und Erlernen der deutschen Sprache

Unser kulturelles Programm ist für alle zugänglich und kostenfrei. Die Palette der Veranstaltungen enthält Dichterlesungen, Musikveranstaltungen, Kabarett, sowie historische Vorträge und Ausstellungen zum finnisch-deutschen Verhältnis möglichst in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen und Institutionen.

Ohne eine Vernetzung und gut funktionierenden Zusammenarbeit mit örtlichen und überörtlichen Organisationen, städtischen und universitären Abteilungen, unserem Verband der Finnisch-Deutschen Vereine (Suomi-Saksa Yhdistysten Liitto / SSYL) und dem Goethe-Institut könnte dies nicht durchgeführt werden. So organisieren wir 3-4 Mal jährlich deutschsprachige evangelisch-lutherische Gottesdienste in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gemeinde in Finnland und den Kirchengemeinden von Oulu. Der Schüleraustausch käme ohne die Zusammenarbeit zwischen dem SSYL und der Deutsch-Finnischen Gesellschaft (DFG) nicht zustande und bei Kulturveranstaltungen können wir auf die Zusammenarbeit mit der städtischen Bücherei zählen.     

Abgerundet wird das Programm durch vielsprachiges gemeinschaftliches Zusammensein in Form von (Sommer-/Winter-) Festen und den (fast) monatlichen (FIN-DACHLi*) „Stammtischen“, zu dem wir uns hoffentlich nach Corona-Pause noch vor Mittsommer wieder mal treffen werden.

Nicht vergessen werden darf die freundschaftliche, ja bärige, Verbindung zur DFG-Leverkusen, die beim Katalysieren der verschiedensten Kontakte und Erfahrungsaustausche eine wesentliche Rolle gespielt hat. Die Verbindung zum Opladener Geschichtsverein kam letztlich auch über diese Schiene zustande.

Schade, dass wir uns nicht schon an den vorherigen Projekten beteiligen konnten. Die Ereignisse gerade während dieses Zeitraums waren und sind für Finnland sehr prägend (Genese der Nation, Erringung der Unabhängigkeit, Bürgerkrieg, ...). Die Erinnerung daran ist allerdings in Mitteleuropa kaum mehr präsent, vielleicht noch rund um Lokstedt bei Hamburg, wo an das aktive militärische Eingreifen des deutschen Kaiserreichs ein Denkmal und Grabstätten gemahnen. Die Arbeit zu den Projekten hätte sich nahtlos in den Kanon der Veranstaltungen zur Feier der Erringung der Unabhängigkeit Finnlands vor 100 Jahren eingefügt. (Erwin Fischer)

*) DACHLi Deutschland-Austria (Österreich)-Confoederatio Helvetica (Schweiz)-Luxemburg/Liechtenstein


Kooperationspartner in Schwedt/Oder: Kulturhistorischer Verein „Schwedter Dragoner“ e.V.

Neben der langjährigen partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Schwedter Heimatverein e.V. und den Städtischen Museen Schwedt/Oder hat der OGV in den letzten Jahren sein Netzwerk in Schwedt/Oder insbesondere in der gemeinsamen Projektarbeit weiter ausgeweitet. Hier soll nun der Kulturhistorische Verein „Schwedter Dragoner“ e.V. kurz vorgestellt werden:

Zusammenfassung der wichtigsten Aufgaben:

  • Förderung von Kunst und Kultur
  • Förderung der Heimatpflege
  • Förderung der Heimatkunde

Ziel und Zweck des Vereins lt. Satzung:

Der Kulturhistorische Verein „Schwedter Dragoner“ e.V. ist ein organisierter Zusammenschluss stadt- und kulturgeschichtlich interessierter Bürger.

Zweck des Vereins ist die Förderung kultureller Traditionen der Stadt Schwedt/Oder im Zusammenhang mit dem ehemaligen Dragonerregiment.

  • Förderung der Verbundenheit der Einwohner mit kulturellen Traditionen der Stadt Schwedt
  • Pflege, Erhaltung und Erweiterung der künstlerisch-geschichtlichen Ausgestaltung des Vereinsheimes
  • Vermittlung historischer Kenntnisse durch öffentliche Präsentationen bei städtischen Höhepunkten
  • Zusammenarbeit mit dem Reitclub „Perle der Uckermark“ e.V.
  • Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Vereinen zur Pflege historischer Vorgänge und Traditionen des ehemaligen Schwedter-Dragonerregiments.

Der Verein ist kein Sammelplatz für revanchistische Demagogen und distanziert sich entschieden von links- und rechtsextremistischem Gedankengut.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Kurzdarstellung des Vereins:

Tradition einer Armee habe es zu sein, an der Spitze des Fortschritts zu marschieren“, so die Auffassung Scharnhorsts zum Begriff Tradition, der sich die Mitglieder des Kulturhistorischen Vereins „Schwedter Dragoner“ e.V. gerne anschließen.

Eines der Ziele des Vereins ist es, zu zeigen, wie es damals war.

Bildliche Darstellung in historischen Uniformen, Nachstellung historischer Ereignisse, das Leben im Biwak zu jener Zeit und hauptsächlich die Auseinandersetzung mit der Geschichte der „Schwedter Dragoner“ – mit diesen Mitteln versucht der Verein, ein Stück Heimatgeschichte erlebbar zu machen.

Wie wohl in keiner anderen Garnisonsstadt war das Verhältnis der Bürger zu den Soldaten so herzlich wie in Schwedt. Ritten die Dragoner zum Manöver aus, säumten die Bürger die Straßen, um ihre Dragoner zu verabschieden. Viele Bilder aus der damaligen Zeit belegen dies.

Die Uniformen sind Nachbildungen aus der Zeit der Befreiungskriege gegen die Napoleonische Unterdrückung von 1813 / 1814. In diesen Uniformen zogen die Schwedter Dragoner aus, um gemeinsam mit den Verbündeten, Deutschland von den Franzosen zu befreien. In diesen Kriegen, die mit der Schlacht von Waterloo endeten, haben sich die „Schwedter Dragoner“ ausgezeichnet.

Seit 1964 trägt eine Einheit der Bundeswehr den „Schwedter Adler“ als Traditionszeichen. Dieses Zeichen und sein heutiges Devisenband „Einigkeit-Recht-Freiheit“ machen deutlich, dass Pflege soldatischer Tugenden, eine sinnvolle Auswahl von Werten, über alle Zeitgrenzen hinweg und das Eintreten für die freiheitlich demokratische Grundordnung kein Widerspruch sind.

Im Lauf der Jahre nahm der Verein an Treffen mit anderen Traditionsgruppen aus ganz Europa teil. Sie finden zu historischen Daten und an historischen Orten statt. So sind zum Beispiel die Orte Dennewitz, Großgörschen, Wartenburg, Bourtange (Holland), an der Katzbach (Polen), Jena / Auerstedt usw. Geschichtsinteressierten ein Begriff.

Aber auch durch das Auftreten bei Veranstaltungen in der Region, wie Festumzüge bei Stadtfesten und anderen Höhepunkten, macht der Verein auf sich aufmerksam, wobei oft eine kleine Ausstellung mit Dokumenten und Gegenständen der Zeit mitgeführt werden.

Durch die museumstechnische Aufarbeitung der vorhandenen Zeitzeugnisse und die Präsentation in den Räumen des Vereinsobjektes in Schwedt, OT Blumenhagen, wird versucht, die Heimatgeschichte allen Interessierten nahe zu bringen. (Andreas Franke)


Kooperationspartner in Schwedt/Oder: Förderverein für die Städtischen Museen Schwedt/Oder „Otto Borriss“ e.V.

Neben der langjährigen partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Schwedter Heimatverein e.V. und den Städtischen Museen Schwedt/Oder hat der OGV in den letzten Jahren sein Netzwerk in Schwedt/Oder insbesondere in der gemeinsamen Projektarbeit weiter ausgeweitet. Hier soll nun der Förderverein für die Städtischen Museen Schwedt/Oder „Otto Borriss“ e.V. kurz vorgestellt werden:

Unser Museumsförderverein wurde im Mai 2010 gegründet und sieht sich als Nachfolger des von Otto Borriss 1930 ins Leben gerufenen Museumsvereines Schwedt. Eine Gruppe von Schwedter Bürgern um Otto Borriss legte zu dieser Zeit die Grundlagen für ein im Schwedter Schloss ansässiges Heimatmuseum. Aus dem Gründerjahr gibt es ein historisches Foto mit den Vereinsmitgliedern vor dem damals noch vorhandenen Schwedter Schloss in historischer Bekleidung des Barock.

Der Mensch Otto Borriss war zeitlebens neben seiner Tätigkeit als Lehrer ein unermüdlicher Heimatforscher und Sammler und konnte die Jugend für die Geschichte der Stadt Schwedt begeistern. Seinem Weitblick ist es zu verdanken, dass die durch die Zerstörung der Stadt Schwedt 1945 noch vorhandenen Restbestände an musealen Gegenständen und Archivmaterialien gerettet werden konnten. Sie waren in alle Himmelsrichtungen verstreut und nach dem Neubeginn fanden einige wichtige Kunstgüter wieder einen Platz im neuen Schwedter Stadtmuseum. Sie bilden die Basis für die heute vorhandenen Sammlungen. Seine Verdienste haben uns bewogen, ihn als Namenspatron für unseren Museumsverein zu ehren und wir führen sein Konterfei als Vereinslogo.

Zur 750-Jahrfeier der Stadt Schwedt hat sich der Museumsförderverein in Anlehnung des Gründerjahres 1930 in entsprechende zeitgemäße Kostümierung begeben und am Festumzug ein Stück Geschichte der Stadt Schwedt dargestellt.

Otto Borriss haben wir auch die Entdeckung des Archivdokumentes zu verdanken, das zur Datierung eben dieser 750-Jahrfeier der Stadt führte . Das Dokument ist leider durch die Kriegswirren verloren gegangen.

Der Förderverein der Städtischen Museen Schwedt/Oder „Otto Borriss“ e.V. unterstützt die musealen Einrichtungen Stadtmuseum, Jüdisches Ritualbad und Tabakmuseum der Stadt Schwedt.

Ziele des Fördervereins sind die Förderung von Kunst und Kultur in der Stadt Schwedt und der Region, der Heimatpflege sowie die finanzielle und materielle Unterstützung der Städtischen Museen. Die Ziele werden insbesondere verwirklicht durch:

  1. Förderung der stadt- und regionalgeschichtlichen Museen in Schwedt,
  2. Unterstützung bei der Sammlung von Exponaten und bei wissenschaftlicher Forschung in
    Vorbereitung von Ausstellungen,
  3. Unterstützung bei der Vervollständigung der musealen Sammlung durch Ankäufe und Spenden, Darstellung und Pflege der Sammlung, zum Beispiel durch Restaurierungsmaßnahmen und Übernahme von Patenschaften für gefährdete Sammlungsobjekte,
  4. Einsatz für die Denkmalpflege im Stadtgebiet und darüber hinaus sowie für die Erhaltung von historischen, stadtbildprägenden Gebäuden und Plätzen,
  5. Mitarbeit in stadtbildprägenden Gremien,
  6. materielle und personelle Unterstützung, unter anderem bei der Organisation und Durchführung von Ausstellungen, Veranstaltungen und der Erarbeitung von Publikationen.
  7. Förderung der grenzüberschreitenden internationalen musealen Zusammenarbeit
    insbesondere mit polnischen Institutionen, Fördervereinen und Netzwerken.

Unser Förderverein ist im Rahmen stadtgeschichtlicher Forschung an verschiedenen Projekten eigenständig bzw. mitarbeitend tätig, die zu einer Reihe von Publikationen (u.a. Vorträgen, Filmprojekten, Veröffentlichungen) geführt haben. Wir haben, begleitet von der Unteren Denkmalschutzbehörde, die erhaltenen Reste der jüdischen Synagoge in Schwedt in einer komplexen, dreijährigen Aktion ausgegraben, Fundstücke dokumentiert und die Voraussetzungen für eine dauerhafte Sicherung geschaffen.

Aktuell waren unsere Mitglieder Ende 2019/Anfang 2020 sehr aktiv im Schwedter Park Monplaisir tätig. In umfangreichen, schweißtreibenden Arbeitseinsätzen wurden in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Schwedt erste Aufräumarbeiten im Eingangsbereich des Parks realisiert. Es wurden großflächig zugewachsene Bereiche des Unterholzes freigelegt. Mit diesem Einsatz wollten wir ein Zeichen für den zeitgemäßen Umgang mit diesem historischen Kleinod setzen. (Harald Sichtig)


Rezension / Büchertipp: Europa. Die Gegenwart unserer Geschichte.

Étienne Francois / Thomas Serrier (Hrsg.): Europa. Die Gegenwart unserer Geschichte, 3 Bde., Darmstadt 2019.
1.544 S., ISBN 978-3-8062-4021-4, 149,- €. 

An mehrbändigen Werken zu Erinnerungsorten fehlt es keineswegs. Ausgehend von P. Noras Werken zu den Lieux de Mémoire in Frankreich und den Deutschen Erinnerungsorten von É. Francois und H. Schulz gibt es solche zu zahlreichen Nationen. Und neben bilateralen Werken wie den Deutsch-Polnischen Erinnerungsorten von H. H. Hahn und R. Traba gibt es auch bereits eines zu den Europäischen Erinnerungsorten (P. den Boer/ H. Duchhardt/ G. Kreis u.a.). Warum also ein weiteres dreibändiges Werk, das die Gegenwart Europas auf der Basis seiner Geschichte thematisiert? 

Das, was neu ist, ist zunächst die Perspektive. Denn es sind Autoren aus der ganzen Welt beteiligt, wodurch die europäische Binnenperspektive aufgebrochen werden soll. Betrachtet wird dabei nicht die Vergangenheit des europäischen Kontinents, sondern die Geschichte oder die Geschichten, die darüber erzählt werden – ob in Wissenschaft oder anderswo. Schließlich sind es die Vorstellungen, die über diese Geschichte(n) entstehen, die das ausmachen, als was Europa heute betrachtet wird. Wer sich an alle die Diskussionen erinnert, was es denn sei, was Europa ausmache, wird dankbar sein, dass dieser Debatte ein weiteres Spektral hinzugefügt wird – oder auch nicht, denn es sind nicht weniger als 113 Artikel, einmal längeren, einmal kürzen Umfangs, durch die der Leser sich durcharbeiten muss. Versprochen wird allerdings auch nicht weniger als ein ganz neuer Blick auf Europa, der dadurch zustande kommen soll, dass von den zahlreichen Autoren viele aus einer außereuropäischen Perspektive auf Europa blicken. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass Europa nicht – wie so häufig – aus einer Binnenperspektive betrachtet wird, wodurch zwangsläufig die in seiner Geschichte etablierten Sichtweisen perpetuiert würden, sondern eben aus dem Blickwinkel der außereuropäischen Welt. 

Ob dieses Versprechen tatsächlich durchgängig eingehalten wurde, erscheint fraglich, wenn man sich beispielsweise dem Kapitel zu den „Geschichten“ zuwendet, in dem im ersten Band elf Beiträge versammelt sind, die Geschichten thematisieren, die offenkundig als konstitutiv für Europa betrachtet werden. Dabei handelt es sich vornehmlich um Abstrakta wie Frieden und Menschenrechte, Vernunft und Demokratie, die gelegentlich mit Epochen in Verbindung gebracht werden, wenn es etwa um die Aufklärung oder die Wende von 1989 geht. Nur einer der elf Autoren (A. Nishiyama) stammt aus einem nichteuropäischen Land. Von den übrigen sind vier deutscher und drei französischer Herkunft. Aber nicht nur die disproportionale Verteilung nährt Zweifel an der Realisierung der Plans, sondern auch der Umstand, dass die Verfasser nicht beauftragt waren, einen Gegenstandsbereich jeweils komparativ zu behandeln, sondern jeder Autor eine andere Geschichte zur Sprache bringt, lässt die Disparität der Perspektiven schwerlich zutage treten.  

Das gilt in ähnlicher Weise auch für die anderen Kapitel, die sich mit anderen Geschichten befassen, die in oder außerhalb Europas über Europa erzählt werden. Nicht immer sind die Kapitelüberschriften so selbsterklärend, wie es bei „Die Wiege“ der Fall ist. Hier werden unterschiedliche Gründungsgeschichten Europas thematisiert, sei es der konstitutive Beitrag des Mythos und der Epik, der Religionen oder des Rechts, der Römer oder Barbaren sowie Averroes, dem offenkundig ein eigener Beitrag zuteil wird, weil er als Wanderer zwischen den Welten betrachtet wird. Warum der Anteil von Barrikaden- und Arbeitskämpfen, die Klassenauseinandersetzungen sowie Aspekte der Geschlechtergeschichte unter der Überschrift „Nahkampf“ abgehandelt werden, bleibt einigermaßen unergründlich.  

Auch die Kapitel des zweiten und dritten Bandes firmieren unter ähnlich anspielungsreichen Metaphern, wenn es unter anderem um „Helden und Verdammte“, „Landschaften und Imaginationen“, „Leidenschaften und Zaubereien“ (im zweiten Band) oder „Erobern“, „Benennen“, „Exportieren“ und „Austausch“ (im dritten Band) geht. Dabei kommen durchaus Erinnerungsorte zur Sprache, die man in anderen Werken vermisst, wenn etwa die Hexerei (II, 227-233) oder die Geschichte des Teufelspaktes (II, 234-239) erörtert werden. Aus aktuellem Anlass sei exemplarisch der Beitrag des serbischen Politologen T. Kulji hervorgehoben, der mit der Pest und dem Wolf zwei typisch europäische Erinnerungsorte thematisiert, die als solche zu Metaphern für den menschlichen Kampf gegen die bedrohliche Natur geworden sind (Bd. 2, S. 106-114). Beide haben im Laufe der Zeiten einen dynamischen Bedeutungswandel erfahren. Während der Wolf als Sinnbild für die Bedrohtheit der menschlichen Existenz spätestens im 20.?Jahrhundert diese Funktion eingebüßt hat, weil die von ihm ausgehende Gefahr endgültig bezwungen worden war, erfüllt die Erinnerung an den „schwarzen Tod“, die Pest des 14.?Jahrhunderts, weiterhin ihre Funktion, auf die von Epidemien ausgehenden Bedrohungen hinzuweisen, weil mit ihr weiterhin darauf verwiesen werden kann, dass die Menschheit solchen Pandemien mehr oder minder schutzlos ausgeliefert ist, wie es in der unmittelbaren Gegenwart zu erleben ist. 

Weniger bedrohlich erscheinen Beiträge wie der über „Wein und Bier“, in dem also die Getränkekarte Europas in den Blick genommen wird (Bd. 2, S. 322-325), und an anderer Stelle auch das Essen und die Speisegewohnheiten. Aber auch in diesen, mitunter beschaulich kurzen Abschnitten bleibt der komparative Aspekt zumeist deutlich unterbelichtet oder kommt kaum zum Vorschein. Ähnlich dem Wolf und der Pest sind sie typisch europäische Erinnerungsorte, die als solche in anderen Kulturen scheinbar keinerlei Rolle spielen. Und auch in den Kapiteln „Übergänge und Zusammenflüsse“ (Bd. 2, S. 353-440) sowie „Wörter und Ablagerungen“ (Bd. 2, S. 441-493) kommen eher die Schnittmengen zum Vorschein als die unterschiedlichen Perspektiven. Diesen ist vor allem der dritte Band vorbehalten, der unter dem Motto „Globale Verflechtungen“ steht. 

Dessen Konzeption besteht aus vier Schritten, wie der Herausgeber J. Vogel erläutert: Zunächst wird in einzelnen Artikeln reflektiert, wie von Europa aus Eroberungen vor sich gegangen sind („Erobern“), die dann Adaptionen hervorgerufen haben, indem europäische Bezeichnungen und Praktiken den eroberten Kulturen oktroyiert wurden („Benennen“). Exportiert wurden, drittens, Kulturgüter materieller und ideeller Art von Europa in die eroberten Gebiete („Exportieren“), bevor es schließlich auch zu wechselseitigen Austauschprozessen kam („Austausch“). Es ist also vor allem dieser dritte Band, in dem die einleitenden Versprechen der Reihenherausgeber ihre Erfüllung finden. Eigentlich wird erst in ihm Europa neu gedacht, obwohl bei der Auswahl der „Meilensteine“ der europäischen Geschichte davon abgesehen worden sei, die alten Geschichten zur Beschreibung des Kontinents zu wiederholen, wie es allerdings – so muss hinzugefügt werden – in den beiden ersten Bänden in beträchtlichem Maße der Fall ist.  

Europa in seinen historischen Bezügen in globalen Zusammenhängen zu thematisieren, ist die erklärte Absicht der Herausgeber, um auf diesem Wege der Provinzialisierung zu entgehen, die der indische Historiker D. Chakrabarty wie ein Menetekel an die Wand gemalt hat. Im Bewusstsein allerdings, dass der Blick auf die eigene Vergangenheit ein solcher sein muss, der nicht die eigene Sichtweise als die einzig legitime erachtet, wenden die drei Bände sich nicht der Geschichte, sondern den Erinnerungen – der Geschichte zweiten Grades – zu, also der Frage, welche und auf welche Weise Erinnerungsbestände das historische Bewusstsein in der Gegenwart beherrschen. Deshalb thematisiert der erste Band die europäische Erinnerungsperspektive, der zweite versucht, unterschiedliche Sichtweisen auf Europa und seine Vergangenheit zu eröffnen, bevor – wie bereits beschrieben – im dritten die globalen Verflechtungen zur Sprache kommen.  

Es ist also ein breites Spektrum, bei dem freilich – wohl ganz im Sinne der Herausgeber – die Grenzen keine festen Konturen annehmen. Denn die Problematik, was denn eigentlich Europa ausweislich seiner eigenen und der Erinnerungen der anderen sei, kann letztlich nicht gelöst werden. Wenn die Absicht ist, „mit diesem Buch … eine erste phänomenologische und strukturale Analyse der europäischen Erinnerungen in ihrer Gesamtheit“ zu entwerfen (Bd. 1, S. 17), dann folgert daraus die Einsicht, dass Europa in permanenter Veränderung begriffen ist, eben in dem Wechsel, wie sich die Erinnerungen verändern. In diesem Sinne sind die auf über 1.500 Seiten abundierenden Bände in der Tat nur ein erster Aufriss, der stetiger Erneuerung bedarf. Diesen ersten Aufriss durch die eigene Lektüre zur Kenntnis zu nehmen, ist schon deshalb ein spannendes Unterfangen, weil man dabei manches anders zu sehen lernt, als man es bislang betrachtet hat. (Wolfgang Hasberg)


Rezension / Büchertipp: Köln im Spätmittelalter. 1288-1512/13.

Wolfgang Herborn / Carl Dietmar: Köln im Spätmittelalter. 1288-1512/13 (Geschichte der Stadt Köln, Bd. 4), Köln 2019.
629 S., ISBN 978-3-7743-0444-4, 60,- €. 

Wie bereits die vorausgegangenen, so ist auch der vierte Band der im Entstehen begriffenen Geschichte der Stadt Köln, die auf insgesamt 13 Bände angelegt ist, ein repräsentatives Werk stattlichen Umfangs geworden.1 Über 600 Seiten wollen auch bei einem durchaus luftigen Layout, welches die Lektüre zum Vergnügen macht, erst einmal gelesen sein. Da erfreut man sich schon des doppelseitigen Abdrucks des Verbundbriefes (S. 146f.), der – auch wenn man den Text trotz des Großformats des Buches nicht entziffern kann – im vorliegenden Band schwerlich hätte fehlen dürfen: schließlich gilt er als die Verfassungsurkunde, die das politische Leben in der Stadt – zwar nicht seit 1288, aber seit 1396 – regelte und, ergänzt durch den Transfixbrief von 1512/13, bis weit in die Neuzeit hinein bestimmte. Insgesamt kann die Auswahl an Abbildungen als gelungen betrachtet werden: Neben Bekanntem findet sich durchaus auch weniger Bekanntes und auch Karten sind gelegentlich eingestreut, wenn vor allem der Wechsel politischer Verhältnisse und kriegerisches Geschehen es ratsam erscheinen lassen. 

Hervorzuheben ist, dass Köln als spätmittelalterliche Großstadt einleitend anhand des Woensam-Plans von 1531 vorgestellt wird. Das Buch setzt also mit der bildlichen Vorstellung des städtischen Panoramas ein, das Vielen durch die Begegnung bei unterschiedlichen Gelegenheiten geläufig sein dürfte und das für den Unkundigen als ausladender Bildschnitt dem Band beigegeben ist. Von diesem Ausgangspunkt wird auf den nicht minder bekannten Mercatorplan von 1570/71 übergegangen und auf der Grundlage der städtischen Topographie nicht nur der räumliche Zuschnitt des spätmittelalterlichen Kölns, sondern dessen strukturelle Verfasstheit vor allem in Bezug auf die soziale Stratifikation und die wirtschaftlichen Verhältnisse thematisiert, bevor recht unvermittelt zu den politischen Verhältnissen übergegangen wird, deren Entwicklung die ersten 13 Kapitel gewidmet sind. Während in ihnen die ereignisgeschichtliche Darstellung herkömmlichen Zuschnitts dominiert, sind die folgenden Kapitel stärker strukturgeschichtlich ausgerichtet, wie es nahe liegt, wenn Wirtschaft (Kapitel 14-19), Kirchen- und Bildungswesen (Kapitel 20-28) und schließlich die Kunstszene, inklusive Mäzenatentum (Kapitel 29-31), zum Gegenstand werden. 

Es ist mithin ein imposantes Panorama, das vor dem geistigen Auge des Lesers ausgebreitet wird, und es erhält eine mannigfaltige Fülle an Informationen, die dem geneigten Kenner der Kölner Geschichte indes nur in wenigen Fällen neu sein werden. In der übergroßen Mehrheit sind es sattsam bekannte Sachverhalte, die erörtert werden, die auch deshalb keine überraschend neuartigen Wendungen erfahren, weil sie in ein narratives Arrangement eingebunden werden, das für innovative Sichtweisen keinerlei Raum eröffnet. Damit ist nicht gemeint, dass die neuere Forschung keine Berücksichtigung fände. Auch wenn die Darstellung aufgrund ihres (positivistischen) Duktus’ diese nur selten zum Vorschein bringt, indizieren Anmerkungsapparat und Literaturverzeichnis doch die immense Dichte der (Forschungs-) Literatur, die in den Band eingeflossen zu sein scheint. Es sind vielmehr die Konzentration auf die (nicht erst seit A. Stelzmann) üblichen Gegenstandsbereiche und das Festhalten an einer ereignis- und strukturgeschichtlichen Darstellungsweise, die Vergangenheit als eine unablässige Folge einander bedingender Fakten und untrüglicher Ereignisketten erscheinen lässt und dem Kenner das ein oder andere Déjà-Vu-Erlebnis bescheren. 

Von innovativen Forschungsfeldern haben die Autoren sich offensichtlich wenig inspirieren lassen. Perspektiven der neueren Kulturgeschichte oder besser: der kulturwissenschaftlichen Geschichte sucht man ebenso vergeblich wie erinnerungskulturelle Zugänge, die eine Stadtgeschichte ganz anderer Art zur Folge gehabt hätten. Damit wäre freilich auch die Preisgabe eines Ansatzes verbunden gewesen, der Geschichte für festgefügte Vergangenheit erachtet. Das Gegenteil ist richtig: Die Kölner Stadtgeschichte – zumal die des Spätmittelalters – wird seit langer Zeit erzählt, und zwar seit dem späten Mittelalter. Und dabei traten in der Historiographiegeschichte typische Geschichten zutage, die immer wieder repliziert wurden und nur langsam ihre Gestalt allmählich veränderten. Von alledem erfährt man im vorliegenden Band so gut wie nichts, wiewohl einschlägige Untersuchungen auch hierzu seit geraumer Zeit vorliegen. 

Stattdessen verharrt die Darstellung dabei, Ereignisse und Strukturen zu beschreiben. Das gelingt auf der Basis einer bekanntermaßen intimen Kenntnis der beiden Autoren über die Kölner Stadtgeschichte und ihrer Erforschung in der zu erwartenden Weise vollauf. Eine wissenschaftlich diskursive und abwägende Haltung wird man dagegen vermissen. Aber das ist auch nicht die Absicht der Verfasser, die ein Bildungsbürgertum herkömmlicher Prägungen bedienen wollen. Dieses wird sich glücklich schätzen, den prächtigen Band in seinen Regalwänden zu horten. Und, um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: Wer den nicht ganz preiswerten Band erworben hat, verfügt über gediegene Informationen in gut lesbarer Form. Und das Lesen bereitet aufgrund der guten Ausstattung, samt des Anmerkungsapparats und der gut brauchbaren Register, wie wegen der Sorgfalt, mit der das ganze Buch verfertigt wurde, ein besonderes Vergnügen, wenn man ihn des abends auf den Schoß nimmt, um darin zu schmökern. Dieses Vergnügen darf man Vielen wünschen, und gleichwohl stellt sich die Frage, warum ein Werk wie das vorliegende zur Kölner Stadtgeschichte, dessen letzter Band noch einige Jahre auf sich warten lassen wird, keinem Konzept folgt, das den Essentials entspricht, die von der Geschichtswissenschaft inzwischen formuliert sind. Mit dieser Bemerkung aber soll nicht das Lesevergnügen getrübt, sondern sollen die Gedanken beflügelt werden, die der Lektüre folgen mögen. (Wolfgang Hasberg)


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Im heutigen Stadtgebiet wohnte im 19. Jahrhundert eine sehr angesehene Familie, die in unserer Region das kulturelle Leben prägte und auf historische Spurensuche ging. Der Vater hieß mit Vornamen Jacob Salentin, seine Söhne hießen Vincenz Jacob (genannt Montanus) und Anton Wilhelm. Welcher Familienname wird hier gesucht?

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Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen
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Der Gewinn: eine Publikation zur Stadtgeschichte wird unter den richtigen Einsendungen ausgelost.

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Der Gewinner unseres Mai-Rätsels: Erich Schreiner, Leverkusen

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