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OGV-Newsletter Ausgabe 9 / 2026
Editorial
Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des Opladener Geschichtsvereins,
der OGV steht vor ereignisreichen Tagen: Wir erwarten Delegationen aus mehreren europäischen Partnerstädten Leverkusens, werden einen neuen Sammelband zur Geschichte der Zwischenkriegszeit vorstellen und eine Ausstellung zur Stadtentwicklung Leverkusens im 20. Jahrhundert eröffnen. Das alles im Rahmen oder im Umfeld des 23. Geschichtsfests, des alljährlichen Höhepunkts der Vereinsarbeit.
Zugegeben: Hätten Sie mir vor anderthalb Jahren gesagt, dass der OGV seit einiger Zeit auch noch mit der neuen GeschichtsGalerie in Wiesdorf präsent ist und eine OGV-Reisegruppe aktuell in Finnland weilt, hätte ich arge Zweifel an der gleichzeitigen Realisierbarkeit dieser Vorhaben anmelden müssen. Doch dank engagierter Ehrenamtlicher und Helferinnen und Helfer bedarf es jetzt nur noch ein paar letzter Vorbereitungen, damit alles glatt läuft.
Stellvertretend für alle Beteiligten möchte ich an dieser Stelle vier Personen herausgreifen und herzlich danken: Unserem Vorsitzenden, unermüdlichen Initiator und Vernetzer Michael D. Gutbier, Renate Blum und Angela Ohlberger, die sich in der Geschäftsstelle um Organisation und die Verwaltungsarbeit kümmern sowie Philipp Schaefer, der in stundenlanger Kärrnerarbeit die Leverkusener Beiträge für den Sammelband in Form gebracht hat.
Teil der Wahrheit ist aber auch, dass die Vereinsarbeit manchmal auf (zu) wenigen Schultern ruht. Wenn Sie Lust verspüren, sich auch oder noch stärker einzubringen – wir finden bestimmt eine gute Möglichkeit.
Unabhängig davon würde ich mich sehr freuen, viele von Ihnen beim Geschichtsfest und den weiteren „OGV-Events“ im September zu sehen.
Herzliche Grüße
Jörn Wenge
OGV-Pressesprecher
(Zum Download des Ausstellungs-Flyers bitte auf das Bild klicken!)
„Gewachsen. Geplant. Gelungen?“ – Neue Ausstellung zeigt die Stadtentwicklung Leverkusens von den Anfängen bis heute
Kaum eine Stadt in Deutschland hat sich innerhalb von gut 150 Jahren so dynamisch entwickelt wie Leverkusen. Aus kleinen Dörfern und landwirtschaftlich geprägten Siedlungen entstand zunächst ein bedeutender Industriestandort und schließlich eine moderne Großstadt mit einer vielfältigen Stadtgesellschaft.
Die neue Jahresausstellung des Opladener Geschichtsvereins nimmt diese Entwicklung in den Blick. Sie spannt den Bogen von den historischen Voraussetzungen im 19. Jahrhundert über die Industrialisierung, die Zeit zwischen den Weltkriegen und den Wiederaufbau bis hin zur Stadtentwicklung nach 1945 und den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Dabei stehen nicht nur Gebäude und Stadtpläne im Mittelpunkt, sondern auch die Menschen, die diese Entwicklung gestaltet und erlebt haben.
Die Ausstellung fragt danach, wie Stadt entsteht, welche Rolle Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft dabei spielen und wie sich gesellschaftliche Veränderungen im Stadtbild widerspiegeln. Sie zeigt, dass Stadtentwicklung ein fortlaufender Prozess ist, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der heutigen Stadt Leverkusen nach der kommunalen Neugliederung von 1975 sowie auf Themen wie Wohnen, Verkehr, Industrie, Grünräume, Bürgerbeteiligung und nachhaltige Stadtplanung.
Ergänzt wird die Ausstellung durch die internationale Perspektive des europäischen Projekts „StadtRäume / UrbanSpaces“. Im Rahmen des parallel stattfindenden Workshops präsentieren europäische Partnerstädte ihre Erfahrungen mit Stadtentwicklung nach 1945. Die dazugehörige Open-Air-Ausstellung wird am folgenden Tag im Rahmen des Geschichtsfestes eröffnet und erweitert den Blick von Leverkusen auf Europa.
Zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung am Samstag, 12. September 2026, um 11:00 Uhr in der Villa Römer sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Oberbürgermeister Stefan Hebbel wird die Ausstellung offiziell eröffnen. Für die musikalische Umrahmung ist ebenfalls gesorgt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zur Ausstellung sowie die Einladung zur Ausstellungseröffnung stehen auf unserer Website zum Download bereit.
(Zum Download des Programm-Flyers des 23. Geschichtsfest bitte auf das Bild klicken!)
Geschichte erleben, Europa entdecken: Das 23. Leverkusener Geschichtsfest lädt ein
Das Leverkusener Geschichtsfest hat sich längst als einer der Höhepunkte im Veranstaltungskalender der Stadt etabliert. Jedes Jahr verbindet es historische Themen mit aktuellen Fragestellungen und macht Stadtgeschichte für Menschen aller Generationen erlebbar.
In diesem Jahr steht das Geschichtsfest unter dem bundesweiten Motto „NETZWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Im Mittelpunkt stehen historische Verkehrswege, technische Infrastruktur, wirtschaftliche Entwicklungen und die vielfältigen Verbindungen, die unsere Stadt über Jahrzehnte geprägt haben.
Den feierlichen Auftakt bildet um 9:30 Uhr die offizielle Eröffnung des Geschichtsfestes durch Oberbürgermeister Stefan Hebbel gemeinsam mit Gästen aus den europäischen Partnerstädten. Gleichzeitig wird die Open-Air-Ausstellung „NETZwerke: Denkmale & Infrastruktur in europäischen Städten – am Beispiel der Stadtentwicklung nach 1945“ eröffnet. Sie ergänzt die neue Jahresausstellung des Opladener Geschichtsvereins um spannende Beispiele aus anderen europäischen Städten und macht deutlich, wie unterschiedlich – und zugleich ähnlich – sich Städte nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt haben.
Im Laufe des Tages erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm:
Führungen durch die neue Ausstellung „Gewachsen. Geplant. Gelungen? – Stadtentwicklung in Leverkusen“
Bustouren zu den Netzwerken des Deutschen Ordens in Leverkusen
Radtour entlang der Balkantrasse
Stadtrundgang durch das Opladener Industrie- und Villenviertel
Führung durch das Stadtarchiv
Vorstellung des Denkmal-Kalenders 2027
Partnerstädte-Sudoku zum Mitmachen
Tag der offenen Tür in der Villa Römer mit Einblicken in Archiv, Sammlungen und Vereinsarbeit
Buchstand, Catering und musikalisches Rahmenprogramm
Ein besonderer Höhepunkt des Nachmittags ist um 13:00 Uhr die Präsentation des Youth Media Lab. Junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehreren europäischen Ländern stellen ihre Ergebnisse zum Thema „Urban Spaces / StadtRäume – Stadtentwicklung, Geschichte und Demokratie“ vor. Sie zeigen, wie junge Menschen ihre Städte wahrnehmen und welche Vorstellungen sie von einer lebenswerten und demokratischen Zukunft Europas haben.
Den stimmungsvollen Abschluss bildet ab 18:30 Uhr das Konzert der Band Super Jazz, das den Festtag musikalisch ausklingen lässt.
Das 23. Leverkusener Geschichtsfest verbindet auf einzigartige Weise lokale Geschichte mit europäischen Perspektiven und lädt dazu ein, Leverkusen neu zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Villa Römer als lebendigen Ort der Stadtgeschichte zu erleben.
Anmeldung
Der Eintritt zum Geschichtsfest ist frei.
Für einzelne Programmpunkte – insbesondere die Bustouren, Führungen, die Radtour sowie das Konzert „Klass(isch)e Musik in der Villa Römer“ am Vorabend – wird aus organisatorischen Gründen um eine vorherige Anmeldung über die Website des Geschichtsfestes gebeten:
Das vollständige Programm des Geschichtsfestes steht dort ebenfalls zum Download bereit.
(Zum Download des Inhaltsverzeichnisses bitte auf das Bild klicken)
„StadtRäume zwischen den Kriegen“ – Neuer Sammelband zur Geschichte von Jülich und Leverkusen erscheint
Zwei Städte zwischen Demokratie, Krise und Diktatur
Die Jahre 1918 bis 1939 gehören zu den bewegtesten und zugleich widersprüchlichsten Epochen der deutschen Geschichte. Kriegsniederlage und alliierte Besatzung, Inflation und Weltwirtschaftskrise, demokratischer Aufbruch und gesellschaftliche Modernisierung, aber schließlich auch die nationalsozialistische Diktatur prägten diese Zeit. Diese tiefgreifenden Veränderungen waren auch in Jülich und Leverkusen unmittelbar spürbar.
Der neue Sammelband „Jülich und Leverkusen – StadtRäume zwischen den Kriegen“ nimmt diese Entwicklungen erstmals für beide Städte umfassend in den Blick. In 46 Beiträgen von 36 Autorinnen und Autoren werden Politik, Gesellschaft und Alltag aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen und ihre Lebenswelten. Die Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Industrie und Wirtschaft, Bildung, Kultur, Sport und Vereinsleben sowie mit den Auswirkungen von Besatzungszeit, wirtschaftlichen Krisen und nationalsozialistischer Herrschaft.
Dabei wird deutlich, dass die Geschichte der Weimarer Republik nicht allein als Vorgeschichte der NS-Diktatur betrachtet werden kann. Sie war ebenso eine Zeit des demokratischen Aufbruchs, der Modernisierung und neuer gesellschaftlicher Gestaltungsmöglichkeiten.
Ergebnis des gemeinsamen Projekts „StadtRäume / UrbanSpaces“
Die Publikation entstand als wissenschaftliche Begleitveröffentlichung zur gemeinsamen Doppelausstellung „Jülich und Leverkusen – StadtRäume zwischen den Kriegen“, die der Jülicher Geschichtsverein 1923 e. V. und der Opladener Geschichtsverein von 1979 e. V. Leverkusen im Rahmen ihres europäischen Projekts „StadtRäume / UrbanSpaces“ entwickelt haben.
Der Band dokumentiert und vertieft die Ergebnisse der Ausstellung und macht sie dauerhaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Zugleich bildet er den Auftakt zu weiteren StadtRäume-Publikationen. Ergänzt wird der Sammelband durch eine Chronik des Rheinlands zwischen den Weltkriegen; weitere Veröffentlichungen werden sich mit dem Rheinland sowie dem Vergleich europäischer Stadt- und Grenzräume beschäftigen.
Zwei öffentliche Buchpräsentationen
Zur Vorstellung der Neuerscheinung laden die beiden Geschichtsvereine zu zwei öffentlichen Veranstaltungen ein.
Leverkusen: Donnerstag, 10. September 2026, 18:00 Uhr, Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Opladen, Bielertstraße 14, 51379 Leverkusen-Opladen. Anmeldung zur Buchpräsentation in Leverkusen
Jülich: Freitag, 11. September 2026, 18:00 Uhr, Schlosskapelle der Zitadelle Jülich. Bei der Jülicher Buchpräsentation wird auch die Vizepräsidentin der NRW-Stiftung, Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, anwesend sein. Anmeldung zur Buchpräsentation in Jülich
Die Publikation wurde maßgeblich durch die NRW-Stiftung gefördert. Sie erscheint im Verlag Wort und Wert und wird von Rudolph Druck, Schweinfurt, hergestellt.
Der Sammelband ist zum Preis von 29,80 Euro erhältlich und kann nach den Buchpräsentationen über den Buchhandel sowie bei den beiden Geschichtsvereinen bezogen werden.
Mitglieder des Jülicher und des Opladener Geschichtsvereins erhalten den Band als Jahresgabe. Hierzu werden gesonderte Ausgabetermine angeboten, die rechtzeitig bekanngegeben werden.
Jülich und Leverkusen - StadtRäume zwischen den Kriegen
MONTANUS 20
Herausgeber: Guido von Büren und Michael D. Gutbier ISBN: 978-3-69316-011-4 Verlag: Edition Wort&Wert Schweinfurt 592 + 92 Seiten, 29,80 €
Europa zu Gast in Leverkusen: „StadtRäume / Urban Spaces“ bringt Generationen und Städte zusammen
Europäischer Workshop in Leverkusen und Jülich
Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam Stadt gestalten – Europa gemeinsam entwickeln“ findet vom 10. bis 14. September 2026 in Leverkusen und Jülich ein weiterer großer europäischer Workshop des Netzwerks „StadtRäume / Urban Spaces“ statt.
Erwartet werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Battipaglia (Italien), Gabrovo (Bulgarien), Delphi (Griechenland), Villeneuve d’Ascq (Frankreich), Bracknell (Großbritannien), Racibórz (Polen), Oulu (Finnland), Schwedt/Oder und Jülich sowie aus der Gastgeberstadt Leverkusen. Die internationale Zusammensetzung macht deutlich, was „StadtRäume / Urban Spaces“ auszeichnet: Menschen aus unterschiedlichen Teilen Europas begegnen sich, tauschen Erfahrungen aus und entwickeln gemeinsam neue Projekte.
Auch PD Dr. Markus J. Prutsch vom Europäischen Parlament wird den Workshop begleiten. Am Freitag, 11. September, hält er in Jülich die europäische Keynote „Europa, Demokratie und Erinnerungskultur“.
Die Projektpartner aus Nikopol (Ukraine) und Ljubljana (Slowenien) können diesmal leider nicht persönlich am Workshop teilnehmen. Beide Städte bleiben jedoch Teil des Netzwerks und werden in die weitere Projekt- und Programmplanung einbezogen.
Junge Menschen gestalten Europa mit
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung junger Menschen. Rund die Hälfte der Workshopteilnehmenden gehört zur Altersgruppe der 15- bis 30-Jährigen. Sie sollen Europa nicht nur kennenlernen, sondern die weitere Zusammenarbeit aktiv mitgestalten.
Im Youth Media Lab arbeiten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in internationalen Teams. Sie beschäftigen sich mit Stadtentwicklung, Demokratie, Erinnerungskultur und europäischer Zusammenarbeit und begleiten den Workshop zugleich journalistisch und medial. Storytelling, Interviews, Video- und Fotodokumentationen sowie Social-Media-Beiträge gehören ebenso zum Programm wie die Entwicklung gemeinsamer europäischer Jugendprojekte. Langfristiges Ziel ist der Aufbau eines dauerhaften europäischen Jugendnetzwerks.
Parallel arbeiten die Projektleiterinnen und Projektleiter an der strategischen Weiterentwicklung von „StadtRäume / Urban Spaces“. Neben dem Austausch von Good Practices und Erfahrungen stehen neue europäische Förderprojekte und die langfristige Netzwerkstrategie „Urban Spaces 2030“ auf der Agenda.
Von der Projektarbeit in die Öffentlichkeit
Der Workshop verbindet intensive Arbeitsphasen mit Begegnungen und Exkursionen in Leverkusen und Jülich. Dazu gehören unter anderem die Auseinandersetzung mit der Neuen Bahnstadt Opladen, die Eröffnung der OGV-Jahresausstellung „Gewachsen. Geplant. Gelungen? – Stadtentwicklung in Leverkusen“ und die gemeinsame Arbeit an zukünftigen europäischen Projekten.
Seinen öffentlichen Höhepunkt findet das europäische Treffen am Sonntag, 13. September, beim 23. Leverkusener Geschichtsfest an der Villa Römer. Dort begegnen die europäischen Gäste den Bürgerinnen und Bürgern Leverkusens und präsentieren Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit. Zugleich wird die europäische Open-Air-Ausstellung „NETZWERKE – Denkmale & Infrastruktur: Europäische Stadtentwicklung seit 1945“ eröffnet.
Der Workshop wird im Rahmen der Initiative „Europa bei uns zuhause“ des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Im Mittelpunkt steht dabei eine Idee, die das gesamte Projekt trägt: Europa entsteht dort, wo Menschen einander begegnen, voneinander lernen und gemeinsam Verantwortung für ihre Zukunft übernehmen.
Klass(isch)e Musik in der Villa Römer
Der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen lädt herzlich zu einem besonderen musikalischen Abend in die Villa Römer ein. Unter dem Titel
„Klass(isch)e Musik in der Villa Römer“
erklingen Werke für Querflöte und Klavier von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Frédéric Chopin, Gioachino Rossini, Friedrich Silcher und Gabriel Fauré.
Das Konzert verbindet bekannte klassische Kompositionen mit der besonderen Atmosphäre der historischen Villa Römer und lädt dazu ein, Musik und Kultur in einem außergewöhnlichen Rahmen zu erleben.
Die Veranstaltung findet im Zusammenhang mit dem europäischen Workshop „Europa vor Ort – Stadtentwicklung, Demokratie und Erinnerungskultur in europäischen Städten“ sowie dem Geschichtsfest 2026 statt.
Samstag, 12. September 2026 • 18:00 Uhr
Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte Haus-Vorster Straße 6 51379 Leverkusen
Der neue Leverkusener Denkmalkalender 2027 steht unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ und greift damit das Motto des Tags des offenen Denkmals auf. Im Mittelpunkt stehen Bewegung, Austausch und Verbindungen – und die Frage, welche Bedeutung Straßen, Plätze, Brücken, Bahnhöfe und andere infrastrukturelle Knotenpunkte für das Zusammenleben und die Entwicklung einer Stadt haben.
Entstanden ist der Kalender in Zusammenarbeit des Opladener Geschichtsvereins von 1979 e. V. Leverkusen (OGV) mit dem Verein zur Förderung künstlerischer Bildmedien Bayer e. V. Leverkusen (VFkB). Die Fotografen des VFkB werfen mit ihren Aufnahmen besondere Blicke auf die Verbindungen und Knotenpunkte Leverkusens. Durch die gezielte farbliche Hervorhebung einzelner Elemente erhalten bekannte Straßen, Plätze und Brücken auf den überwiegend in Schwarz-Weiß gehaltenen Fotografien ein neues Gesicht.
Die zwölf Monatsmotive führen quer durch Leverkusen. Zu sehen sind unter anderem der Friedrich-Ebert-Platz und der Ludwig-Erhard-Platz in Wiesdorf, der Bahnhof und der Berliner Platz in Opladen, die Autobahnbrücke A3 in Manfort, der Japanische Garten, der Wasserturm in der Bahnstadt Opladen, der Hafen in Hitdorf, Freudenthal in Schlebusch sowie die Eisenbahnbrücke über die Wupper. Das Titelmotiv zeigt die Neulandbrücke in Wiesdorf.
Offiziell vorgestellt wird der Denkmalkalender am Sonntag, 13. September 2026, um 12 Uhr im Rahmen des 23. Leverkusener Geschichtsfestes in der Villa Römer.
Der Verkauf beginnt bereits am Samstag, 12. September 2026, zur Eröffnung der neuen Ausstellung in der Villa Römer. Danach ist der Kalender während der Öffnungszeiten der Ausstellung in der Villa Römer sowie in der GeschichtsGalerie erhältlich.
Der Denkmalkalender wird in zwei Formaten angeboten: DIN A4 kostet 9,50 Euro, DIN A3 kostet 12,50 Euro.
Mitglieder des OGV erhalten den Kalender kostenfrei als Jahresgabe. Das Mitgliederangebot gilt ausschließlich bei persönlicher Abholung. Ein Versand ist nicht möglich.
Mit seinen zwölf künstlerischen Motiven verbindet der Denkmalkalender Stadtgeschichte und Fotografie und lädt dazu ein, Leverkusen Monat für Monat aus einer neuen Perspektive zu entdecken.
Der OGV trauert um zwei große europäische Brückenbauer
In Erinnerung an F. W. „Freddie" Jones und Jürgen Thiemer
Mit großer Trauer nimmt der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen Abschied von zwei langjährigen Freunden und Wegbegleitern seiner europäischen Arbeit: F. W. „Freddie" Jones aus Bracknell und Jürgen Thiemer aus Schwedt/Oder.
Beide waren Träger des Bruno-Wiefel-Preises des OGV und haben über Jahrzehnte auf ihre jeweils ganz eigene Weise das verkörpert, wofür diese Auszeichnung steht: gelebte Städtepartnerschaft, persönliche Begegnung, bürgerschaftliches Engagement und die Überzeugung, dass Verständigung und Frieden in Europa vor allem dort wachsen, wo Menschen einander begegnen und aus Begegnungen Freundschaften entstehen.
Einen ausführlichen Nachruf von Michael D. Gutbier finden Sie hier.
ANKÜNDIGUNG: 7. Oktober 2026: Vortrag "Stadtentwicklung in der Moderne – das Beispiel Köln"
Vortrag "Stadtentwicklung in der Moderne – das Beispiel Köln"
Referentin: Prof. Dr. Petra Sophia Zimmermann
Die Großstadt Köln erlebte im 20. Jahrhundert eine Reihe einschneidender Metamorphosen. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs verlor die Metropole am Rhein ihren Festungsstatus, der die Anlage großzügiger Umgehungsstraßen und Grünzüge ermöglichte. Gleichzeitig wurde die Stadt als Industriestandort immer wichtiger. Mit der Messe auf der rechten Rheinseite wurde die Stadt ein Schaufenster der Moderne. Die massiven Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zwangen zu einer Reorganisation des Stadtraums im Rahmen des Wiederaufbaus. Die „Dynamik der 50er Jahre“ brach sich nicht nur in nahezu ikonischen Neubauten wie Oper und Schauspielhaus bahn, sondern auch in der Anlage einer großzügigen verkehrlichen Infrastruktur, die verbunden war mit dem Wunschbild der „autogerechten Stadt“. Der Vortrag wird vor allem auf die Planungseuphorie der Nachkriegszeit fokussieren, die spätestens in den 1970er-Jahren durch ökonomische Krisen einen deutlichen Dämpfer erhielt. Am Beispiel von Köln lassen sich zahlreiche Phänomene des Städtebaus der Moderne diskutieren, die auch für das direkt benachbarte Leverkusen nach 1945 eine große Rolle spielten.
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 18:30 Uhr Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte (in der Reihe Geschichte am Kamin)
in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen
ANKÜNDIGUNG: 10. Oktober 2026: Tagesfahrt "Solingen"
Die Herbstexkursion von JGV und OGV führt uns in das Herz des Bergischen Landes – in die Stadt Solingen, deren große kulturelle Tradition durch die umfassenden Neugestaltungen zweier herausragender Museen neue Strahlkraft gewonnen hat. Schloss Burg, das bedeutende Wahrzeichen der bergischen Geschichte, wurde nach einer über zehnjährigen Sanierungsphase vollständig erneuert. Der restaurierte Rittersaal, die neu konzipierten Ausstellungsräume im Bergfried sowie ein erweiterter Rundweg über Mauer- und Wehrgänge eröffnen heute einen modernen, lebendigen Zugang zur Geschichte der Grafen und Herzöge von Berg. Mit seiner frischen Präsentation zählt Schloss Burg wieder zu den wichtigsten kulturhistorischen Attraktionen des Bergischen Landes. Ein zweites Highlight ist das Deutsche Klingenmuseum in Solingen-Gräfrath, das nach seiner Neugestaltung eine der spannendsten musealen Neueröffnungen der Region darstellt. Die neue Dauerausstellung „ME FECIT SOLINGEN – Klingen:Stadt:Geschichte“ macht sichtbar, wie Solingen zur weltbekannten Klingenstadt wurde. Interaktive Präsentationen und hochwertige Exponate zeigen die Entwicklung der Klinge von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Beide Einrichtungen setzen neue Maßstäbe für Kultur, Geschichte und Tourismus im Bergischen Land.
Kostenbeitrag € 75,-- (inkl. Eintritt und Führung sowie Kaffeepause) (Mitgliederermäßigung: € 5,--)
Samstag, 10. Oktober 2026 08:00 Uhr Jülich, Bahnhof 09:15 Uhr Leverkusen-Opladen, Villa Römer
Anmeldung hier bis zum 01. Oktober 2026 erforderlich!
Werden Sie Mitglied im OGV – Geschichte gemeinsam gestalten!
Gemeinsam für die Geschichte unserer Stadt
Sie kennen den Opladener Geschichtsverein vielleicht bereits durch unsere Vorträge, Ausstellungen, Führungen, Exkursionen, Publikationen oder Veranstaltungen. Vielleicht haben Sie unsere Arbeit in der Villa Römer oder in der GeschichtsGalerie kennengelernt oder verfolgen unsere Aktivitäten über die Medien und sozialen Netzwerke.
Seit 1979 engagiert sich der OGV für die Erforschung, Bewahrung und Vermittlung der Geschichte Leverkusens und der Region. Dabei verstehen wir Geschichte nicht nur als Blick in die Vergangenheit: Historische Bildung und Erinnerungskultur leisten einen wichtigen Beitrag zum Verständnis unserer Gegenwart und zur Stärkung unserer demokratischen Gesellschaft.
Mit Ihrer Mitgliedschaft helfen Sie uns, diese Arbeit dauerhaft fortzuführen und weiterzuentwickeln.
Ihr Mitgliedsbeitrag unterstützt unter anderem Ausstellungen und Vorträge, historische Publikationen und Forschungsprojekte, Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Führungen, Exkursionen und Geschichtswege sowie unsere Arbeit in der Villa Römer und der GeschichtsGalerie. Auch internationale Kooperationen und europäische Projekte wie „StadtRäume / UrbanSpaces“ werden durch das Engagement des Vereins ermöglicht.
Ihre Vorteile als Mitglied
Eine Mitgliedschaft unterstützt nicht nur unsere Arbeit – sie bietet Ihnen auch konkrete Vorteile:
Kostenlose Vereinsveröffentlichungen: Neu erscheinende Publikationen des OGV erhalten Mitglieder kostenlos.
Denkmalkalender: Der jährlich erscheinende Denkmalkalender des OGV wird Mitgliedern kostenlos zur Verfügung gestellt.
Ermäßigungen bei Exkursionen und Studienfahrten: Mitglieder erhalten in der Regel einen Preisnachlass von 5 Euro pro Reisetag.
Exklusive Mitgliederveranstaltung: Einmal jährlich laden wir zu einer besonderen Veranstaltung ausschließlich für unsere Mitglieder ein.
Jahresprogramm: Mitglieder erhalten unser Jahresprogramm und können sich frühzeitig über die geplanten Aktivitäten informieren.
Aktuelle Informationen: Regelmäßige elektronische Informationen halten Sie über Projekte, Ausstellungen, Vorträge und weitere Aktivitäten auf dem Laufenden.
Dabei entscheiden Sie selbst, wie intensiv Sie sich beteiligen möchten. Sie können sich aktiv bei Veranstaltungen oder in Arbeitsgruppen engagieren, eigene Ideen und Erfahrungen einbringen – oder unsere Arbeit einfach durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen. Beides ist für uns wertvoll.
Unser Willkommensgeschenk für neue Mitglieder
Wer noch im Jahr 2026 Mitglied im Opladener Geschichtsverein wird, erhält als besonderes Dankeschön kostenlos unsere neue Publikation: „Jülich und Leverkusen: StadtRäume zwischen den Kriegen“, der als Band 20 der OGV-Schriftenreihe "Montanus" im September 2026 erscheinen wird und mehr als 20 Beiträge zur Geschichte des Raums Leverkusen in der Zeit von 1918 bis 1939 enthält. Mit diesem hochwertigen Band möchten wir uns für Ihr Vertrauen bedanken und Sie herzlich in unserer Gemeinschaft willkommen heißen.
Geschichte braucht Menschen, die ihr eine Stimme geben
Mit Ihrer Mitgliedschaft setzen Sie ein sichtbares Zeichen dafür, dass Ihnen Stadtgeschichte, historische Bildungsarbeit und eine lebendige Erinnerungskultur wichtig sind. Ein starker Opladener Geschichtsverein kann diesen Themen in Leverkusen eine starke Stimme geben. Gemeinsam können wir historische Zeugnisse bewahren, neue Forschung ermöglichen, Wissen vermitteln und Menschen unterschiedlicher Generationen für die Geschichte ihrer Stadt begeistern.
Werden Sie Teil unserer Gemeinschaft – wir freuen uns auf Sie!
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Herausgeber:
Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen
Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte, Haus-Vorster Str. 6, 51379 Leverkusen (Opladen)
www.ogv-leverkusen.de
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