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OGV-Newsletter Ausgabe 10 / 2026
Editorial
Liebe Freunde, Förderer, Mitglieder und Interessierte des Opladener Geschichtsvereins von 1979 e.V. Leverkusen,
aktuell läuft in unserer Stadt weiterhin der spannende Prozess, in die Geschichte unserer Stadt Leverkusen möglichst viele Bürger und Bürgerinnen einzubeziehen und sie für sie zu begeistern - ein vorbildliches und sehr sinnvolles Vorgehen. Gespräche mit gesellschaftlichen Gruppen laufen in einem positiven und förderlichen Rahmen. Ich habe das z. B. bei verschiedenen persönlichen Gesprächen in der Villa Römer, darunter mit dem Ersten Bürgermeister Mohammed Rifi, der Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Leverkusen Alina Reit oder auch bei einem Treffen mit Oberbürgermeister Stefan Hebbel im Rahmen der Studienreise nach Oulu selbst miterlebt. Durchgängig positive und förderliche Rückmeldungen versprechen einen breiten Konsens und die Bereitschaft, Themen unserer Stadt gemeinsam weiter zu begleiten und zu gestalten. Das weckt auch in mir als Basisarbeiter/-unterstützer große Zuversicht!
An dieser Stelle meinen aufrichtigen Dank für den unermüdlichen Einsatz und das vorbildliche Engagement meiner ehrenamtlichen Mitstreiter*innen, welches sie im Hintergrund und in der Öffentlichkeit nicht immer sichtbar leisten. Aktuelle Beispiele:
die thematisch gezielte Vorbereitung der Ausstellung „Gewachsen, Geplant, Gelungen? – Stadtentwicklung in Leverkusen“, die im Rahmen des Jahresmottos des Opladener Geschichtsvereins von 1979 e.V. Leverkusen „Freiheit – Stadt – Gesellschaft“ entwickelt wurde und aktuell zu den Öffnungszeiten der Villa Römer zu sehen ist
die erfolgreiche Durchführung des traditionellen Geschichtsfests des OGV
vermeintlich "banale" Dinge wie die handwerkliche Optimierung vieler Vitrinen(-schränke)
Recherchen bei einem früheren Verlag über mögliche (größere) Bücher-Restbestände für das Archiv in der Villa Römer und das Museum Zitadelle Jülich
der kürzlich in Leverkusen und Jülich stattgefundene europäische Workshop „StadtRäume/UrbanSpaces“ und dessen Weiterentwicklung bis 2030, besonders auch mit vielen Jugendlichen aus unseren Partnerstädten. Oberbürgermeister und Schirmherr Stefan Hebbel begrüßte bei der Eröffnung des Workshops anwesende Vertreter*innen aus Battipaglia, Bracknell, Delphi, Gabrovo, Jülich, Leverkusen, Oulu, Racibórz, Schwedt/Oder und Villeneuve d'Ascq.
Gestatten Sie mir noch den Hinweis auf zwei vor uns liegende ganz aktuelle Termine: Am kommenden Mittwoch, den 7. Oktober 2026, 18:30 h findet zum Thema „Stadtentwicklung in der Moderne – das Beispiel Köln“ (mit Parallelen zur Entwicklung Leverkusens) ein Vortrag in der Villa Römer statt. Referentin ist Frau Prof. Dr. Petra Sophia Zimmermann, der Eintritt ist frei! Am kommenden Samstag, 10. Oktober 2026, führt unsere herbstliche Tagesfahrt nach Solingen mit Besichtigung von Schloss Burg (inkl. Rittersaal und Bergfried), dessen Sanierung nach vielen Jahren nun abgeschlossen ist. Abfahrt ist um 9:15 h an der Villa Römer; am Jülicher Bahnhof um 8:00 h.
Prüfen Sie in Ruhe Ihre Teilnahme zu unseren Einladungen. Es wird sich lohnen.
Freundliche Grüße
Manfred Heil
Beisitzer des Vorstands
Vortrag "Stadtentwicklung in der Moderne – das Beispiel Köln"
Unter dem Titel "Stadtentwicklung in der Moderne – das Beispiel Köln" lädt der Opladener Geschichtsverein von 1979 e. V. Leverkusen am Mittwoch, 7. Oktober 2026, um 18:30 Uhr zu einem Vortrag von Prof. Dr. Petra Sophia Zimmermann in die Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte Leverkusen ein.
Die Großstadt Köln erlebte im Verlauf des 20. Jahrhunderts mehrere tiefgreifende Veränderungen. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs verlor die Stadt ihren Festungsstatus. Dadurch entstanden neue Möglichkeiten für großzügige Umgehungsstraßen und Grünzüge. Zugleich gewann Köln als Industriestandort weiter an Bedeutung. Mit der Messe auf der rechten Rheinseite entwickelte sich die Stadt zu einem Schaufenster der Moderne.
Die massiven Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs machten eine weitreichende Neuordnung des Stadtraums erforderlich. Beim Wiederaufbau zeigte sich die "Dynamik der 1950er-Jahre" nicht nur in bedeutenden Neubauten wie der Oper und dem Schauspielhaus. Sie prägte auch die Verkehrsinfrastruktur und das Leitbild der "autogerechten Stadt" - das Bild zeigt einen Teil der Nord-Süd-Fahrt.
Prof. Dr. Petra Sophia Zimmermann richtet den Blick insbesondere auf die Planungseuphorie der Nachkriegszeit. Diese stieß spätestens während der wirtschaftlichen Krisen der 1970er-Jahre an ihre Grenzen. Am Beispiel Kölns lassen sich zahlreiche Erscheinungen des modernen Städtebaus untersuchen, die nach 1945 auch für die Entwicklung des unmittelbar benachbarten Leverkusens von großer Bedeutung waren.
Der Vortrag findet im Rahmen der OGV-Veranstaltungsreihe „Geschichte am Kamin" und in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen statt.
Termin: Mittwoch, 7. Oktober 2026, 18:30 Uhr
Ort: Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte Leverkusen Haus-Vorster Straße 6 51379 Leverkusen-Opladen
Referentin: Prof. Dr. Petra Sophia Zimmermann, Professorin für Kunstgeschichte am Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege der Technischen Hochschule Köln
Eintritt frei!
Noch Plätze frei - Herbstexkursion nach Schloss Burg und ins Solinger Klingenmuseum
Am Samstag, 10. Oktober 2026, laden der Jülicher Geschichtsverein 1923 e. V. und der Opladener Geschichtsverein von 1979 e. V. Leverkusen zu einer gemeinsamen Tagesfahrt nach Solingen ein. Die Herbstexkursion führt zu zwei herausragenden kulturhistorischen Einrichtungen im Herzen des Bergischen Landes.
Erstes Ziel ist Schloss Burg, eines der bedeutendsten Wahrzeichen der bergischen Geschichte. Nach einer mehr als zehnjährigen Sanierungsphase präsentiert sich die Anlage umfassend erneuert. Der restaurierte Rittersaal, die neu konzipierten Ausstellungsräume im Bergfried und ein erweiterter Rundweg über die Mauer- und Wehrgänge eröffnen einen modernen und lebendigen Zugang zur Geschichte der Grafen und Herzöge von Berg.
Ein zweiter Höhepunkt ist der Besuch des neugestalteten Deutschen Klingenmuseums in Solingen-Gräfrath. Die neue Dauerausstellung „ME FECIT SOLINGEN – Klingen:Stadt:Geschichte" zeigt, wie sich Solingen zur weltweit bekannten Klingenstadt entwickelte. Hochwertige Exponate und interaktive Präsentationen zeichnen die Geschichte der Klinge von der Steinzeit bis in die Gegenwart nach.
Beide Museen wurden in den vergangenen Jahren grundlegend neugestaltet und setzen neue Maßstäbe für die Vermittlung von Geschichte und Kultur im Bergischen Land.
Der Kostenbeitrag beträgt 75 Euro und umfasst die Eintritte, die Führungen sowie eine Kaffeepause. Mitglieder von JGV und OGV erhalten eine Ermäßigung von fünf Euro.
Abfahrtszeiten: 8:00 Uhr: Jülich, Bahnhof 9:15 Uhr: Leverkusen-Opladen, Villa Römer
Trotz des regnerischen Wetters stieß das 23. Leverkusener Geschichtsfest am 13. September 2026 auf eine sehr gute Resonanz. Die Villa Römer war den ganzen Tag über gut gefüllt. Besonders die beiden Bustouren waren stark nachgefragt. Führungen, Ausstellungen, europäische Begegnungen und das Abschlusskonzert mit Super Jazz machten das Fest zu einem lebendigen Tag der Stadtgeschichte.
Unter dem Motto "NETZwerke: Denkmale und Infrastruktur" lud der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen gemeinsam mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Leverkusen und weiteren Partnern zum 23. Leverkusener Geschichtsfest in die Villa Römer ein. Trotz des schlechten Wetters nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Stadtgeschichte zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und die vielfältigen Angebote wahrzunehmen. Das Haus war während des gesamten Tages gut besucht.
Eine ausführliche Zusammenfassung des Tages aus der Feder unseres 1. Vorsitzenden Michael D. Gutbier finden Sie hier.
Großes Interesse am Ehrenamtstag in der Villa Römer
Am Freitag, 18. September 2026, stand die Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte Leverkusen ganz im Zeichen des ehrenamtlichen Engagements. Insgesamt 61 Ehrenamtliche hatten sich für den Ehrenamtstag angemeldet und damit für eine erfreulich große Resonanz gesorgt. Ein vielseitiges Programm mit Ausstellungsführungen, Filmvorführung, Rundgang auf dem Frankenberg sowie Einblicken in das Archiv und die Geschäftsstelle des OGV vermittelte unterschiedliche Zugänge zur Leverkusener Stadtgeschichte.
Der Ehrenamtstag wurde im Rahmen der Ehrenamtsförderung der Stadt Leverkusen durchgeführt. Für den OGV war die Veranstaltung eine ausgezeichnete Möglichkeit, seine Arbeit und die Villa Römer einem engagierten Publikum vorzustellen. Zugleich erhielten die Teilnehmenden ein kostenfreies kulturelles Angebot und konnten einen Ort kennenlernen, der selbst wesentlich vom ehrenamtlichen Engagement getragen wird.
Der OGV dankt allen Gästen für ihr großes Interesse sowie allen Mitwirkenden, die durch Führungen, Filmvorführung, Betreuung und organisatorische Unterstützung zum Gelingen des Ehrenamtstages beigetragen haben. Eine Nachlese zu diesem besonderen Tag in der Villa Römer finden Sie hier.
Zum Download der Leverkusener Erklärung 2026 bitte auf das Bild klicken!
Leverkusener Erklärung: Ein gemeinsamer Rahmen für das europäische Projekt "UrbanSpaces" bis 2030
Wie kann die Beschäftigung mit lokaler Geschichte dazu beitragen, Demokratie zu stärken und Europas Zukunft gemeinsam zu gestalten? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 30 jüngere und ältere Teilnehmende des europäischen Workshops „Europa vor Ort – Stadtentwicklung, Demokratie und Erinnerungskultur", der vom 10. bis 14. September 2026 in Leverkusen und Jülich stattfand.
Als zentrales Ergebnis des Workshops wurde die Leverkusener Erklärung 2026 gemeinsam erarbeitet. Nach intensiven Beratungen stimmten die Workshop-Teilnehmenden über den Text ab und beschlossen die Erklärung als gemeinsame Grundlage für die weitere Zusammenarbeit. Beteiligt waren Vertreterinnen und Vertreter aus Battipaglia, Bracknell, Delphi, Gabrovo, Jülich, Leverkusen, Oulu, Racibórz, Schwedt/Oder und Villeneuve d'Ascq. Gefördert wurde der Workshop durch einen Europa-Scheck des Landes Nordrhein-Westfalen.
Die Erklärung beruht auf der Überzeugung, dass Europa in seinen Städten und Gemeinden entsteht: dort, wo Menschen einander begegnen, sich mit ihrer Geschichte auseinandersetzen, Verantwortung übernehmen und ihre gemeinsame Zukunft demokratisch gestalten. Die historischen Erfahrungen der beteiligten Städte sind unterschiedlich, aber eng miteinander verbunden. Sie zeigen den Wert und zugleich die Verletzlichkeit der Demokratie. Die Auseinandersetzung mit Ausgrenzung, Verfolgung, Propaganda, autoritären Herrschaftsformen und Krieg soll deshalb nicht allein der Rückschau dienen. Historisches Wissen soll Menschen dazu befähigen, aktuelle Gefahren für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu erkennen, kritisch zu urteilen und verantwortungsvoll zu handeln.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Hintergrund und zum Inhalt der Leverkusener Erklärung 2026. Sie können die Erklärung im Wortlaut durch ein Klicken auf das erste Bild nachlesen.
Die Leverkusener Erklärung ist ausdrücklich offen für weitere Städte, Vereine, Museen, Archive, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Jugendorganisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen. Die beteiligten Projektstädte sind aufgerufen, vor Ort weitere Organisationen für eine Unterzeichnung zu gewinnen und eigene lokale Netzwerke aufzubauen. Auch Nikopol und Ljubljana sollen eingeladen werden, sich der Erklärung anzuschließen und an der weiteren Entwicklung des Netzwerks mitzuwirken.
Europa vor Ort: 30 Teilnehmende aus zehn Städten gestalten gemeinsames Netzwerk
Europa lebt von persönlichen Begegnungen und der Zusammenarbeit vor Ort. Dies zeigte der europäische Workshop „Europa vor Ort – Stadtentwicklung, Demokratie und Erinnerungskultur in europäischen Städten", den der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen und der Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. vom 10. bis 14. September 2026 in Leverkusen und Jülich veranstalteten.
Rund 30 jüngere und ältere Teilnehmende aus zehn Städten und acht Ländern kamen zusammen. Vertreten waren Leverkusen, Jülich, Oulu, Racibórz, Schwedt/Oder, Villeneuve d'Ascq, Battipaglia, Bracknell, Delphi und Gabrovo. Der generationenübergreifende und internationale Austausch prägte alle Programmpunkte. Der Workshop wurde durch einen Europa-Scheck des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Das fünftägige Programm verband intensive Arbeitsphasen mit Exkursionen, Ausstellungen, Buchvorstellungen, Konzerten und zahlreichen persönlichen Begegnungen. Der Workshop machte deutlich, welches Potenzial in der Zusammenarbeit historischer Vereine, Kommunen, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie verschiedener Generationen liegt. Stadtgeschichte lokal verankert – europäisch vernetzt: Unter diesem Leitgedanken soll die beim Workshop gestärkte Zusammenarbeit in den kommenden Jahren fortgeführt und weiter ausgebaut werden.
Einen ausführlichen Bericht über die Programmpunkte des Workshop-Wochenendes finden Sie hier.
OGV und Schwedter GeschichtsVerein besiegeln ihre Partnerschaft
Geschichte verbindet Menschen über Generationen und Grenzen hinweg: Unter diesem Leitgedanken haben der Opladener Geschichtsverein von 1979 e. V. Leverkusen (OGV) und der Schwedter GeschichtsVerein e. V. (SGV) am 13. September 2026 ihre Partnerschaft offiziell bekräftigt. Die Partnerschaftsurkunde wurde von Michael D. Gutbier, 1. Vorsitzender des OGV, und Harald Sichtig, Vorsitzender des Schwedter GeschichtsVereins, unterzeichnet.
Die Vereinspartnerschaft knüpft an eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit an. Bereits seit 1999 unterhielt der OGV enge Beziehungen zum ehemaligen Schwedter Heimatverein e. V. Nach dessen Zusammenschluss mit dem Kulturhistorischen Verein „Schwedter Dragoner" e. V. und dem Förderverein für die Städtischen Museen Schwedt/Oder „Otto Borriss" e. V. zum Schwedter GeschichtsVerein e. V. wird diese gewachsene Verbindung nun in neuer organisatorischer Form fortgeführt und weiterentwickelt.
In der begleitenden Kooperationsvereinbarung haben beide Vereine die Inhalte ihrer zukünftigen Zusammenarbeit konkret festgelegt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Begegnung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Durch gemeinsame Bildungs- und Austauschprojekte sollen junge Menschen für Geschichte, Erinnerungskultur und demokratische Verantwortung gewonnen werden. Zugleich wollen beide Vereine ihre Zusammenarbeit im europäischen Netzwerk „StadtRäume / UrbanSpaces" dauerhaft stärken und gemeinsam neue europäische Projekte entwickeln, beantragen und umsetzen. Schwedt/Oder bringt dabei insbesondere seine Erfahrungen mit Stadtumbau und Transformation, Industrie- und Sozialgeschichte, Demokratieentwicklung nach 1990 sowie seine Perspektive als Stadt im deutsch-polnischen Grenzraum ein.
Die Partnerschaft steht für Offenheit, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung. Sie soll dazu beitragen, das historische und kulturelle Erbe beider Städte und Regionen zu erforschen, zu bewahren und einer breiten Öffentlichkeit lebendig zu vermitteln.
Der neue Leverkusener Denkmalkalender 2027 steht unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ und greift damit das Motto des Tags des offenen Denkmals auf. Im Mittelpunkt stehen Bewegung, Austausch und Verbindungen – und die Frage, welche Bedeutung Straßen, Plätze, Brücken, Bahnhöfe und andere infrastrukturelle Knotenpunkte für das Zusammenleben und die Entwicklung einer Stadt haben.
Entstanden ist der Kalender in Zusammenarbeit des Opladener Geschichtsvereins von 1979 e. V. Leverkusen (OGV) mit dem Verein zur Förderung künstlerischer Bildmedien Bayer e. V. Leverkusen (VFkB). Die Fotografen des VFkB werfen mit ihren Aufnahmen besondere Blicke auf die Verbindungen und Knotenpunkte Leverkusens. Durch die gezielte farbliche Hervorhebung einzelner Elemente erhalten bekannte Straßen, Plätze und Brücken auf den überwiegend in Schwarz-Weiß gehaltenen Fotografien ein neues Gesicht.
Die zwölf Monatsmotive führen quer durch Leverkusen. Zu sehen sind unter anderem der Friedrich-Ebert-Platz und der Ludwig-Erhard-Platz in Wiesdorf, der Bahnhof und der Berliner Platz in Opladen, die Autobahnbrücke A3 in Manfort, der Japanische Garten, der Wasserturm in der Bahnstadt Opladen, der Hafen in Hitdorf, Freudenthal in Schlebusch sowie die Eisenbahnbrücke über die Wupper. Das Titelmotiv zeigt die Neulandbrücke in Wiesdorf.
Der Kalender ist während der Öffnungszeiten der Ausstellung in der Villa Römer sowie in der GeschichtsGalerie in der Rathaus-Galerie (samstags) erhältlich. Der Denkmalkalender wird in zwei Formaten angeboten: DIN A4 kostet 9,50 Euro, DIN A3 kostet 12,50 Euro.
Mitglieder des OGV erhalten den Kalender kostenfrei als Jahresgabe. Das Mitgliederangebot gilt ausschließlich bei persönlicher Abholung. Ein Versand ist nicht möglich.
Mit seinen zwölf künstlerischen Motiven verbindet der Denkmalkalender Stadtgeschichte und Fotografie und lädt dazu ein, Leverkusen Monat für Monat aus einer neuen Perspektive zu entdecken.
Für einen Download des Inhaltsverzeichnisses bitte auf das Bild klicken!
Neuer Sammelband "StadtRäume zwischen den Kriegen" beleuchtet die Zwischenkriegszeit in Jülich und Leverkusen
Im Rahmen des europäischen Workshops "Europa vor Ort" wurde der neue Band 20 der Schriftenreihe "Montanus" vorgestellt. Unter dem Titel "StadtRäume zwischen den Kriegen in Leverkusen und Jülich" dokumentiert die Publikation die Ergebnisse der gleichnamigen Ausstellungen und vertieft deren Themen in zahlreichen Einzelbeiträgen. OGV-Pressesprecher Jörn Wenge befragte in einem Podiumsgespräch den Herausgeber Guido von Büren sowie den Redakteur der Beiträge über Leverkusen, Philipp Schaefer, zur Entstehungsgeschichte und Bedeutung des Bandes im Rahmen des Projektes "StadtRäume".
Der von Guido von Büren und Michael D. Gutbier herausgegebene Band umfasst insgesamt 46 Beiträge von 36 Autorinnen und Autoren. Sie untersuchen die Entwicklung beider Städte in der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg und nehmen politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und städtebauliche Veränderungen in den Blick. Dabei werden sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen Jülich und Leverkusen sichtbar. Die Beiträge zeigen, wie sehr die Zwischenkriegszeit von politischen Umbrüchen, wirtschaftlichen Krisen, gesellschaftlichen Veränderungen und neuen Vorstellungen von Stadtentwicklung geprägt war.
Die Buchpräsentationen in Leverkusen und Jülich unterstrichen zugleich die enge Zusammenarbeit des Opladener Geschichtsvereins von 1979 e. V. Leverkusen und des Jülicher Geschichtsvereins 1923 e. V. Beide Vereine beschäftigen sich seit mehreren Jahren gemeinsam mit Fragen der Stadtgeschichte und der europäischen Erinnerungskultur.
Mitglieder des Opladener Geschichtsvereins erhalten jeweils ein Exemplar des Bandes kostenfrei. Die Ausgabe ist in der Villa Römer beziehungsweise über die Geschäftsstelle des OGV erhältlich. Auch in der Geschichtsgalerie in der Rathaus-Galerie Leverkusen soll das Buch angeboten werden. Der Verkaufspreis beträgt 29,80 Euro. Voraussichtlich innerhalb der nächsten 14 Tage wird der Band außerdem über den Buchhandel erhältlich sein.
Ausblick: 4. November 2026: Vortrag "80 Jahre Nordrhein-Westfalen"
In Bezug auf die Gründungsphase Nordrhein-Westfalens schien deren Geschichte lange Zeit so gut wie auserzählt. Nordrhein-Westfalen war, so der wissenschaftliche Konsens, eines der 1946 oder später entstandenen typischen „Bindestrich-Länder“, ein Produkt der unmittelbaren Nachkriegszeit, ohne eigene Vorgeschichte und Traditionen, ein von der britischen Besatzungsmacht aus vor allem außenpolitischen und ökonomischen Motiven geradezu willkürlich zusammengesetztes Konglomerat aus den nördlichen Resten der alten Rheinprovinz und der ehemaligen preußischen Provinz Westfalen, 1947 ergänzt durch das vormals selbständige Land Lippe-Detmold. Der Gründungsakt vom August 1946, die „Operation Marriage“, wurde zum Sinnbild einer administrativen Maßnahme der Briten, die Rheinländern und Westfalen verkündet wurde, ohne sie zu fragen, und die beide schließlich gegen ihren Willen in einem neuen, gemeinsamen Land zwangsvereinte. Jüngste Forschungsergebnisse lassen an diesem Mythos begründete Zweifel aufkommen.
Berücksichtigt man die vielfältigen Pläne und Vorstellungen aus der Zeit der intensiven Reichsreformdebatte der Weimarer Republik und die Initiativen der Ruhrindustrie zur Schaffung einer Wirtschaftsprovinz „Rheinland-Westfalen“ ohne den südlichen Teil der damaligen Rheinprovinz unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, erscheint es zumindest nicht vermessen, die vorgeblich so „künstlich“ und von außen aufgezwungene Existenz Nordrhein-Westfalens als eine verspätete Realisierung im Wesentlichen älterer deutscher Ideen und Konzepte neu zu deuten.
Referent: Dr. Guido Hitze, Direktor des Instituts für Landeszeitgeschichte NRW an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Mittwoch, 4. November 2026, 18:30 Uhr Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte (in der Reihe Geschichte am Kamin)
in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen
Ausblick II: Tagesfahrt nach Erkelenz am 14. November
700 Jahre Erkelenz: Vom Herzogtum Geldern bis zum Braunkohletagebau
Der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. lädt in Kooperation mit dem Jülicher Geschichtsverein am Samstag, den 14. November 2026, zur einer Tagesfahrt nach Erkelenz ein. Die Stadt begeht 2026 ihr 700-jähriges Stadtjubiläum. Sie bildete lange Zeit eine Exklave des Herzogtums Geldern im Herzogtum Jülich. Erst 1713 fiel die Stadt an das Herzogtum Jülich. Historische Bauwerke in der Altstadt sind u.a. die Pfarrkirche St. Lambertus, die Reste der mittelalterlichen Burg und der Stadtbefestigung sowie das Alte Rathaus von 1546. Eine besondere Herausforderung für die Stadt Erkelenz stellt der Braunkohletagebau Garzweiler II dar, dem schon eine Reihe von Ortsteilen weichen mussten. Zuletzt wurden einzelne Ortsteile umgesiedelt, während die historischen Ortslagen nun doch nicht dem Tagebau zum Opfer fallen werden. Eine Rundfahrt zu den Umsiedlungsstandorten und an den Tagebaurand rundet die Tagesexkursion ab, die im ehemaligen Kloster Hohenbusch ihren Abschluss finden wird.
Der Kostenbeitrag beläuft sich auf € 75,- (inkl. Eintritt und Führung sowie Kaffeepause). Mitglieder des Geschichtsvereins erhalten eine Ermäßigung von € 5,-. Interessenten können sich online anmelden unter https://jgvogv.de/programm/anmeldung-zu-fahrten oder telefonisch bei Gunda Greve unter Tel. 02461-345660.
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Herausgeber:
Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen
Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte, Haus-Vorster Str. 6, 51379 Leverkusen (Opladen)
www.ogv-leverkusen.de
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