23. Leverkusener Geschichtsfest trotzt dem Regen
Unter dem Motto „NETZwerke: Denkmale und Infrastruktur" lud der Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen gemeinsam mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Leverkusen und weiteren Partnern zum 23. Leverkusener Geschichtsfest in die Villa Römer ein. Trotz des schlechten Wetters nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Stadtgeschichte zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und die vielfältigen Angebote wahrzunehmen. Das Haus war während des gesamten Tages gut besucht.
Eröffnet wurde das Geschichtsfest in Vertretung des Oberbürgermeisters durch Bürgermeister Mohammed Rifi. Einen weiteren Beitrag zur Eröffnung leistete Frau Kloke von der VR Bank eG Bergisch Gladbach-Leverkusen, die das Geschichtsfest erneut als Förderer unterstützte. In ihrer Ansprache hob sie die Bedeutung der kontinuierlichen Arbeit des OGV und die langjährige, verlässliche Förderung durch die VR Bank hervor.
Lediglich die geplante Radtour entlang der Balkantrasse musste wetterbedingt ausfallen. Alle weiteren Programmpunkte konnten stattfinden. Besonders großen Zuspruch fanden die beiden Bustouren auf den Spuren des Deutschen Ordens, die sehr gut besucht waren. Die Fahrten verbanden das Schloss Morsbroich mit der Nepomukkapelle beziehungsweise der Gezelinkapelle und machten die religiösen, gesellschaftlichen und infrastrukturellen Netzwerke des Ordens anschaulich.
Zum weiteren Programm gehörten der Rundgang durch das Opladener Industrie- und Villenviertel sowie Führungen durch die Dauer- und die neue Jahresausstellung „Gewachsen. Geplant. Gelungen? – Stadtentwicklung in Leverkusen". Auch das Stadtarchiv öffnete seine Türen und ermöglichte Einblicke in historische Quellen und die dokumentierte Entwicklung der Stadt.
Einen besonderen Akzent setzte die europäische Beteiligung. Gäste des unmittelbar zuvor durchgeführten Workshops „Europa vor Ort" nahmen am Geschichtsfest teil und brachten die Perspektiven ihrer Städte und Länder ein. Die europäische Open-Air-Ausstellung und eine englischsprachige Führung über den Opladener Frankenberg machten die internationale Vernetzung unmittelbar erlebbar.
Großes Interesse fand zudem die Präsentation des Youth Media Lab. Junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer des europäischen Workshops stellten ihre Arbeitsergebnisse und die von ihnen produzierten Medienbeiträge vor. Damit wurde deutlich, wie lokale Geschichte, europäischer Austausch und die Beteiligung junger Menschen miteinander verbunden werden können.
Für das leibliche Wohl sorgte die Griechische Gemeinde, die mit ihrem Angebot wesentlich zur gastfreundlichen Atmosphäre beitrug. Am Büchertisch des Bergischen Geschichtsvereins konnten sich die Gäste über regionalgeschichtliche Veröffentlichungen informieren.
Für einen stimmungsvollen Abschluss sorgte die Band Super Jazz. Nach zweijähriger Pause war sie wieder beim Geschichtsfest dabei und begeisterte das Publikum mit ihrem Konzert. So endete ein trotz des Regens sehr gut besuchter Tag mit Musik, Begegnungen und vielen Gesprächen.
Der OGV dankt allen Mitwirkenden, Kooperationspartnern, Förderern, Helferinnen und Helfern sowie den internationalen Gästen, die zum Gelingen des 23. Leverkusener Geschichtsfestes beigetragen haben.
