Studienreise nach Oulu: OGV erlebt Europas Kulturhauptstadt 2026

Eine 28-köpfige Studiengruppe des Opladener Geschichtsvereins besuchte vom 30. August bis 6. September 2026 die finnische Partnerstadt Oulu. Die Reise verband nordfinnische Geschichte und Kultur mit persönlichen Begegnungen und neuen Impulsen für das europäische Netzwerk „StadtRäume – UrbanSpaces".

Im Jahr der Europäischen Kulturhauptstadt 2026 führte die Studienreise des Opladener Geschichtsvereins von 1979 e.V. Leverkusen in enger Zusammenarbeit mit der Deutsch-Finnischen Gesellschaft NRW nach Oulu. Der Aufenthalt stand ganz im Zeichen von „Oulu2026" und der seit fast 60 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Oulu und Leverkusen.

Zur 28-köpfigen Reisegruppe gehörten unter anderem der 1. Vorsitzende des OGV, Michael Gutbier, der Vorsitzende des Jülicher Geschichtsvereins, Guido von Büren, Elfi Heua von der Deutsch-Finnischen Gesellschaft NRW sowie Dr. Ulrich Bornewasser, Vorsitzender des Fördervereins des Industriemuseums Freudenthaler Sensenhammer.

Ein Höhepunkt der Reise war der offizielle Empfang im Rathaus von Oulu. Dort begrüßten Lauri Nikula, Vorsitzender des Ouluer Stadtrates, und Susanna Kisner aus dem Stadtvorstand die Gäste aus Leverkusen. Eine wichtige Rolle spielte zudem der Finnland-Deutschland Verein Oulu mit seinem Vorsitzenden Gottfried Effe, dessen langjähriges Engagement für die deutsch-finnische Freundschaft ausdrücklich gewürdigt wurde.

Als besonderes Zeichen der Verbundenheit überreichte Bernhard Marewski, Vorsitzender der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Leverkusen, im Namen der Studiengruppe eine im historischen Freudenthaler Sensenhammer handgeschmiedete Schreibfeder aus einer Sichel. Das Kunstobjekt verbindet Tradition und Arbeit mit Bildung und Kommunikation und steht zugleich für den gemeinsamen Wunsch, die europäische Geschichte beider Städte weiterzuschreiben.

Das abwechslungsreiche Reiseprogramm vermittelte vielfältige Einblicke in die Geschichte, Kultur und gesellschaftliche Entwicklung Nordfinnlands. Die Gruppe besuchte unter anderem die Insel Hailuoto mit dem Bauernhofmuseum Kniivilä, das archäologische Zentrum Kierikki und das Freilichtmuseum Turkansaari. Beim Familienunternehmen LOVI Oy lernten die Teilnehmenden zudem die Verbindung von traditioneller Handwerkskunst, nordischem Design und ökologischer Nachhaltigkeit kennen.

Eine Exkursion führte die Gruppe bis an den Polarkreis nach Rovaniemi. Dort standen das Wissenschaftszentrum Arktikum, die Überschreitung des Polarkreises und ein Besuch beim „Joulupukki", dem finnischen Weihnachtsmann, auf dem Programm.

Die Begegnungen in Oulu dienten zugleich dazu, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Perspektiven für die europäische Zusammenarbeit zu entwickeln.

„Die Studienreise nach Oulu war für den OGV zugleich ein wichtiger Schritt zur Erweiterung unseres europäischen Netzwerks ‚StadtRäume – UrbanSpaces'. Auch wenn der ursprünglich geplante Workshop nicht stattfinden konnte, haben wir vor Ort wertvolle Gespräche geführt und konkrete Überlegungen entwickelt, wie wir die Zusammenarbeit mit Oulu künftig vertiefen und die Stadt noch stärker in unsere weiteren europäischen Projektplanungen einbinden können", erklärt Michael Gutbier, 1. Vorsitzender des OGV.

Mit zahlreichen Eindrücken und neuen Impulsen kehrte die Gruppe nach Leverkusen zurück. Die Reise zeigte eindrucksvoll, dass die Städtepartnerschaft zwischen Oulu und Leverkusen auch nach fast sechs Jahrzehnten lebendig ist und einen wichtigen Beitrag zu Verständigung, Freundschaft und europäischem Zusammenhalt leistet.