Partner in Schwedt / Oder (Brandenburg)
Im Wendejahr 1989 beginnt auch die Städtepartnerschaft Leverkusens mit der brandenburgischen Stadt Schwedt/Oder.
Die Partnerschaft zwischen dem OGV und dem "Schwedter Heimatverein e.V." wurde 1999 offiziell bestätigt.
Bisheriger Höhepunkt der Kooperation mit dem Schwedter Heimatverein war eine Studienreise von Leverkusenern durch Ostbrandenburg und nach Schwedt im Jahr 1994.
Schwedter Heimatverein e. V.
1. Vorstellung:
Name:
Schwedter Heimatverein e. V. (SHV)
Vorsitzender:
Jürgen Thiemer
Gründung:
1990
Ziele:
-Heimat-, Denkmal- und Geschichtspflege in Schwedt
-Schwedter Treffen (für „Alt-Schwedter“)
Tätigkeitsfelder / Aktivitäten:
-Veranstaltungen
-Publikationen
-Bewahren von Kulturgut
-Denkmalpflege
-Schwedter Treffen
Kurze Chronik:
Unter der Bezeichnung „Verschönerungsverein“ wurde 1924 unser Verein gegründet. Im Jahre 1929 erfolgte dann die Umbenennung in „Heimat-Verein Schwedt e. V.“. Der Heimatverein Schwedt e. V. existierte bis 1945. In der sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR war kein Vereinswesen dieser Art gestattet. Es hatte ohnehin eine große Anzahl von Schwedter Bürgern nach Westberlin und in die westlichen Zonen, der späteren BRD, verschlagen. 1953 jedoch gründeten sie, in heimatlicher Verbundenheit, den „Uckermärkischen Heimatverein in Berlin (West-). Dieser Verein hörte vermutlich 1968 auf zu existieren, da mit der Nr. 37 die letzte Ausgabe das „Schwedter Heimatblatt“ erschienen war. Die Wende 1989 schuf dann die Möglichkeit, aufbauend auf das Vergangene, sich in Fortsetzung nun neu zu formieren und gründen. 1990 war es dann so weit und unter Leitung von Herrn Dr. Libert, seinerzeit Leiter des Museums in Schwedt, wurde der „Schwedter Heimatverein e. V.“ gegründet.
Publikationen:
„Schwedter Jahreshefte“. Diese Schriftenreihe beschäftigt sich mit der Geschichte der Stadt Schwedt, aber auch von Ortsteilen, Personen und Brauchtum in der Region.
Webseite:
www.schwedter-heimatverein.de
Adresse:
Jürgen Thiemer, John-Schehr-Straße 7, 16303 Schwedt
2. Kooperation mit dem OGV
Felder der Kooperation:
(1) Schriftentausch
(2) Begegnungen und fachlicher Austausch
(3) gemeinsame Aktivitäten und Reisen
(4) gemeinsame Ausstellungen und Projekte
Chronik:
-Partnerschaftsurkunde: 20. August 1999 (Unterzeichner: SHV: Torsten Freyhof bzw. Eva Brummund und OGV: Michael Gutbier)
-1991 erste Kontaktaufnahme
-1994 erster OGV-Besuch in Schwedt
-folgend wechselseitige Besuche, Schriftentausch, Vorträge, Exkursionen, Studienreisen und Ausstellungen
-Dreier-Kooperationsprojekte mit der Société Historique de Villeneuve d´Ascq et du Mélantois
-2009 Teilnahme am Seminar „Schmelztigel Rheinland“
Förderverein für die Städtischen Museen Schwedt/Oder „Otto Borriss“ e.V.
Neben der langjährigen partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Schwedter Heimatverein e.V. und den Städtischen Museen Schwedt/Oder hat der OGV in den letzten Jahren sein Netzwerk in Schwedt/Oder insbesondere in der gemeinsamen Projektarbeit weiter ausgeweitet. Hier soll nun der Förderverein für die Städtischen Museen Schwedt/Oder „Otto Borriss“ e.V. kurz vorgestellt werden:
Unser Museumsförderverein wurde im Mai 2010 gegründet und sieht sich als Nachfolger des von Otto Borriss 1930 ins Leben gerufenen Museumsvereines Schwedt. Eine Gruppe von Schwedter Bürgern um Otto Borriss legte zu dieser Zeit die Grundlagen für ein im Schwedter Schloss ansässiges Heimatmuseum. Aus dem Gründerjahr gibt es ein historisches Foto mit den Vereinsmitgliedern vor dem damals noch vorhandenen Schwedter Schloss in historischer Bekleidung des Barock.
Der Mensch Otto Borriss war zeitlebens neben seiner Tätigkeit als Lehrer ein unermüdlicher Heimatforscher und Sammler und konnte die Jugend für die Geschichte der Stadt Schwedt begeistern. Seinem Weitblick ist es zu verdanken, dass die durch die Zerstörung der Stadt Schwedt 1945 noch vorhandenen Restbestände an musealen Gegenständen und Archivmaterialien gerettet werden konnten. Sie waren in alle Himmelsrichtungen verstreut und nach dem Neubeginn fanden einige wichtige Kunstgüter wieder einen Platz im neuen Schwedter Stadtmuseum. Sie bilden die Basis für die heute vorhandenen Sammlungen. Seine Verdienste haben uns bewogen, ihn als Namenspatron für unseren Museumsverein zu ehren und wir führen sein Konterfei als Vereinslogo.
Zur 750-Jahrfeier der Stadt Schwedt hat sich der Museumsförderverein in Anlehnung des Gründerjahres 1930 in entsprechende zeitgemäße Kostümierung begeben und am Festumzug ein Stück Geschichte der Stadt Schwedt dargestellt.
Otto Borriss haben wir auch die Entdeckung des Archivdokumentes zu verdanken, das zur Datierung eben dieser 750-Jahrfeier der Stadt führte . Das Dokument ist leider durch die Kriegswirren verloren gegangen.
Der Förderverein der Städtischen Museen Schwedt/Oder „Otto Borriss“ e.V. unterstützt die musealen Einrichtungen Stadtmuseum, Jüdisches Ritualbad und Tabakmuseum der Stadt Schwedt.
Ziele des Fördervereins sind die Förderung von Kunst und Kultur in der Stadt Schwedt und der Region, der Heimatpflege sowie die finanzielle und materielle Unterstützung der Städtischen Museen. Die Ziele werden insbesondere verwirklicht durch:
- Förderung der stadt- und regionalgeschichtlichen Museen in Schwedt,
- Unterstützung bei der Sammlung von Exponaten und bei wissenschaftlicher Forschung in Vorbereitung von Ausstellungen,
- Unterstützung bei der Vervollständigung der musealen Sammlung durch Ankäufe und Spenden, Darstellung und Pflege der Sammlung, zum Beispiel durch Restaurierungsmaßnahmen und Übernahme von Patenschaften für gefährdete Sammlungsobjekte,
- Einsatz für die Denkmalpflege im Stadtgebiet und darüber hinaus sowie für die Erhaltung von historischen, stadtbildprägenden Gebäuden und Plätzen,
- Mitarbeit in stadtbildprägenden Gremien,
- materielle und personelle Unterstützung, unter anderem bei der Organisation und Durchführung von Ausstellungen, Veranstaltungen und der Erarbeitung von Publikationen.
- Förderung der grenzüberschreitenden internationalen musealen Zusammenarbeit insbesondere mit polnischen Institutionen, Fördervereinen und Netzwerken.
Unser Förderverein ist im Rahmen stadtgeschichtlicher Forschung an verschiedenen Projekten eigenständig bzw. mitarbeitend tätig, die zu einer Reihe von Publikationen (u.a. Vorträgen, Filmprojekten, Veröffentlichungen) geführt haben. Wir haben, begleitet von der Unteren Denkmalschutzbehörde, die erhaltenen Reste der jüdischen Synagoge in Schwedt in einer komplexen, dreijährigen Aktion ausgegraben, Fundstücke dokumentiert und die Voraussetzungen für eine dauerhafte Sicherung geschaffen.
Aktuell waren unsere Mitglieder Ende 2019/Anfang 2020 sehr aktiv im Schwedter Park Monplaisir tätig. In umfangreichen, schweißtreibenden Arbeitseinsätzen wurden in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Schwedt erste Aufräumarbeiten im Eingangsbereich des Parks realisiert. Es wurden großflächig zugewachsene Bereiche des Unterholzes freigelegt. Mit diesem Einsatz wollten wir ein Zeichen für den zeitgemäßen Umgang mit diesem historischen Kleinod setzen. (Harald Sichtig)
Kulturhistorischer Verein „Schwedter Dragoner“ e.V.
Neben der langjährigen partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Schwedter Heimatverein e.V. und den Städtischen Museen Schwedt/Oder hat der OGV in den letzten Jahren sein Netzwerk in Schwedt/Oder insbesondere in der gemeinsamen Projektarbeit weiter ausgeweitet. Hier soll nun der Kulturhistorische Verein „Schwedter Dragoner“ e.V. kurz vorgestellt werden:
Zusammenfassung der wichtigsten Aufgaben:
- Förderung von Kunst und Kultur
- Förderung der Heimatpflege
- Förderung der Heimatkunde
Ziel und Zweck des Vereins lt. Satzung:
Der Kulturhistorische Verein „Schwedter Dragoner“ e.V. ist ein organisierter Zusammenschluss stadt- und kulturgeschichtlich interessierter Bürger.
Zweck des Vereins ist die Förderung kultureller Traditionen der Stadt Schwedt/Oder im Zusammenhang mit dem ehemaligen Dragonerregiment.
- Förderung der Verbundenheit der Einwohner mit kulturellen Traditionen der Stadt Schwedt
- Pflege, Erhaltung und Erweiterung der künstlerisch-geschichtlichen Ausgestaltung des Vereinsheimes
- Vermittlung historischer Kenntnisse durch öffentliche Präsentationen bei städtischen Höhepunkten
- Zusammenarbeit mit dem Reitclub „Perle der Uckermark“ e.V.
- Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Vereinen zur Pflege historischer Vorgänge und Traditionen des ehemaligen Schwedter-Dragonerregiments.
Der Verein ist kein Sammelplatz für revanchistische Demagogen und distanziert sich entschieden von links- und rechtsextremistischem Gedankengut.
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
Kurzdarstellung des Vereins:
„Tradition einer Armee habe es zu sein, an der Spitze des Fortschritts zu marschieren“, so die Auffassung Scharnhorsts zum Begriff Tradition, der sich die Mitglieder des Kulturhistorischen Vereins „Schwedter Dragoner“ e.V. gerne anschließen.
Eines der Ziele des Vereins ist es, zu zeigen, wie es damals war.
Bildliche Darstellung in historischen Uniformen, Nachstellung historischer Ereignisse, das Leben im Biwak zu jener Zeit und hauptsächlich die Auseinandersetzung mit der Geschichte der „Schwedter Dragoner“ – mit diesen Mitteln versucht der Verein, ein Stück Heimatgeschichte erlebbar zu machen.
Wie wohl in keiner anderen Garnisonsstadt war das Verhältnis der Bürger zu den Soldaten so herzlich wie in Schwedt. Ritten die Dragoner zum Manöver aus, säumten die Bürger die Straßen, um ihre Dragoner zu verabschieden. Viele Bilder aus der damaligen Zeit belegen dies.
Die Uniformen sind Nachbildungen aus der Zeit der Befreiungskriege gegen die Napoleonische Unterdrückung von 1813 / 1814. In diesen Uniformen zogen die Schwedter Dragoner aus, um gemeinsam mit den Verbündeten, Deutschland von den Franzosen zu befreien. In diesen Kriegen, die mit der Schlacht von Waterloo endeten, haben sich die „Schwedter Dragoner“ ausgezeichnet.
Seit 1964 trägt eine Einheit der Bundeswehr den „Schwedter Adler“ als Traditionszeichen. Dieses Zeichen und sein heutiges Devisenband „Einigkeit-Recht-Freiheit“ machen deutlich, dass Pflege soldatischer Tugenden, eine sinnvolle Auswahl von Werten, über alle Zeitgrenzen hinweg und das Eintreten für die freiheitlich demokratische Grundordnung kein Widerspruch sind.
Im Lauf der Jahre nahm der Verein an Treffen mit anderen Traditionsgruppen aus ganz Europa teil. Sie finden zu historischen Daten und an historischen Orten statt. So sind zum Beispiel die Orte Dennewitz, Großgörschen, Wartenburg, Bourtange (Holland), an der Katzbach (Polen), Jena / Auerstedt usw. Geschichtsinteressierten ein Begriff.
Aber auch durch das Auftreten bei Veranstaltungen in der Region, wie Festumzüge bei Stadtfesten und anderen Höhepunkten, macht der Verein auf sich aufmerksam, wobei oft eine kleine Ausstellung mit Dokumenten und Gegenständen der Zeit mitgeführt werden.
Durch die museumstechnische Aufarbeitung der vorhandenen Zeitzeugnisse und die Präsentation in den Räumen des Vereinsobjektes in Schwedt, OT Blumenhagen, wird versucht, die Heimatgeschichte allen Interessierten nahe zu bringen. (Andreas Franke)
