Europa zu Gast in Leverkusen: „StadtRäume / Urban Spaces“ bringt Generationen und Städte zusammen
Europäischer Workshop in Leverkusen und Jülich
Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam Stadt gestalten – Europa gemeinsam entwickeln“ findet vom 10. bis 14. September 2026 in Leverkusen und Jülich ein weiterer großer europäischer Workshop des Netzwerks „StadtRäume / Urban Spaces“ statt.
Erwartet werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Battipaglia (Italien), Gabrovo (Bulgarien), Delphi (Griechenland), Villeneuve d’Ascq (Frankreich), Bracknell (Großbritannien), Racibórz (Polen), Oulu (Finnland), Schwedt/Oder und Jülich sowie aus der Gastgeberstadt Leverkusen. Die internationale Zusammensetzung macht deutlich, was „StadtRäume / Urban Spaces“ auszeichnet: Menschen aus unterschiedlichen Teilen Europas begegnen sich, tauschen Erfahrungen aus und entwickeln gemeinsam neue Projekte.
Auch PD Dr. Markus J. Prutsch vom Europäischen Parlament wird den Workshop begleiten. Am Freitag, 11. September, hält er in Jülich die europäische Keynote „Europa, Demokratie und Erinnerungskultur“.
Die Projektpartner aus Nikopol (Ukraine) und Ljubljana (Slowenien) können diesmal leider nicht persönlich am Workshop teilnehmen. Beide Städte bleiben jedoch Teil des Netzwerks und werden in die weitere Projekt- und Programmplanung einbezogen.
Junge Menschen gestalten Europa mit
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung junger Menschen. Rund die Hälfte der Workshopteilnehmenden gehört zur Altersgruppe der 15- bis 30-Jährigen. Sie sollen Europa nicht nur kennenlernen, sondern die weitere Zusammenarbeit aktiv mitgestalten.
Im Youth Media Lab arbeiten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in internationalen Teams. Sie beschäftigen sich mit Stadtentwicklung, Demokratie, Erinnerungskultur und europäischer Zusammenarbeit und begleiten den Workshop zugleich journalistisch und medial. Storytelling, Interviews, Video- und Fotodokumentationen sowie Social-Media-Beiträge gehören ebenso zum Programm wie die Entwicklung gemeinsamer europäischer Jugendprojekte. Langfristiges Ziel ist der Aufbau eines dauerhaften europäischen Jugendnetzwerks.
Parallel arbeiten die Projektleiterinnen und Projektleiter an der strategischen Weiterentwicklung von „StadtRäume / Urban Spaces“. Neben dem Austausch von Good Practices und Erfahrungen stehen neue europäische Förderprojekte und die langfristige Netzwerkstrategie „Urban Spaces 2030“ auf der Agenda.
Von der Projektarbeit in die Öffentlichkeit
Der Workshop verbindet intensive Arbeitsphasen mit Begegnungen und Exkursionen in Leverkusen und Jülich. Dazu gehören unter anderem die Auseinandersetzung mit der Neuen Bahnstadt Opladen, die Eröffnung der OGV-Jahresausstellung „Gewachsen. Geplant. Gelungen? – Stadtentwicklung in Leverkusen“ und die gemeinsame Arbeit an zukünftigen europäischen Projekten.
Seinen öffentlichen Höhepunkt findet das europäische Treffen am Sonntag, 13. September, beim 23. Leverkusener Geschichtsfest an der Villa Römer. Dort begegnen die europäischen Gäste den Bürgerinnen und Bürgern Leverkusens und präsentieren Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit. Zugleich wird die europäische Open-Air-Ausstellung „NETZWERKE – Denkmale & Infrastruktur: Europäische Stadtentwicklung seit 1945“ eröffnet.
Der Workshop wird im Rahmen der Initiative „Europa bei uns zuhause“ des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Im Mittelpunkt steht dabei eine Idee, die das gesamte Projekt trägt: Europa entsteht dort, wo Menschen einander begegnen, voneinander lernen und gemeinsam Verantwortung für ihre Zukunft übernehmen.
