Leverkusener Erklärung: Fundament für die weitere europäische Zusammenarbeit
Wie können Menschen über nationale Grenzen hinweg zusammenarbeiten, aus ihrer Geschichte lernen und gemeinsam Demokratie stärken? Diese Frage steht im Mittelpunkt der „Leverkusener Erklärung“, die Michael Schmidt vom Opladener Geschichtsverein und Guido von Büren vom Jülicher Geschichtsverein am 30. Oktober 2026 gemeinsam mit Oberbürgermeister Stefan Hebbel in der OGV-Geschichtsgalerie in der RathausGalerie vorstellten. Hebbel unterzeichnete die Erklärung bei diesem Anlass und bekräftigte: „Europa lebt vor Ort.“
Die Erklärung ist ein wichtiger Meilenstein für das europäische Städtenetzwerk „StadtRäume / UrbanSpaces“. Hervorgegangen aus der Zusammenarbeit des Opladener Geschichtsvereins von 1979 e.V. Leverkusen (OGV) und des Jülicher Geschichtsvereins 1923 e.V. (JGV), verbindet es mittlerweile zwölf Städte aus zehn europäischen Ländern. Dazu gehören Leverkusen und Jülich, sämtliche acht europäischen Partnerstädte Leverkusens – Schwedt/Oder, Bracknell, Delphi, Oulu, Racibórz, Villeneuve-d’Ascq, Ljubljana und Nikopol – sowie Battipaglia in Italien und Gabrovo in Bulgarien.
Erarbeitet wurde die Erklärung beim internationalen Workshop „Europa vor Ort“ vom 10. bis 14. September 2026 in Leverkusen und Jülich. Sie formuliert gemeinsame Grundsätze und ein Arbeitsprogramm für die Weiterentwicklung des Netzwerks bis 2030. Im Mittelpunkt stehen Demokratie und europäische Werte, Geschichte und Erinnerungskultur, Stadtgeschichte und Stadtentwicklung sowie Bildung und kultureller Austausch. Die gemeinsame Grundlage und die Möglichkeiten zur Beteiligung erläutert der OGV auf seiner Internetseite.
Aus diesen Zielen sollen konkrete Begegnungen und Gemeinschaftsprojekte entstehen. Vereine und Einrichtungen aus Kultur, Sport und Bildung können das Netzwerk nutzen, um internationale Kontakte aufzubauen und gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln. Dabei sollen auch Möglichkeiten einer Förderung erschlossen werden. Junge Menschen sollen die europäische Zusammenarbeit gleichberechtigt mitgestalten und eigene Ideen einbringen.
Für die Umsetzung sind verbindliche Strukturen vorgesehen: Jede Partnerorganisation soll zwei Ansprechpersonen benennen, darunter eine junge Person. Eine gemeinsame Steuerungsgruppe soll mindestens viermal jährlich digital zusammenkommen. Hinzu kommt ein jährliches offenes europäisches Netzwerkforum.
Auch erste inhaltliche Vorhaben werden benannt. Wie Radio Leverkusen am 30. Oktober berichtet, sind unter anderem gemeinsame Bildungsangebote und eine Ausstellung zur europäischen Geschichte geplant. Der Austausch soll helfen, voneinander zu lernen und jungen Menschen die Bedeutung von Demokratie zu vermitteln.
In ihrem offiziellen Social-Media-Beitrag betont die Stadt Leverkusen zudem die Verbindung zu bestehenden Aktivitäten vor Ort: zur Demokratiearbeit der Volkshochschule, zum jährlichen Geschichtsfest und zum Haus der Stadtgeschichte in der Villa Römer. Die europäische Zusammenarbeit kann so an lokale Erfahrungen und bestehendes Engagement anknüpfen.
Das Netzwerk ist offen für weitere Mitwirkende. Städte, Vereine, Organisationen und Privatpersonen können sich der Erklärung anschließen und die Zusammenarbeit mitgestalten. Jugendliche und Geschichtsinteressierte, die sich beteiligen möchten, erreichen die Verantwortlichen unter stadtraeume(at)ogv-leverkusen.de.
Die „Leverkusener Erklärung“ ist auf der Internetseite des OGV abrufbar.
Pressespiegel:
- Rheinische Post: „Leverkusener Erklärung 2026: Ein Netzwerk für ein demokratisches Europa“, Monika Klein, 30. Oktober 2026.
- Kölner Stadt-Anzeiger: „‚Leverkusener Erklärung‘ soll Menschen zusammenbringen“, Niklas Pinner, 1. November 2026.
- Radio Leverkusen: „Leverkusener Erklärung soll Demokratie in Europa stärken“, 30. Oktober 2026.
Die „Leverkusener Erklärung“ steht allen Interessierten zur Mitunterzeichnung offen. Sie können die Erklärung über den untenstehenden Link herunterladen, unterzeichnen und anschließend als Scan oder Foto per E-Mail an stadtraeumne(at)ogv-leverkusen.de senden.
