LIVING MEMORIALS: Europäische Erinnerungskultur digital erleben

Erleben Sie europäische Erinnerungskultur digital! Am Lise-Meitner-Gymnasium wurde gemeinsam mit dem OGV das Projekt LIVING MEMORIALS vorgestellt – inklusive einer interaktiven App. Entdecken Sie die Geschichte auf Ihrem Smartphone! Details und Link zur App jetzt auf unserer Website.

 

Am Lise-Meitner-Gymnasium in Leverkusen wurde das internationale Bildungsprojekt LIVING MEMORIALS vorgestellt. Initiiert wurde die Veranstaltung von Christian Drach, Geschichtslehrer am Gymnasium und zugleich Geschichtswart des Opladener Geschichtsvereins von 1979 e.V. Leverkusen (OGV).

Als Referenten begrüßte die Schule

  • André Bossuroy, Koordinator des Projekts,
  • sowie Roman Kroke, pädagogischer Leiter.

Die Veranstaltung machte deutlich: Erinnerungskultur ist nicht nur Rückblick – sie ist ein zentraler Baustein aktiver Demokratiebildung.

Film und App als neue Zugänge zur Geschichte

Im Mittelpunkt standen sowohl der Projektfilm als auch die neue mobile Anwendung LIVING MEMORIALS, die ab sofort im App Store und im Google Play Store verfügbar ist:

Hier der Link: https://www.livingmemorials.app/uber

Die App ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern, historische Orte und Erinnerungsräume interaktiv zu erkunden. Dabei verbindet sie lokale Geschichte mit europäischen Bezügen und schafft neue, digitale Zugänge zur Erinnerungskultur.

Geschichte wird hier nicht abstrakt vermittelt, sondern konkret erfahrbar: durch Orte, Biografien, Geschichten und digitale Interaktion. Gerade für junge Menschen entsteht so ein direkter Zugang zu historischen Fragestellungen – und zu den Grundlagen unserer demokratischen Gesellschaft.

Internationale Kooperation – Europäische Verantwortung

LIVING MEMORIALS ist ein europäisches Kooperationsprojekt zwischen:

  • dem Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen (OGV),
  • der Société Historique de Villeneuve d’Ascq (Frankreich),
  • sowie Médiel.

Diese Partnerschaft steht exemplarisch für gelebte europäische Zusammenarbeit im Bereich historisch-politischer Bildung. Sie verbindet lokale Erinnerungsorte mit einer gemeinsamen europäischen Perspektive und zeigt, dass Geschichte nicht an nationalen Grenzen endet.

Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Herausforderungen gewinnt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Fragen von Erinnerung, Demokratie und historischer Verantwortung besondere Bedeutung.

Die Rolle des OGV: Lokal verankert, europäisch vernetzt

Der Opladener Geschichtsverein bringt in dieses Projekt seine langjährige Erfahrung in der lokalen Geschichtsarbeit ein. Als Träger der Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte – engagiert sich der OGV seit Jahrzehnten für die Bewahrung, Erforschung und Vermittlung der Stadtgeschichte Leverkusens.

Mit LIVING MEMORIALS erweitert der Verein diese Arbeit um eine digitale und europäische Dimension:
Lokale Geschichte wird in einen größeren Zusammenhang gestellt, demokratische Werte werden historisch fundiert vermittelt, und junge Menschen werden zur aktiven Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart eingeladen.

Erinnerungskultur im digitalen Zeitalter

Das Projekt steht beispielhaft für eine moderne, partizipative Geschichtsvermittlung. Es verbindet analoge Orte mit digitalen Formaten, lokale Perspektiven mit europäischen Netzwerken und historische Forschung mit demokratischer Bildungsarbeit.

Der OGV freut sich, Teil dieses internationalen Projekts zu sein und damit einen Beitrag zur europäischen Erinnerungskultur und zur Stärkung demokratischer Werte zu leisten.