Oberbürgermeister Stefan Hebbel zu Gast in der Villa Römer – Auftakt für einen vertieften Dialog zur Geschichtsarbeit in Leverkusen
Am 2. Februar 2026 durfte der Opladener Geschichtsverein von 1979 e. V. Leverkusen Oberbürgermeister Stefan Hebbel in der Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte – begrüßen. Der Besuch war der erste Besuch des Oberbürgermeisters beim OGV in seiner neuen Funktion. Zahlreiche Mitglieder des Vorstands nahmen vor Ort oder digital an dem Gespräch teil.
Ziel des Treffens war es, dem Oberbürgermeister die Arbeit, Strukturen und inhaltlichen Schwerpunkte des OGV vorzustellen und zugleich einen offenen Austausch über zukünftige Perspektiven der Geschichtsarbeit in Leverkusen zu führen. Auch wenn es in früheren Funktionen bereits Berührungspunkte gegeben hatte, ging es nun ausdrücklich darum, den OGV als Leverkusener Geschichtsverein mit gesamtstädtischem Anspruch in seiner ganzen Breite zu präsentieren.
Der OGV skizzierte sein Selbstverständnis als Verein, der sowohl die Geschichte der Gesamtstadt als auch die der einzelnen Stadtteile im Blick hat und diese Ebenen bewusst miteinander verbindet. Die Weiterentwicklung der Geschichtsarbeit soll dabei auf bestehenden Beschlusslagen und gemeinsam getragenen Konzepten aufbauen und langfristig angelegt sein.
Ein zentraler Gesprächspunkt war die Frage, wie historische Bildungsarbeit – auch im schulischen Bereich – mit einem Mehrwert und im Dialog mit der Stadtgesellschaft künftig stärker und nachhaltiger verankert werden kann. Der OGV machte deutlich, dass er hierzu einen strukturierten Dialog mit der Stadt anstoßen möchte, um gemeinsam tragfähige Modelle zu entwickeln. Dabei sollen auch Möglichkeiten externer Unterstützung, etwa durch Förderprogramme oder Kooperationen, geprüft und mitgedacht werden.
Der Oberbürgermeister schilderte seinerseits die aktuellen Herausforderungen der Stadt, insbesondere vor dem Hintergrund der äußerst angespannten Haushaltslage, und gab Einblicke in seine Ideen zur zukünftigen Entwicklung städtischer Arbeit. Zugleich würdigte er die kontinuierliche Arbeit des OGV, die er über viele Jahre hinweg verfolgt habe, und betonte, dass sein eigenes Interesse an Geschichte – auch durch die vielfältigen Aktivitäten des Vereins – stetig gewachsen sei.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Villa Römer als Haus der Stadtgeschichte. Neben ihrer inhaltlichen Rolle wurde auch die aktuelle strukturelle Neuordnung und Weiterentwicklung der Villa Römer thematisiert. Gemeinsam wurde erörtert, wie dieser Ort künftig noch stärker als zentraler Knotenpunkt der Leverkusener Geschichtsarbeit wirken kann – vernetzt mit den Stadtteilen, mit Schulen, der Volkshochschule sowie mit Museen und weiteren kulturellen Einrichtungen im Stadtgebiet.
Der OGV hob zudem sein breites Netzwerk hervor – sowohl innerhalb Leverkusens als auch auf europäischer Ebene. Die internationale Projektarbeit zu Stadt-, Demokratie- und Erinnerungsgeschichte wurde als besonderes Profilmerkmal des Vereins vorgestellt und als wichtiger Beitrag zur Öffnung lokaler Geschichtsarbeit in europäische Zusammenhänge verstanden.
Ein gemeinsamer Nenner des Gesprächs war die Überzeugung, dass historische Arbeit immer auch demokratische Arbeit ist: nicht parteipolitisch, wohl aber klar in der Zivilgesellschaft verankert. Der OGV versteht es als seinen selbst gesetzten Auftrag, durch lebendige, dialogorientierte Geschichtsarbeit zur Stärkung demokratischer Kultur in Leverkusen beizutragen.
Positiv aufgenommen wurde vom Oberbürgermeister auch die Ankündigung des OGV, künftig in der Rathaus-Galerie präsent zu sein und dort ausgewählte Aspekte der Stadtgeschichte sichtbar zu machen. Dieses Vorhaben begrüßte Stefan Hebbel ausdrücklich als wichtigen Schritt, um Geschichtsarbeit stärker in den öffentlichen Raum der Stadt zu tragen.
Zum Abschluss des Treffens wurde vereinbart, den begonnenen Dialog kontinuierlich fortzusetzen und gemeinsam über nächste Schritte nachzudenken. Besonders erfreulich für den OGV: Oberbürgermeister Stefan Hebbel erklärte im Rahmen seines Besuchs seinen Beitritt zum Opladener Geschichtsverein. Zudem sagte er mündlich zu, die Schirmherrschaft über das Geschichtsfest am Tag des offenen Denkmals sowie über die jährliche Wechselausstellung weiterhin zu übernehmen.
Der Opladener Geschichtsverein heißt Oberbürgermeister Stefan Hebbel herzlich als neues Mitglied willkommen und sieht in diesem ersten Besuch einen wichtigen Auftakt für eine vertrauensvolle, langfristige Zusammenarbeit im Sinne einer lebendigen, demokratisch verankerten Stadtgeschichte.
