Veranstaltungsreihe

"Marksteine deutscher Geschichte aus rheinischer Perspektive"

in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen

Mit der Vortragsreihe „Marksteine deutscher Geschichte aus rheinischer Perspektive“ greifen JGV und OGV historische Ereignisse von nationaler Bedeutung auf und Fragen nach den jeweiligen Auswirkungen auf das Rheinland. Die Vorträge finden in Leverkusen in der Reihe „Geschichte am Kamin“ um 18.30 Uhr im Forum Leverkusen hybrid statt. Bitte beachten Sie die aktuellen Ankündigungen in der Presse und auf der jeweiligen Homepage der beiden Vereine.



Alle Vortrags- und weitere als hybrid oder virtuell gekennzeichnete Veranstaltungen können auch im virtuellen Veranstaltungsraum besucht werden.
 

Für alle Veranstaltungen ist eine vorherige Online-Anmeldung notwendig. Vielen Dank.
 


1152 - 1947 - 1972

Im Jahr 1152 wurde Friedrich I., genannt Barbarossa, (* um 1122; † 10. Juni 1190 im Fluss Saleph nahe Seleucia, Kleinarmenien), aus dem Adelsgeschlecht der Staufer (1147 bis 1152 als Friedrich III. Herzog von Schwaben) römisch-deutscher König und von 1155 bis 1190 Kaiser des römisch-deutschen Reiches. Seine Wahl war die Folge eines Interessenausgleichs mehrerer Fürsten.

In einer Rede am 5. Juni 1947 schlug Außenminister Marshall erstmals ein Hilfsprogramm für alle Staaten in Europa vor. Der Marshallplan, offiziell European Recovery-Program (ERP), war ein historisch bedeutendes Wirtschaftsförderungsprogramm der USA für den Wiederaufbau der Staaten Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Unter den am Programm teilnehmenden Staaten befanden sich neben den im Zweiten Weltkrieg mit den USA verbündeten Staaten auch die Kriegsgegner Bundesrepublik Deutschland und Österreich.

Die Olympischen Sommerspiele 1972 fanden 1972 in München statt. Die meisten Wettkämpfe wurden im Olympiapark München. Überschattet wurden die Spiele durch das Münchner Olympia-Attentat vom 5. September 1972, bei dem 11 israelische Athleten zunächst als Geiseln genommen und dann ermordet wurden.

Die kommunale Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen wurde in zwei großen Phasen zwischen 1966 und dem 1. Januar 1975 mit Korrekturen im Jahr 1976 durchgeführt. Das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Aachen (Aachen-Gesetz) vom 14. Dezember 1971 gliederte das Gebiet des damaligen Regierungsbezirks Aachen sowie des Kreises Euskirchen neu. Es trat am 1. Januar 1972 in Kraft und hatte auf Kreisebene die Zusammenlegung der Kreise Düren und Jülich zum neuen Kreis Düren zur Folge.

Was bedeuteten diese Ereignisse für die Menschen und Strukturen im Rheinland?

Vier Vorträge, davon einer nur in Jülich, mit ausgewiesenen Experten als Referenten beleuchten diese „Marksteine deutscher Geschichte“ aus einer dezidiert regionalen – sprich rheinischen – Perspektive.


1. Juni 2022: Vortrag "1947: Marshall-Plan"

Referent: Ulrich S. Soenius

Der Marshallplan war ein historisch bedeutendes Wirtschaftsförderungsprogramm der USA für den Wiederaufbau der Staaten Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zeitraum von 1948 bis 1952 wurden Hilfen im Wert von insgesamt 13,12 Milliarden Dollar (entspricht 2020 rund 141,67 Milliarden Dollar) an viele, insbesondere westeuropäische Staaten geleistet. Unter den am Programm teilnehmenden Staaten befinden sich neben den im Zweiten Weltkrieg mit den USA verbündeten Staaten wie Großbritannien, Frankreich und den Beneluxländern auch die Kriegsgegner Bundesrepublik Deutschland und Österreich.

Die Hilfsleistungen bestanden zu einem großen Teil aus Krediten sowie Lieferung von Rohstoffen, Lebensmitteln und Industriegütern. Das Programm verstand sich als Hilfe zur Selbsthilfe und war an Bedingungen geknüpft, wie dem Abbau von  Handelshemmnissen, der Stabilisierung der eigenen Währung oder der zwischenstaatlichen Kooperation. Die Initiative ging vom damaligen US-Außenminister George C. Marshall (Amtszeit 1947 bis 1949) aus, nach dem das Programm benannt und der deshalb auch 1953 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Da in den westeuropäischen Ländern spätestens ab 1950 der Nachkriegsboom einsetzte, galt und gilt der Marshallplan in der Bevölkerung als sehr erfolgreich, insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland. Wie groß sein tatsächlicher Anteil am Wirtschaftsaufschwung war, ist aber umstritten.

Mittwoch, 1. Juni 2022, 18:30 Uhr, Agamsaal, Forum Leverkusen, Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen-Wiesdorf (in der Reihe „Geschichte am Kamin")

Aufgrund der gültigen Covid19-Hygienerichtlinien ist die verbindliche Anmeldung hier oder telefonisch unter 02171-47843 zwingend notwendig!


Dies ist eine hybride Veranstaltung.


7. September 2022: Vortrag "1972: Die Olympischen Spiele in München"

Referent: Andreas Höfer

Die Olympischen Sommerspiele 1972 (offiziell Spiele der XX. Olympiade genannt) fanden vom 26. August bis zum 11. September 1972 in München statt. Das IOC vergab sie am 26. April 1966 an München, das sich gegen die Mitbewerber Montreal, Madrid und Detroit durchsetzte.

Die meisten Wettkämpfe wurden im Olympiapark München ausgetragen, mit dem Olympiastadion als zentrale Arena. Kiel-Schilksee war der Veranstaltungsort der Segelwettbewerbe. Die Wettbewerbe im Kanuslalom wurden in Augsburg ausgetragen.

Die Fußballspiele fanden auch in Nürnberg, Augsburg, Ingolstadt, Regensburg und Passau statt.

Überschattet wurden die Spiele durch das Münchner Olympia-Attentat vom 5. September 1972, bei dem elf israelische Athleten zunächst als Geiseln genommen und dann ermordet wurden. Die Spiele wurden nach einem Trauertag dennoch fortgesetzt.

Die Vorbereitung und Durchführung der Spiele in München hatten nachhaltige Wirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland – nicht nur im Raum München.

Mittwoch, 7. September 2022, 18:30 Uhr, Agamsaal, Forum Leverkusen, Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen-Wiesdorf (in der Reihe „Geschichte am Kamin")

Aufgrund der gültigen Covid19-Hygienerichtlinien ist die verbindliche Anmeldung hier oder telefonisch unter 02171-47843 zwingend notwendig!


Dies ist eine hybride Veranstaltung.


7. Dezember 2022: Vortrag "1052: Beziehungsgeschichten - Zur Wahl und Regentschaft König Friedrichs I."

Referent: Wolfgang Hasberg

Kaiser Rotbart lobesam, als der – dank Ludwig Uhland – Friedrich I. im Volksmund  besser bekannt ist, wurde 1152 zum König des Reiches gewählt. Seitdem waren es zwei Familien, welche die Geschicke des Reiches bestimmten – so zumindest schildert es der Chronist Otto von Freising. Denn mit Friedrich von Staufen und Heinrich dem Löwen hatten zwei seiner Neffen um die Königskrone gerungen, die letztlich dem schwäbischen Herzog Friedrich zugefallen war. Die Feindschaft zwischen den beiden Geschlechtern, die daraus erwuchs, führte am Ende des 12. Jahrhunderts zu einem erbitterten Thronstreit, der über ein Jahrzehnt währte. Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein folgte die Forschung der Auffassung vom welfisch-staufischen Streit, der das 12. Jahrhundert bestimmt habe.

Doch ganz so hat es sich nicht verhalten.

Ausgehend von der Wahl des Jahre 1152 wird daher die die Beziehungsgeschichte der Welfen und der Staufer in den Blick genommen, um die auf Otto von Freising zurückgehende These zu überprüfen. Immer wieder kommen dabei auch rheinische Gefilde in den Blick – während vom Rheinland als Solchem noch keineswegs die Rede war. Aber die Zwistigkeiten zwischen den Staufern, die bis 1195 die Pfalzgrafschaft bei Rhein inne hatten, und den Welfen, die bis 1180 Westfalen beherrschten, blieb auch am Rhein nicht ohne Folgen.

Trotzallem wurde Friedrich Barbarossa im 19. Jahrhundert zum legendären Garanten für die Wiederherstellung der Reichseinheit, wie Friedrich Rückert 1817 dichtete und das Kyffhäuser-Denkmal eindrucksvoll in Szene setze.

Der alte Barbarossa,
Der Kaiser Friederich,
Im unterirdschen Schlosse
Hält er verzaubert sich.

Er ist niemals gestorben,
Er lebt darin noch jetzt;
Er hat im Schloß verborgen
Zum Schlaf sich hingesetzt.

Er hat hinabgenommen
Des Reiches Herrlichkeit,
Und wird einst wiederkommen,
Mit ihr, zu seiner Zeit.

Mittwoch, 7. Dezember 2021, 18:30 Uhr, Agamsaal, Forum Leverkusen, Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen-Wiesdorf (in der Reihe „Geschichte am Kamin") 

Aufgrund der gültigen Covid19-Hygienerichtlinien ist die verbindliche Anmeldung hier oder telefonisch unter 02171-47843 zwingend notwendig!


Dies ist eine hybride Veranstaltung.


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