15. Dezember 2021: Online-Vortrag "Die unternehmens- und sportpolitische Bedeutung des Betriebssports im Rheinland in der Zwischenkriegszeit am Beispiel von Bayer und Henkel"

Referent: Prof. Dr. Andreas Luh

Die Zwischenkriegszeit, zwischen Kaiserreich und NS, war eine spannungsgeladene Zeit mit sozialpolitischen Errungenschaften und materieller Not, mit wirtschaftlicher Modernisierung und strukturellen Krisenerscheinungen, mit demokratischem Aufbau und autoritären Gefährdungen.
Unter diesen spannungsgeladenen Entwicklungsbedingungen entwickelte sich der Betriebssport in Großunternehmen zu einem unternehmens-, sozial- und sportpolitisch bedeutsamen, häufig unterschätzten Phänomen, das die Alltagswelt Tausender Belegschaftsangehörige insbesondere im rheinisch-westfälischen Industrierevier prägte und die Lebensumstände der Zeit wiederspiegelte. Betriebssport wurde zu einem systematischen Bestandteil der betrieblichen Sozialpolitik in einer Zeit, die von Großkonzernbildung, Massenstreikbewegungen, Hyperinflation, Modernisierung, sozialpartnerschaftlichen Konzepten, Rationalisierungsbestrebungen und Wirtschaftskrise geprägt war. Am Beispiel der niederrheinschen Großunternehmen Bayer und Henkel soll die Entwicklung und Bedeutung des Betriebssport in dieser Zeit aufgezeigt werden.

Mittwoch, 15. Dezember 2021, 18:00 Uhr, Übertragung via Zoom (Link bitte via Anmeldung anfordern!)

Aufgrund der gültigen Covid19-Hygienerichtlinien ist die verbindliche Anmeldung hier oder telefonisch unter 02171-47843 zwingend notwendig!