Geschichte am Kamin

Dieses Veranstaltungsformat des OGV umfasst ganz unterschiedliche Veranstaltungsangebote (Vorträge, Diskussionen, Konzerte, Führungen, Filmvorführungen, ...), welche in der Regel am ersten Mittwoch eines Monats um 18: 30 Uhr im Kaminzimmer in der Villa Römer -Haus der Stadtgeschichte- stattfinden (früher "Leverkusener Kamingespräche").
In Ausnahmefällen finden Veranstaltungen im Vortragssaal des Forum Leverkusen statt.

7. Oktober 2020: Vortrag "1820 – Die Wiener Schlussakte und ihre Bedeutung für das Rheinland"

Referent: Mahmoud Kandil

Der Deutsche Bund wurde auf dem Wiener Kongress 1814/15 geschaffen, um nach dem Ende des Alten Reiches 1806 und dem endgültigen Machtverlust des Kaisers von Frankreich, Napoleon, eine neue Staatenordnung in der Mitte Europas zu schaffen. Im Jahr 1820 wurde durch die Wiener Schlussakte die Verfassung des Deutschen Bundes vollendet, der sich in erster Linie als ein Verteidigungsbündnis sah. Damit waren die Hoffnungen vieler, die sich in den Befreiungskriegen engagiert hatten, endgültig gestorben, dass es einen deutschen Nationalstaat geben würde. Vielmehr  setzte eine Zeit der Restauration ein, die durch die Souveränität der Fürsten, die sich im Deutschen Bund zusammengeschlossen hatten, geprägt wurde. Das Rheinland als Teil des Königreichs Preußen erlebte eine als schwierig empfundene Zeit der Anpassung an die neuen staatlichen Bedingungen. 

Mittwoch, 7. Oktober 2020, 18:30 Uhr, Vortragssaal, Forum Leverkusen, Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen-Wiesdorf (in der Reihe „Geschichte am Kamin") 

Aufgrund der gültigen Covid19-Hygienerichtlinien ist die verbindliche Anmeldung hier oder telefonisch unter 02171-47843 zwingend notwendig!

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

2. Dezember 2020: Vortrag "1870 – Der deutsch-französische Krieg und das Rheinland"

Referent: Georg Mölich

Mit dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 kam es am 18. Januar 1871 nach drei für Preußen erfolgreichen Reichseinigungskriegen zur Gründung eines zweiten deutschen Kaiserreichs, das unter preußischer Führung stand. Anders als die Bestrebungen der Revolution von 1848/49 handelte es sich um eine Staatsgründung von oben, welche auf Grund militärischer Erfolge möglich geworden war. Diese Reichsgründung führte, obwohl sie kaum Veränderungen in den Teilstaaten mit sich brachte, zu einem wirtschaftlichen Aufschwung innerhalb des Reiches und dem Entstehen eines Nationalstaatsbewusstseins. Neben dem Militär entwickelte sich die Großindustrie mit ihrer Elite zum zweiten Standbein des Kaiserreichs. Der militärische Sieg über Frankreich und die Gründung des Reiches wirkten tief in die Gesellschaft, auch im Rheinland, das sich lange Zeit eher preußenkritisch sah, hinein.

Mittwoch, 2. Dezember 2020, 18:30 Uhr, Vortragssaal, Forum Leverkusen, Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen-Wiesdorf (in der Reihe „Geschichte am Kamin") 

Aufgrund der gültigen Covid19-Hygienerichtlinien ist die verbindliche Anmeldung hier oder telefonisch unter 02171-47843 zwingend notwendig!

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.