Geschichte im Stadtgebiet

Dieses Veranstaltungsformat des OGV umfasst ganz unterschiedliche Veranstaltungsangebote (Vorträge, Diskussionen, Konzerte, Besichtigungen, Filmvorführungen, ...), welche nicht in der Villa Römer -Haus der Stadtgeschichte-, sondern an unterschiedlichen Orten im gesamten Leverkusener Stadtgebiet durchgeführt werden.
 

8. Mai 2021: Rundgang "Neucronenberg"

Referenten: Gregor Schier / Michael D. Gutbier

Im Jahr 1858 nahmen die Gebrüder Tillmanns, aus Cronenberg stammend, im Wiembachtal nahe Biesenbach die Produktion von Holz- und Gewindeschrauben auf. Schon bald errichteten sie eine große Holzschraubenfabrik mit später denkmalgeschützten Fabrikgebäuden, sowie Arbeiterwohnungen und ebenfalls denkmalgeschützte Fabrikantenvillen. Es bestand ein eigener Eisenbahnanschluss.
Um 1900 lebten weit über 2000 Menschen direkt oder indirekt von der Arbeit in dieser Fabrik. Produziert und in 27 Länder exportiert wurden Nägel, Bolzen, Nieten und Schrauben, wobei anfangs ein vom Wiembach angetriebenes Wasserrad, später eine Dampfmaschine, die nötige Energie lieferte. Die Weltwirtschaftskrise versetzte dem florierenden Betrieb 1931 den Todesstoß; später teilten sich ein Maschinenbauunternehmen und eine Ölraffinerie das Werksgelände in Neucronenberg. Ihre Hinterlassenschaften mussten zu Beginn der 1980er Jahre von der Stadt Leverkusen mit Millionenaufwand beseitigt werden. Von den einstigen Fabrikgebäuden ist heute nichts mehr erhalten, zuletzt wurden Anfang 2007 die Ruinen des Schornsteins und einer Halle abgerissen. Seitdem entwickelt sich das inzwischen altlastenfreie Gelände mehr und mehr zu einem Biotop. Lediglich ein Denkmal und zwei Fabrikantenvillen erinnern an diesen wichtigen Standort der Leverkusener Wirtschaftsgeschichte.

Aufgrund der gültigen Covid19-Hygienerichtlinien ist die verbindliche Anmeldung hier oder telefonisch unter 02171-47843 zwingend notwendig!

Samstag, 8. Mai 2021, 10:30 Uhr, Sekundarschule Leverkusen, Neukronenberger Str. 81, Leverkusen-Quettingen  (in der Reihe „Geschichte im Stadtgebiet“)

sowie virtuell via Zoom (Meeting-ID: 930 4728 4966, Kenncode: 172875) oder Facebook

5. Juni 2021: Rundgang "CHEMPARK Leverkusen"

Referenten: Jochen Simon / tbd

Die Farbenfabriken Bayer kaufen 1891 zunächst die Alizarinrot-Fabrik von Dr. Carl Leverkus & Söhne nördlich von Köln und später weiteres Gelände am Rhein hinzu. Nach Plänen Carl Duisbergs, der das Unternehmen von 1912 bis 1925 als Generaldirektor leitet, baut Bayer diesen Standort ab 1895 systematisch aus. 1912 wird Leverkusen Firmensitz.
Diese Entscheidung stellt die entscheidende Weichenstellung für die spätere Stadtentwicklung und -gründung für Leverkusen dar.
Die Pläne von Carl Duisberg und zahlreiche Gebäude aus dem beginnenden 20. Jahrhundert prägen bis heute das Gesicht des Werkes.
2008 wurde aus dem Bayerwerk der CHEMPARK, in dem nun viele unterschiedliche Unternehmen, u.a. auch Bayer, und entsprechende Ausgründungen tätig sind. Somit wurde aus dem ehemaligen Werksgelände ein Industriepark, welcher die vorhandene Infrastruktur und Gebäudesubstanz des ehemaligen Werkseigners nutzt.
Inwieweit hierbei Denkmäler und Standortgeschichte bei der Weiterentwicklung des Standortes Berücksichtigung finden, ist auch Gegenstand dieser Veranstaltung.

Aufgrund der gültigen Covid19-Hygienerichtlinien ist die verbindliche Anmeldung hier oder telefonisch unter 02171-47843 zwingend notwendig!

Samstag, 5. Juni 2021, 10:30 Uhr, Ehemalige Hauptverwaltung der Bayer AG (Q26), Kaiser-Wilhelm-Allee, Leverkusen  (in der Reihe „Geschichte im Stadtgebiet“)

sowie virtuell via Zoom (Meeting-ID:952 5130 8599, Kenncode:059785) oder Facebook

20. Juni 2021: „Der Rebbe tanzt" Klezmermusik und Jüdische Geschichten

Interpreten: crazy freilach und Christiane Willms

Seien Sie eingeladen zu einem Abend in schönster jüdischer Erzähltradition, stimmungsvoller zeitgenössischer Kezmermusik und bewegendem jiddischem Gesang. Ein Abend mit einzigartigem Zauber, voll jüdischen Humors und zu Herzen gehender Begebenheiten. Das jüdische Volk hatte schon immer einen Hang zum Erzählen, und der Schatz seiner Geschichten und Legenden ist unermesslich. Vor allem im Chassidismus* sind Erzählen, Gesang und Tanz ebenso heilig wie das Gebet und das Studium der Heiligen Schrift. Die Kombination aus diesen wundervollen jüdischen Geschichten erzählt durch Christiane Willms gepaart mit der ergreifenden Klezmer-Musik der Gruppe crazy freilach erschafft ein Erlebniskonzert mit Gefühlsachterbahn.

Chassidismus oder Hassidismus (von hebräisch chassidut, chassidus ‚Frömmigkeit') bezeichnet verschiedene voneinander unabhängige Bewegungen im Judentum. Gemeinsam ist diesen Bewegungen die strenge Einhaltung religiöser Regeln, der hohe moralische Anspruch sowie eine besondere Empfindung der Gottesnähe, die häufig mystische Ausprägung gefunden hat.

Sonntag, 20. Juni 2021, 18:30 Uhr, Bielertkirche, Bielertstrasse 12, 51379 Leverkusen-Opladen (in der Reihe „Geschichte im Stadtgebiet") 

Übertragung via Zoom (Meeting-ID: 926 9888 8355, Kenncode: 337121) oder auf Facebook

Aufgrund der gültigen Covid19-Hygienerichtlinien ist die verbindliche Anmeldung hier oder telefonisch unter 02171-47843 zwingend notwendig!