Geschichte im Stadtgebiet

Dieses Veranstaltungsformat des OGV umfasst ganz unterschiedliche Veranstaltungsangebote (Vorträge, Diskussionen, Konzerte, Besichtigungen, Filmvorführungen, ...), welche nicht in der Villa Römer -Haus der Stadtgeschichte-, sondern an unterschiedlichen Orten im gesamten Leverkusener Stadtgebiet durchgeführt werden.
 

25. Mai 2019: Halbtagesexkursion "Zu Gast in … dem ehemaligen Deutschordensbesitz Morsbroich"

Anstelle des heutigen Bauwerkes erhob sich ursprünglich eine spätmittelalterliche Burganlage. Die erste schriftliche Erwähnung erfolgt erstmals 1328 mit der Nennung eines Johannes gen. Moir von dem Broiche. Über die Jahrhunderte wechselte die Burg unzählige Male ihre Eigentümer. 1619 kam sie in den Besitz des Deutschen Ordens. 1775 wurde die „gantz ruinöse" Burganlage abgerissen und als "Maison de plaisance" im Rokokostil neu errichtet. Um diese Zeit wurde auch ein englischer Garten angelegt. 1806 verlor der Deutsche Orden das Barockschloss an Napoleon I, der die geistliche Institution säkularisierte. Nach der Übernahme des Rheinlands durch Preußen fiel Schloss Morsbroich 1817 einem Kölner Bankier zu. 1857 erwarb der Kommerzienrat Friedrich Diergardt den gesamten Besitz. 1948 mietete die Stadt das stark beschädigte Bauwerk. Zuerst einmal war an die Errichtung eines Alters- oder Kinderheimes im Schloss gedacht. Schließlich entschloß man sich aber zu einem Museum. 1974 beschloß der Rat den Kauf des Besitzes. Nach der Grundsanierung wurde das Museum 1985 erneut eröffnet. Schloss, Park und die nahegelegene Gezelin-Kapelle sind Ziele der Besichtigung.

Samstag, 25. Mai 2019, 15 Uhr, Schloss Morsbroich, Gustav-Heinemann-Straße 80, 51377 Leverkusen
 

5. Juni 2019: Vortrag "Der Deutschordens-Besitz Morsbroich"

Referent: Dr. Hans-Jürgen Dorn

Der Deutsche Orden hatte sich nach der Reformation zu einem sozialen Institut zur Sicherung des deutschen niederen Adels entwickelt.Nachdem die französischen Revolutionstruppen1795 ins Reich eingedrungen waren, wurden die Besitzungen enteignet und gingen in Staatsbesitz über, darunter fiel auch das Schloss Morsbroich. Hier liegen uns die Briefe des Verwalters in vollständiger Reihenfolge vor. Sie erzählen von dem Einmarsch der Revolutionstruppen, den Gewalttätigkeiten der Soldaten, den Zerstörungen und erlauben damit einen faszinierenden Einblick in die Lebensverhältnisse des 18. Jahrhunderts.

Mittwoch, 05. Juni 2019, 18:30 Uhr, Doktorsburg, Rathenaustraße 63, 51373 Leverkusen (in der Reihe „Geschichte im Stadtgebiet")