Geschichte vor Ort - Studienreisen und Exkursionen

Die nachfolgenden Studienreisen und Exkursionen werden gemeinsam vom OGV mit dem Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. durch die Firma Reisebüro Herweg GmbH & Co. KG in Leverkusen-Opladen angeboten.

Die Vorbereitung und Durchführung der Reisen erfolgt in Zusammenarbeit mit drp Kulturtours, Hamburg.

26. Januar 2019: Auftaktfahrt Bonn - „70 Jahre Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“ - VG 5150

Die Bundesstadt Bonn ist reich an Zeugnissen der frühen Verfassungs- und Regierungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Eine Reihe von Gebäuden, wie beispielsweise der Kanzlerbungalow, wurden nach dem Umzug der Regierung von Bonn nach Berlin im Jahr 1999 musealisiert. Schon vor der Wiedervereinigung wurden die Planungen für das „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ vorangetrieben. Wir werden den Weg der westdeutschen Demokratie nach dem Zweiten Weltkrieg vom Museum Alexander König, wo die verfassungsgebende Versammlung tagte, über das Palais Schaumburg als Sitz des Bundespräsidenten, das ehemalige Kanzleramt und den daneben liegenden Kanzlerbungalow sowie Bundestag und Bundesrat abschreiten. Ein Besuch der Dauerausstellung des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland rundet unseren schon traditionellen Bonn-Besuch als Auftaktfahrt in das Jahresprogramm ab.

Mittagessen in der Museumsgastronomie inkludiert

Kostenbeitrag € 70,-- (Mitgliederermäßigung: € 5,--)

Samstag, 26. Januar 2019
07.45 Uhr Opladen, Villa Römer
09:00 Uhr Jülich, Bahnhof

06. April 2019: Tagesfahrt "Der Deutsche Orden in Belgien: Alden Biesen und Sint Pieters Voeren" - VG: 5151

Das Schloss Alden Biesen im Bilzener Ortsteil Rijkhoven (Provinz Limburg) ist eine ehemalige Kommende des Deutschen Ordens. Das Wasserschloss in der Nähe von Tongeren nördlich von Lüttich war das Zentrum der Deutschordensballei Biesen im heutigen Belgien und die größte Kommende des Ordens im Nordwesten Europas. Von dort wurden zwölf untergeordnete Landkommenden im Rhein-Maas-Gebiet verwaltet. Auch heute ist Alden Biesen noch eines der größten Schlösser zwischen Loire und Rhein. Sint-Pieters-Voeren ist wegen seiner Kommende bekannt. Daniel de Fouron schenkte das Schloss und das umliegende Land dem Ordens-Kommandeur von Schloss Alden Biesen, als er am 25. Juni 1242 dem Deutschritterorden beitrat. Ab diesem Zeitpunkt war Sint-Pieters-Voeren ein direktes Lehen des Kaiserreiches. Der Großmeister übte die Gerichtsbarkeit aus. Er ernannte Bürgermeister, Schöffen, Justizbeamte, Gerichtsvollzieher und erließ Polizeiverordnungen und das Gemeinderecht. Bis zur Französischen Revolution gehörte das Schloss dem Ritterorden. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde das heutige Gebäude im Stil der Maasländischen Renaissance erbaut. Im Park des Schlosses befindet sich die Quelle der Voer, die die Teiche der ältesten Fischzucht Belgiens und die Voer mit Wasser (ca. 4.000 Liter/Minute) speist. In den Teichen werden Forellen und Störe, wie vor mehr als einem Jahrhundert, handwerklich aufgezüchtet.

Mittagsimbiss inkludiert

Kostenbeitrag € 70,-- (Mitgliederermäßigung: € 5,--)

Samstag, 06. April 2019
07.15 Uhr Opladen, Villa Römer
08.30 Uhr Jülich, Bahnhof
08:45 Uhr Aldenhoven-Siersdorf, Kirche

30. Mai bis 02. Juni 2019: "Steinerne Macht. Burgen, Festungen und Schlösser in Lothringen, Luxemburg und im Saarland" - VG 5152

Das Saarland ist das kleinste Flächenbundesland der Bundesrepublik Deutschland. Es kann auf eine bewegte Geschichte zwischen Frankreich und Deutschland zurückblicken. Die jahrhundertelange Grenzlage führte zum Bau zahlreicher Burgen und Festungen. Daneben entstanden eindrucksvolle Schlossbauten der Renaissance und des Barocks. Als Teil des Saar-Lor-Lux-Raumes bildet das Saarland mit seinen unmittelbaren Nachbarregionen Lothringen und dem Staat Luxemburg heute einen Kernraum Europas. Anlässlich der großen Sonderausstellung „Steinerne Macht. Burgen, Festungen, Schlösser in Lothringen, Luxemburg und im Saarland“ im Historischen Museum Saar in Saarbrücken, besuchen wir die Region zwischen Saar und Mosel. Im Zentrum steht die Landeshauptstadt Saarbrücken mit dem bedeutenden Bestand an Barockbauten. Zudem besuchen wir die Festungsstädte Saarlouis und Luxemburg. Die Saarschleife bei Mettlach ist ein herausragendes Naturschauspiel. Mit der lothringischen Stadt Metz tauchen wir tief ein in die Wechselfälle der deutsch-französischen Geschichte. Sicherlich bleibt genug Zeit, einen Eindruck von der kulturellen Vielfalt des Raumes auch im Hinblick auf Kulinarik und Lebensart zu gewinnen.

Kostenbeitrag € 630,-- (Mitgliederermäßigung: € 20,--); EZ-Zuschlag: € 120,--

Donnerstag, 30. Mai 2019 bis Sonntag, 2. Juni 2019
07.15 Uhr Opladen, Villa Römer
08.30 Uhr Jülich, Bahnhof

29. Juni 2019: Tagesfahrt "100 Jahre Bauhaus im Westen: Krefeld" - VG 5153

Ludwig Mies van der Rohe, Johannes Itten, Lilly Reich, Georg Muche und viele andere – wie keine andere Stadt im Westen zog Krefeld seit Mitte der 1920er Jahre ehemalige Lehrer und Absolventen des Bauhauses an. Mehr als 25 „Bauhäuslerinnen“ und „Bauhäusler“ wirkten und lebten in der rheinischen Textilstadt, einige bis Mitte der 1960er Jahre. Sie hinterließen bedeutende Architekturen, prägten das Textildesign und revolutionierten die Ausbildung der Gestalter. Die globalisierte Seidenindustrie – mit Krefeld als ihrem Zentrum – war Initiator und Motor dieser Entwicklung. Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums präsentiert die Stadt Krefeld diesen spezifischen Teil der Stadtgeschichte. Ausstellungen beleuchten dieses außergewöhnliche Zusammenspiel von Avantgarde, Industrie und Stadtentwicklung aus verschiedenen Perspektiven. Besucht wird im Rahmen der Tagesfahrt die Peter Behrens-Ausstellung im Kaiser-Wilhelm-Museum, die Museen Haus Lange und Haus Esters sowie der „Pavillon“ des zeitgenössischen Künstlers Thomas Schütte.

Kaffeetafel inkludiert

Kostenbeitrag € 70,-- (Mitgliederermäßigung: € 5,--)

Samstag, 29. Juni 2019
07.45 Uhr Opladen, Villa Römer
09.00 Uhr Jülich, Bahnhof

05. bis 07. Juli 2019: Studienreise "Festungen in den Niederlanden: Willemstad, Naarden und Utrecht" - VG 5154

Die heutigen Niederlande gehen zurück auf die Union von Utrecht aus dem späten 16. Jahrhundert, als sich sieben niederländische Provinzen von der Herrschaft des spanischen Königs lossagten. Erst 1648 erlangten im Westfälischen Frieden von Münster die Niederlande ihre volle Souveränität. Dass sie sich gegenüber der Weltmacht Spanien im sogenannten 80jährigen Krieg behaupten konnten, lag vor allem an der ausgefeilten Festungsbautechnik in den Niederlanden. Neben bedeutenden Stadtbefestigungen, wie wir sie in Willemstad und Naarden sehen werden, entstand ein ausgeklügeltes System aus Einzelfestungen mit der Möglichkeit, ganze Landstriche zur Verteidigung unter Wasser zu setzen. Diese „Holländische Wasserlinie“ wurde bis ins 20. Jahrhundert hinein immer wieder modernisiert. Das neu eingerichtete Waterlinie Museum im Fort bij Vechten in der Nähe von Utrecht zeigt auf anschauliche Weise dieses wichtige Kapitel der niederländischen Geschichte. Neben der kriegerischen Vergangenheit stehen bei unserer erneuten Studienreise in das unmittelbare Nachbarland Niederlande aber auch Zeugnisse der allgemeinen kulturellen Blüte zwischen Mittelalter und Moderne auf dem Programm.

Kostenbeitrag € 495,-- (Mitgliederermäßigung: € 15,--); EZ-Zuschlag: € 100,--

Freitag, 05. Juli 2019 bis Sonntag, 07. Juli 2019
07.15 Uhr Opladen, Villa Römer
08.30 Uhr Jülich, Bahnhof

24. August 2019: Tagesfahrt "200 Jahre Friedrich Engels: Engelskirchen und Wuppertal" - VG 5155

Das Bergische Land war ein wichtiges Zentrum der Frühindustrialisierung. Einzelne Familien, wie beispielsweise die Engels, spielten dabei eine herausragende Rolle. Der vor 200 Jahren geborene Friedrich Engels brach mit seinem Vater, da er die schlechten Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter kritisierte. Als enger Freund und Weggefährte von Karl Marx gehört er zu den führenden Köpfen der europäischen Arbeiterbewegung. Mit dem LVR-Industriemuseum Ermen und Engels in Engelskirchen, dem Museum für Frühindustrialisierung in Hückeswagen und dem Engels-Haus in Wuppertal besuchen wir wichtige Erinnerungsorte der industriellen Entwicklung des Rheinlands im 19. Jahrhundert, die eng mit der Auseinandersetzung um die soziale Frage verbunden ist. Den Tag lassen wir im „Skulpturenpark Waldfrieden“ des bedeutenden zeitgenössischen Künstlers Tony Cragg ausklingen, der bis 2013 Rektor der Kunstakademie Düsseldorf gewesen war.

Mittagessen inkludiert

Kostenbeitrag € 70,-- (Mitgliederermäßigung: € 5,--)

Samstag, 24. August 2019
07.45 Uhr Jülich, Bahnhof 
09:00 Uhr Opladen, Villa Römer

28. September 2019: Tagesfahrt "Das Ruhrgebiet im Mittelalter: Dortmund und Herne" - VG 5156

Das im 19. Jahrhundert entstandene Ruhrgebiet verbindet man vor allem mit seiner schwerindustriellen Vergangenheit und Gegenwart. Tatsächlich haben Städte wie Dortmund eine weit ins Mittelalter zurückreichende Geschichte. Die vier mittelalterlichen Kirchen in der Dortmunder Innenstadt – St. Reinoldi, St. Marien, St. Petri und Propstei – sind Zeugen der über 1100-jährigen Geschichte der Stadt. Mit ihren beeindruckenden Altären und Kunstwerken sind sie die Spiegel vergangener Epochen. Gleichzeitig prägen sie bis heute nicht nur die Silhouette der Stadt, sondern auch das Leben der Menschen. Auf unserem Rundgang erfahren wir vom „Goldenen Wunder von Dortmund“. Wir tauchen ein in die Kunstfertigkeit und Farbenfreude, mit der uns mittelalterliche Künstler auch heute beindrucken. Wir bestaunen die älteste erhaltene Darstellung Dortmunds und den farbenprächtigen Marienalter des Conrad von Soest. Außergewöhnliche Orte inmitten des innerstädtischen Trubels.
Das LWL-Museum für Archäologie im benachbarten Herne zeigt die Sonderausstellung „Pest!“ und damit eine der Schattenseiten des Mittelalters. Von der Steinzeit über die Spätantike und vom „Schwarzen Tod“ des Mittelalters bis zum jüngsten Ausbruch auf Madagaskar: Die Pest ist eine Seuche, die die Menschheit durch alle Epochen ihrer Geschichte begleitet hat und immer noch begleitet. Rund um den Globus forderte sie Millionen von Opfern und führte dadurch zu tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft. Die Ausstellung will die Geschichte der Pest in ihren globalen Auswirkungen erörtern. Dabei werden der deutschsprachige Raum und weitere betroffene Regionen Europas und der Welt dargestellt.

Kaffeetafel inkludiert

Kostenbeitrag € 70,-- (Mitgliederermäßigung: € 5,--)

Samstag, 28. September 2019
07.45 Uhr Jülich, Bahnhof
09:00 Uhr Opladen, Villa Römer

31. Oktober bis 03. November 2019: Studienreise "Städte und Burgen in Hessen: Gießen, Marburg, Wetzlar und Wetterau" - VG 5157

Schon Goethe wusste um die Reize, die die Region um Gießen, Marburg und Wetzlar ausmachen. Vom „lieblichen Thal“, dessen Erwanderung ihm „größtes Glück“ bereitete, schrieb er 1772 über seinen Weg von Wetzlar nach Gießen. Idyllische Flusstäler, sanfte Hügel, große Waldgebiete und malerische Städte und Dörfer prägen das Bild der Region. Zahlreiche Burgen und Schlösser, Klöster und Kirchen, Türme und Fachwerkhäuser, keltische und römische Spuren sowie Museen erzählen von der Geschichte der Region und ihrer Menschen. Mit Gießen, Marburg und Wetzlar besuchen wir drei historisch bedeutende Städte Hessens. Daneben tritt die Oranienstadt Dillenburg und die Orte und Burgen der Wetterau, des Gebiets zwischen Frankfurt am Main, des Taunus‘ und des Vogelsbergs.

Kostenbeitrag € 540,-- (Mitgliederermäßigung: € 20,--); EZ-Zuschlag: € 75,--

Donnerstag, 31. Oktober 2019 bis 3. November 2019
07.15 Uhr Jülich, Bahnhof
08:30 Uhr Opladen, Villa Römer


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