Geschichte vor Ort - Studienreisen und Exkursionen

Die nachfolgenden Studienreisen und Exkursionen werden gemeinsam vom OGV mit dem Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. durch die Firma Reisebüro Herweg GmbH & Co. KG in Leverkusen-Opladen angeboten.

Hier finden Sie auch die gemeinsamen Reiseangebote auf der Webseite von Reisebüro Herweg.

4. April 2020: Tagesfahrt "Zu Gast in ... der Lambertsmühle"

Die Lambertsmühle ist ein Ensemble in Burscheid, zu dem neben dem Mühlengebäude ein Stall, eine Remise und eine Scheune gehören und das seit 1983 unter Denkmalschutz steht. Die Lambertsmühle liegt im waldreichen Wiembachtal. Sie war die Bannmühle des Rittersitzes „Haus Landscheid“. Der Rittersitz als Lehen und damit auch die Mühle werden wohl mit der Besiedlung des Bergischen Landes im 12. Jahrhundert entstanden sein. Die Bauern, die auf den zum Rittersitz gehörenden Äckern lebten, waren verpflichtet, ihr Getreide in der „Bannmühle“ mahlen zu lassen und gleichzeitig ihre Abgaben zu entrichten. Ihren heutigen Namen soll die Mühle nach einem um 1570 geborenen „Lambert“ erhalten haben, der mit Privileg der Herren von Landscheid in der Mühle gelebt hat. Heute beherbergt die Mühle ein kleines Museum, welches im Rahmen der Veranstaltung besucht wird.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Wir bitten daher um eine vorherige Anmeldung.

Samstag, 4. April 2020, 15:00 Uhr (Selbstanreise), Lambertsmühle, 51399 Burscheid

Der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens (1770–1827) wird 2020 als nationales und internationales Ereignis gefeiert. Dabei übernimmt die Stadt Bonn als Geburtsstadt des weltweit anerkannten Komponisten und als internationale Kulturstadt eine zentrale Rolle. Die Bundeskunsthalle präsentiert in Kooperation mit dem Beethoven-Haus Bonn, das wir ebenfalls besuchen, die zentrale Ausstellung zum Jubiläumsjahr 2020. Die Schau zeichnet die wichtigsten Lebensstationen Beethovens nach und bindet diese mit seinem musikalischen Werk. Die Ausstellung gliedert sich in Themenkreise wie „Beethovens Sicht auf sich selbst“, „Freundschaften“ und „Geschäftliche Strategien“, denen jeweils musikalische Schlüsselwerke zugeordnet sind. Sie präsentiert einzigartige Originalexponate und ikonische Porträts, die die Persönlichkeit des Komponisten vorstellen und gleichzeitig sein gängiges Bild in der Öffentlichkeit hinterfragen. Originalinstrumente und Hörstationen lassen die Besucher/-innen in historische Klangwelten eintauchen. Es wird nicht nur die Arbeitsweise des Komponisten, sondern auch der kulturhistorische Kontext seiner Lebens- und Wirkungsgeschichte veranschaulicht.

Die Tagesfahrt beinhaltet Führungen durch die Sonderausstellung in der Bundeskunsthalle und das Beethoven-Haus sowie ein Mittagessen oder Kaffee und Kuchen (siehe Reisebestätigung).

Kostenbeitrag € 70,-- (Mitgliederermäßigung: € 5,--)

Samstag, 25. April 2020
07:45 Uhr Opladen, Villa Römer
09:00 Uhr Jülich, Bahnhof

6. Mai 2020: Halbtagesexkursion "Zu Gast in ... der Düppelsmühle"

Die Düppelsmühle ist eine Bockwindmühle, die auf dem „Düppel“ genannten Titzer Höhenrücken steht. Sie wurde 1708 in Efferen bei Köln als Mühle der Burgherren von Efferen erbaut. Durch die Aufhebung des Mühlenbanns in der Franzosenzeit und wegen des Verkaufs der kirchlichen Güter zwischen 1805 und 1832 verlor die Mühle im Wettbewerb mit den anderen Getreidemühlen im Umkreis einen großen Teil ihrer Kunden. Sie wurde unrentabel und 1829 an den Hürther Müllerssohn Johann Winand Trebels verkauft. Der baute die Mühle in Efferen ab und zwischen Kirchherten und Titz neben der vorzeitlichen Burganlage Düppelsburg wieder auf.
Die Bockwindmühle erhebt sich über einem runden Backsteinsockel und auf einem hölzernen Hausbaum. Der verbretterte Mühlenkasten ist drehbar montiert. An einer Giebelseite war das hölzerne Flügelkreuz angebracht. Ein weit ausladender, gebogener Sterz ermöglicht das Drehen der Mühle gegen den Wind. Im Inneren birgt das Denkmal die historische Mühlentechnik. Die 1952 stillgelegte Mühle wurde im Juni 2014 bei einem Unwetter stark beschädigt. Zuvor war die  Bockwindmühle eine der seltenen noch weitgehend original erhaltenen Mühlen ihres Typs in der Region. Nach ihrer Wiederherstellung ist sie nun wieder voll funktionsfähig.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Wir bitten daher um eine vorherige Anmeldung.

Mittwoch, 6. Mai 2020, 15:00 Uhr (Selbstanreise), Düppelsmühle, 52445 Titz

Die Region Südwestsachsen war eines der ersten und wichtigsten Zentren der europäischen Industrialisierung. Hier gingen Kapital und Arbeit, Wissen und Innovation, Technik und Gesellschaft zukunftsweisende Verbindungen ein. Darum beruht das Selbstverständnis der Sachsen bis heute auf dem Dreiklang von Naturschönheit, kulturellem Reichtum und einer breiten industriellen Basis. Die 4. Sächsische Landesausstellung, die mit einer großen Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau sowie an sechs weiteren, authentischen Schauplätzen der sächsischen Industriegeschichte stattfinden wird, ist ein Muss für alle, die diese Seite Sachsens verstehen und erleben möchten.
Die Studienreise führt zur großen Zentralausstellung sowie zu allen authentischen Schauplätzen sowie ins ehemalige Jagdschloss Augustusburg, erbaut von 1568 – 1572 von Kurfürst August.

Kostenbeitrag € 725,-- (Mitgliederermäßigung: € 25,--); EZ-Zuschlag: € 100,--

Mittwoch, 10. Juni 2020 bis Sonntag, 14. Juni 2020
05:45 Uhr Jülich, Bahnhof
07:00 Uhr Opladen, Villa Römer

1123 war Kloster Kamp das erste Zisterzienserkloster in Deutschland. Die letzten Mönche zogen im Jahr 2001 aus, nach wie vor ist das auf dem Kamper Berg gelegene Kloster geistliches und auch kulturelles Zentrum. Beeindruckend sind vor allem die Abteikirche mit ihrer Orgel aus dem frühen 18. Jahrhundert, der barocke Terrassengarten, der Kräutergarten sowie das Ordensmuseums im Agathastift.
Das Grafschafter Museum im Moerser Schloss befindet sich in der ehemaligen Wasserburg der Grafen von Moers, einer der ältesten im Rheinland erhaltenen hochmittelalterlichen Ringburganlagen. Das Schloss wurde in den vergangenen Jahren saniert und um einen Anbau erweitert. Neben der Geschichte des Schlosses und der Kultur- und Alltagsgeschichte der Region zeigt das Museum auch eine historische Puppenstubensammlung.

Die Tagesfahrt beinhaltet Führungen in Kloster Kamp und im Grafschafter Museum Moers sowie ein Mittagessen.

Kostenbeitrag € 70,-- (Mitgliederermäßigung: € 5,--)

Samstag, 27. Juni 2020
07:30 Uhr Opladen, Villa Römer
08:45 Uhr Jülich, Bahnhof

Die römische Vergangenheit des Rhein-Mosel-Raumes ist durch zahlreiche Zeugnisse noch heute präsent. Hierzu zählen vor allem Überbleibsel der damaligen Verkehrsinfrastruktur, wie die Via Agrippa, die Köln mit Trier verband, und des Weinanbaus an der Mosel. In Erden haben sich bedeutende Reste römischer Kelteranlagen erhalten, die tiefe Einblicke in Weinanbau und -verarbeitung in römischer Zeit erlauben. Der Aachener Archäologe und Historiker Michael Kuhn wird in Führungen, Vorträgen und Verkostungen römische Ess- und Trinkgewohnheiten wieder lebendig machen. Die Exkursion wird abgerundet durch einen Besuch der Reste der ehemaligen Festung Mont Royal oberhalb von Traben-Trarbach, die der König von Frankreich im späten 17. Jahrhundert errichten ließ.

Kostenbeitrag € 565,-- (Mitgliederermäßigung: € 15,--); EZ-Zuschlag: € 50,--

Freitag, 17. Juli 2020 bis Sonntag, 19. Juli 2020
07:45 Uhr Opladen, Villa Römer
09:00 Uhr Jülich, Bahnhof

Enge Gassen mit schieferverkleideten bergischen Fachwerkhäusern, ein idyllischer Marktplatz, umgeben von liebevoll restaurierten Gebäuden, eine imposante Klosterkirche, die hoch über kleinen Schieferhäusern thront – das ist die historische Altstadt von Gräfrath. In einer Region, die von der Industrialisierung geprägt und grundlegend verändert wurde, zeigt der kleine Ort, wie es vorher war. Fast geschlossen ist das Bild einer bergischen Kleinstadt aus vorindustrieller Zeit, aus der Zeit von Spätbarock und Biedermeier – ein einzigartiges historisches und baugeschichtliches Denkmal.
Lennep, heute Stadteil von Remscheid, war als Mitglied der Hanse und preußische Kreisstadt lange Zeit eine der wichtigsten Städte des Bergischen Landes. Lennep besitzt eine in der Grundstruktur mittelalterliche Altstadt, die zu den ausgewählten 35 historischen Stadtkernen Nordrhein-Westfalens zählt. 116 Häuser des Stadtkerns, darunter viele Bauwerke des Bergischen Barocks, die nach dem Stadtbrand von 1746 entstanden, stehen unter Denkmalschutz.
Das Deutsche Röntgen-Museum befindet sich nur wenige hundert Meter entfernt vom Geburtshaus des Physikers Wilhelm Conrad Röntgen am Gänsemarkt 1 in Remscheid-Lennep in einem altbergischen Patrizierhaus. Dort wird dem Besucher ein umfassender historischer und fachlicher Überblick über das Schaffen Röntgens vermittelt.

Die Tagesfahrt beinhaltet Führungen durch Stadtkerne Gräfrath und Lennep, durch das Röntgen-Museum sowie eine Bergische Kaffeetafel.

Kostenbeitrag € 70,-- (Mitgliederermäßigung: € 5,--)

Samstag, 29. August 2020
07:45 Uhr Jülich, Bahnhof
09:00 Uhr Opladen, Villa Römer

Die Bayerische Landesausstellung „Stadt befreit – Wittelsbacher Gründerstädte“ in Friedberg und Aichach sowie die Baden-Württembergische Landesausstellung „Klöster und Klosteranlagen in Südwestdeutschland in Früh- und Hochmittelalter als Lebensraum und Wirtschaftsfaktor“ sind Ziele dieser Studienreise. Die Stadt Augsburg zeigt in besonderer Weise Stadtentwicklung und -geschichte mit überregionaler Bedeutung auf. Mit der Insel Reichenau und dem Barockkloster Schussenried tauchen wir in die jahrhundertelange Tradition der Klosterkultur ein.

Kostenbeitrag € 725,-- (Mitgliederermäßigung: € 25,--); EZ-Zuschlag: € 120,--

Mittwoch, 30. September 2020 bis Sonntag, 4. Oktober 2020
05:30 Uhr Opladen, Villa Römer
06:45 Uhr Jülich, Bahnhof

30. September bis 04. Oktober 2020: Studienreise "Städte – Klöster – Glaubenswelten in Süddeutschland mit Passionsspielen Oberammergau" - VG 5158

Die Bayerische Landesausstellung „Stadt befreit – Wittelsbacher Gründerstädte“ in Friedberg und Aichach sowie die Baden-Württembergische Landesausstellung „Klöster und Klosteranlagen in Südwestdeutschland in Früh- und Hochmittelalter als Lebensraum und Wirtschaftsfaktor“ sind Ziele dieser Studienreise. Mit der Insel Reichenau und dem Barockkloster Schussenried tauchen wir in die jahrhundertelange Tradition der Klosterkultur ein.
Alle 10 Jahre löst die Gemeinde Oberammergau ihr Gelübde von 1632 ein, die Passion Christi nachzuspielen. 2000 Mitwirkende bringen ein ergreifendes Schauspiel dar. Wir haben die Möglichkeit, im Rahmen der Studienreise eine Aufführung des weltberühmten Passionsspiels zu besuchen. (begrenztes Angebot)

Kostenbeitrag € 1.075,-- (Mitgliederermäßigung: € 25,--); EZ-Zuschlag: € 150,--

Mittwoch, 30. September 2020 bis Sonntag, 4. Oktober 2020
05:30 Uhr Opladen, Villa Römer
06:45 Uhr Jülich, Bahnhof

 

Im Jahr 1520 reisten zwei bedeutende historische Persönlichkeiten nach Aachen: Karl V., der im Dom feierlich zum römisch-deutschen König gekrönt werden sollte, und Albrecht Dürer, einer der größten Künstler seiner Zeit. Dürer wollte den frisch gewählten König dazu bewegen, die Privilegien zu erneuern, die er mit dem Tod von Kaiser Maximilian I. eingebüßt hatte.
Am 7. Oktober 2020, exakt 500 Jahre nach der Ankunft Albrecht Dürers in Aachen, werden mehrere Ausstellungen unter dem Titel „Dürer – Karl V. – Aachen“ eröffnet, die das historische Treffen zum Anlass nehmen, verschiedene Themen zu entfalten. Im Suermondt-Ludwig-Museum wird die Hauptausstellung zu sehen sein, die Dürers Reise und die dazugehörige künstlerische Produktion in den Fokus nimmt. Flankierend dazu beschäftigt sich das Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen mit der prachtvollen Krönung Karls V.
Den Tag runden wir ab mit dem Besuch der historischen Altstadt von Kornelimünster. Von den großen Kriegen weitgehend verschont, prägen noch heute Bürgerhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts das Ortsbild Kornelimünsters. Der historische Ortskern aus dem Mittelalter ist fast vollständig erhalten geblieben.

Die Tagesfahrt beinhaltet Führungen durch die Ausstellungen im Suermondt-Ludwig-Museum und im Centre Charlemagne, durch den historischen Ortskern von Kornelimünster sowie eine Kaffeetafel.

Kostenbeitrag € 70,-- (Mitgliederermäßigung: € 5,--)

Samstag, 24. Oktober 2020
07.45 Uhr Opladen, Villa Römer
09:00 Uhr Jülich, Bahnhof